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Schleswig-Holstein Alkohol am Steuer: Polizei kontrolliert verstärkt bis Sonntag
Nachrichten Schleswig-Holstein

Aktionswoche in SH zu Alkohol am Steuer: Polizei kontrolliert verstärkt

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16:15 07.12.2020
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Ein Polizist winkt Autofahrer zu einer Kontrollstelle.
Ein Polizist winkt Autofahrer zu einer Kontrollstelle. Quelle: Carsten Rehder/dpa (Archiv)
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Die Landespolizei Schleswig-Holstein beteiligt sich nach eigenen Angaben vom Montag an der länderübergreifenden Kontrollaktion "Alkohol und Drogen" Von Montag bis Sonntag führen die Polizeidirektionen des Landes verstärkte Verkehrskontrollen durch.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Polizei im Dezember eine Kontrollaktion dieser Art durchgeführt. Damals wurden insgesamt rund 6.900 Fahrzeugführer kontrolliert und über 160 Alkohol-, Drogen oder Medikamentenverstöße festgestellt. "Das ist ein negatives und zugleich erschreckendes Ergebnis: Jeder vierzigste kontrollierte Fahrzeugführer war aufgrund von Alkohol- oder Drogeneinfluss nicht mehr verkehrstüchtig", erklärt Marcel Schmidt, Pressesprecher vom Landespolizeiamt.

1445 Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Ziel der Kontrollen sei es, die Unfallursache Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wirksam zu bekämpfen. Uwe Thöming, verantwortlich für die Verkehrssicherheitsarbeit im Landespolizeiamt Schleswig-Holstein erklärt dazu: "Dieses Jahr finden zwar keine Weihnachtsmärkte statt, Glühwein und andere alkoholhaltige Getränke werden in der Weihnachtszeit aber dennoch konsumiert."

Im vergangenen Jahr verunglückten nach Polizeiangaben 859 Personen bei Unfällen, in denen Alkohol und Drogen am Steuer eine Rolle spielten. Es gab insgesamt 1445 Verkehrsunfälle, bei denen mindestens ein Unfallbeteiligter unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Dabei wurden 223 Personen schwer verletzt oder getötet. Unfälle, die unter Rauschmitteleinfluss verursacht werden, seien überdurchschnittlich schwere Unfälle. Das Risiko, bei diesen Verkehrsunfällen schwere oder tödliche Verletzungen davon zu tragen, ist nach Angaben der Landespolizei fast doppelt so hoch wie bei allen anderen Unfällen.

Heike Stüben 07.12.2020
Kristiane Backheuer 07.12.2020
Ulrich Metschies 07.12.2020