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Schleswig-Holstein Der SPD-Kampf zwischen Kopf und Bauch
Nachrichten Schleswig-Holstein Der SPD-Kampf zwischen Kopf und Bauch
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13:00 11.03.2018
Von Alev Doğan
Ja, nein, jein? Politischer Frühschoppen der SPD mit Frederik Digulla, Christina Schubert und Mathias Stein (von links). Quelle: Eisenkrätzer, Thomas
Kiel

Der Titel der Diskussionsrunde hätte auch lauten können: Überlebt die SPD eine weitere Regierungsbeteiligung unter CDU-Führung – konkret: unter Angela Merkel?

Mathias Stein vs. Frederik Digulla

Gekommen waren rund 50 Menschen. Alt und jung, zurückhaltend und polternd, für und gegen die GroKo. Sie stellten Fragen, waren skeptisch – in die eine wie in die andere Richtung. Repräsentiert wurden das Ja und das Nein zur Regierungsbeteiligung von Mathias Stein (Ja) und dem ehemaligen stellvertretenden Landesvorsitzenden der Jusos, Frederik Digulla (Nein).

Digulla machte seinen Job so, wie man es von einem engagierten Jungsozialisten erwarten würde. Seine klar strukturierten, leidenschaftlich vorgetragenen Ausführungen sorgten immer wieder für Applaus. Als Mathias Stein auf die Verhandlungserfolge der SPD zu sprechen kam, stöhnen einige auf, es kam zu Zwischenrufen. Von einer geschlossenen No-GroKo-Front konnte aber nicht die Rede sein. Dominiert wird die Diskussion von fragenden, sorgenvollen Tönen.

Große Koalition - ja oder nein?

Bei vielen Genossen lautete die Frage: Was tun, wenn das Herz für die Opposition schlägt, die Vernunft aber an sein Verantwortungsbewusstsein appelliert? Große Koalition, ja oder nein? Dieser Zwiespalt klang bei Arne Nitzer aus Altenholz so: „Ich bin hin- und hergerissen. Eigentlich bin ich entschieden gegen die Große Koalition. Mein Bauch sagt nein, mein Kopf sagt ja.“ Beispielhaft für die Zerrissenheit der Sozialdemokraten.

Die Diskussion im Legienhof machte deutlich: Wer am Ende den Kampf gewinnt, Bauch oder Kopf, entscheidet sich bei vielen erst im Moment der Stimmabgabe.

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