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Schleswig-Holstein Kadetten dürfen wieder klettern
Nachrichten Schleswig-Holstein Kadetten dürfen wieder klettern
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08:12 04.01.2020
Von Frank Behling
Die Bark "Alexander von Humboldt" dient als Segelschulschiff. Quelle: hfr
Kiel

Das deutsche SegelschulschiffAlexander von Humboldt II“ liegt ruhig am Kreuzfahrtpier im Hafen von Las Palmas. Am Freitag schifften sich dort die ersten 40 Kadetten der Deutschen Marine ein. Begleitet werden die Offizieranwärter der Crew VII/2019 von 15 Soldaten der Stammbesatzung der „Gorch Fock“.

Bis Mitte März werden 200 der 281 Offiziersanwärter, die im August an der Marineschule Mürwik vereidigt worden waren, eine jeweils zweiwöchige Basisausbildung auf der „Alexander von Humboldt II“ absolvieren. 

Die „Alex“ hat mit 1400 Quadratmetern etwas weniger Segelfläche als die „Gorch Fock“ (2000 Quadratmeter). Und etwas kürzer ist der grüne Windjammer auch.

Höhensicherungssystem nachgerüstet

Auf dem Großsegler dürfen die deutschen Soldaten jetzt auch wieder in die Takelage klettern. Während bei den Fahrten mit dem rumänischen Segelschulschiff "Mircea" in den vergangenen Jahren Kletterverbot herrschte, ist jetzt wieder der Aufstieg erlaubt. 

 Die „Alex“ wurde dafür laut Marine nun mit einem zertifizierten Höhensicherungssystem nachgerüstet, das der Germanische Lloyd abgenommen hat. So sollen Unfälle vermieden werden. 

Kojen statt Hängematten

Eine kleine Umstellung gibt es aber doch. Anders als auf der „Gorch Fock“ schlafen die Soldaten auf der „Alex“ nicht in den berühmten Hängematten sondern in gewöhnlichen Kojen.

„Es sind fünf Reisen mit Offizieranwärtern mit der ’Alexander von Humboldt’ vorgesehen“, sagt Fregattenkapitän Carsten Poll vom Marinekommando. Pro Törn werden jeweils 40 Kadetten eingeschifft. Sie sollen seemännische Grundwerte und Teamwork lernen.

Die „Alexander von Humboldt II“ wurde 2011 auf der Bremerhavener Werft BVT als Bark nach dem Vorbild der „Gorch Fock“ für rund 15 Millionen Euro gebaut. Das Schiff wird von einer Stammbesatzung aus 24 Seeleuten gefahren. Zusätzlich können bis zu 55 Passagiere oder Trainees eingeschifft werden.

Eigner des Schiffes ist die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) aus Bremerhaven. Die seit 2015 in der Werft liegende „Gorch Fock“ kann ihren Ausbildungsbetrieb voraussichtlich erst 2021 wiederaufnehmen. Die Überholung soll dann 128 Millionen Euro gekostet haben. 

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