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Schleswig-Holstein Habeck will den "dritten Weg"
Nachrichten Schleswig-Holstein Habeck will den "dritten Weg"
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19:32 08.02.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Robert Habeck, Noch-Agrarminister in Schleswig-Holstein, wird in Neumünster freundlich empfangen Quelle: Ulf Dahl
Neumünster

„Bauern brauchen Planungssicherheit und politische Verlässlichkeit, deswegen geht eine Agrarwende auch nicht von heute auf morgen“, sagt der Grüne beim elften Landwirtschaftstag am Donnerstag in Neumünster, ausgerichtet von den schleswig-holsteinischen Volks- und Raiffeisenbanken. „Sachlich-konstruktiv“ werde gemeinsam mit dem Bauernverband an Lösungen gearbeitet, eben an der Agrarwende, an der Habeck festhält, die Umwelt- und Tierschutz-Kriterien fördert statt reiner Betriebsgröße. Zwar könnten die „Geldströme der EU“ nicht von heute auf morgen umgelenkt werden: „Wenn jedes Jahr zehn Prozent der Direktzahlungsmittel umgeschichtet würden, wären wir in zehn Jahren damit durch.“

Verband rät zu Kooperationen als Zukunftsmodell

Für Werner Schwarz, Präsident des schleswig-holsteinischen Bauernverbandes, ist Betriebsgröße dagegen durchaus ein wichtiges Kriterium: „Wir wollen zwar keine Produktionsgenossenschaften wie damals in der DDR, aber freiwillige Kooperationen machen durchaus Sinn, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das ist ein Zukunftsmodell.“ In Sachen Tierwohl und mit der Forderung nach einem staatlichen Kennzeichnungslabel – „am besten ein einfach zu verstehendes Ampelmodell“ – sei Landwirtschaft auf einem guten Weg in die Zukunft, selbst mit der Düngeverordnung kämen Landwirte zurecht. Allerdings, räumt Schwarz ein, gebe es in Sachen Tierkonzentration und dem damit verbundenen Nährstoffüberschuss „Auswüchse, darüber müssen wir sprechen“. Dennoch müsse Landwirtschaft künftig „zunächst qualitativ und dann quantitativ“ wachsen. Habeck widerspricht: „Wenn das so weitergeht, ist die Halle hier in 20 Jahren nur noch zu einem Viertel voll.“

"Die heute beschlossenen Forderungen bekommen Rückenwind aus dem Norden - nicht nur am Verhandlungstisch, sondern wenn es sein muss, auch auf der Straße!", sagte der schleswig-holsteinische dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp. Sechs Prozent mehr Lohn fordern die Gewerkschaften.

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