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Schleswig-Holstein Kreuzfahrtschiff „Aidanova“ bricht Reise nach Corona-Ausbruch ab
Nachrichten Schleswig-Holstein

Aidanova bricht Reise in Lissabon nach Corona-Fällen ab - Kreuzfahrt-Passagiere müssen nach Hause

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15:40 02.01.2022
Von Frank Behling
Die "Aidanova" liegt nach einem Corona-Ausbruch in Lissabon fest.
Die "Aidanova" liegt nach einem Corona-Ausbruch in Lissabon fest. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die Silvesterreise der „Aidanova“ endet in Lissabon und nicht in Las Palmas auf Gran Canaria. Das gab die Reederei Aida Cruises am Sonntag in Rostock bekannt. Der Grund ist ein Corona-Ausbruch unter der Besatzung des 337 Meter langen Kreuzfahrtschiffes.

Das Schiff hängt bereits seit drei Tagen in Lissabon fest – zum Ärger der knapp 3000 Keuzfahrt-Passagiere unter anderem aus Deutschland. Sie hatten wegen der Probleme den Jahreswechsel anders als vorgesehen verbringen müssen: Die geplante Besichtigung des spektakulären Silvester-Feuerwerks über dem Hafen von Funchal auf der Atlantik-Insel Madeira fiel aus – was einigen Reisenden laut Berichten in den sozialen Netzwerken die Silvester- und Partylaune vermieste.

Statt die Reise fortzusetzen, wird sie nun abgebrochen. Die Reederei gab in einem Statement die Reiseplanänderung bekannt. „Im Rahmen der umfassenden Hygiene- und Teststrategie wurden an Bord von ’Aidanova’ Fälle von Covid-19 frühzeitig identifiziert. Den betroffenen Personen geht es gut, sie haben entweder keine oder nur milde Symptome. Aufgrund der aktuellen Situation können wir jedoch die Reise mit ’Aidanova’ nicht wie geplant bis zum 5. Januar 2022 auf die Kanarischen Inseln fortsetzen“, so das Statement. Die Reise selbst hat am 22. Dezember 2021 in Hamburg begonnen.

Bereits am Mittwoch, 29. Dezember, hatte der Kapitän der „Aidanova“ in Lissabon die Behörden über die Corona-Fälle informiert. Der Lissabonner Hafenkapitän Diogo Vieira Branco erklärte daraufhin in einem Interview, dass 52 der 1353 Crewmitglieder an Bord positiv getestet worden seien.

Alle „Aidanova“-Crewmitglieder sind doppelt geimpft

Alle betroffenen Aida-Mitarbeiter seien laut Hafenbehörde doppelt geimpft. Fast 800 Crewmitglieder hatten noch kurz vor Weihnachten in Hamburg eine Impfung bekommen. Die Seeleute haben nur sehr schwache Symptome.

Wegen der hohen Anzahl haben die Behörden in Portugal jedoch die Unterbringung der infizierten Crewmitglieder an Land nicht erlaubt. Für die Unterbringung gibt es an Bord Bereiche, die eine Isolation vom Rest der Crew erlauben.

Aida organisiert Heimreise für die Passagiere der „Aidanova“ ab Lissabon

„Wir haben daher bereits begonnen, für unsere Gäste die Heimreise ab Lissabon für Montag zu organisieren. In der Zwischenzeit können unsere Gäste Lissabon und Umgebung auf Landausflügen erkunden und das Angebot an Bord genießen“, teilt die Reederei mit. Die rund 3000 Passagiere der „Aidanova“ sind zweifach geimpft und wurden vor Antritt der Reise auch zweimal getestet. Deshalb steht einem Landgang laut Aida auch nichts im Wege.

Es seien bereits zahlreiche Flugzeuge bei Fluggesellschaften gebucht worden, die nun nach Lissabon fliegen und die Passagiere zu verschiedenen deutschen Flughäfen – von Hamburg bis München – zurückbringen. Der Kapitän informierte die Passagiere am Sonntagmittag per Durchsage von der Kommandobrücke.

Corona an Bord: Auch andere Kreuzfahrtschiffe betroffen

Das von der Omikron-Variante angeheizte Infektionsgeschehen bringt auch zahlreiche weitere Kreuzfahrtschiffe in Schwierigkeiten. So befindet sich aktuell das Kreuzfahrtschiff „Amera“ mit deutschen Urlaubern auf vorzeitigen dem Rückweg von den Kanaren nach Bremerhaven.

Die „Queen Mary 2“ von Cunard Line strich jetzt den Anlauf Anfang Januar in New York und wird dafür von Barbados aus direkt Kurs auf Southampton in England nehmen. Dort soll sie am 10. Januar eintreffen.

CDC warnt vor Kreuzfahrten, nachdem 5000 Corona-Fälle bekannt geworden sind

Die US-Seuchenbehörde CDC warnt inzwischen wieder vor Kreuzfahrten. Der Behörde wurden vom 15. bis 29. Dezember rund 5000 neue Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiffen gemeldet.

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In Brasilien steht die Kreuzfahrtsaison vor der Absage, nachdem dort mehrere Schiffe mit Covid19-Fällen in Häfen liegenbleiben mussten. Die Reedereien versuchen mit Einschränkungen beim Landgang und zusätzlichen Tests die Lage in den Griff zu bekommen.