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Schleswig-Holstein Aufatmen und Aufräumen nach "Xaver"
Nachrichten Schleswig-Holstein Aufatmen und Aufräumen nach "Xaver"
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19:54 06.12.2013
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Die Schäden durch "Xaver" fielen deutlich geringer aus als befürchtet - das Dach der Eisbahn auf dem Kieler Rathausplatz erwischte es dennoch. Quelle: dpa

19 Uhr: Hamburg gibt nach dritter Sturmflut Entwarnung

Nach der dritten Sturmflut in Folge hat die Hamburger Innenbehörde am Freitagabend Entwarnung gegeben. „Es besteht für die Bevölkerung keine Gefahr mehr“, hieß es in einer amtlichen Mitteilung. Zuvor war gegen 18.00 Uhr am Pegel St. Pauli der Scheitelpunkt mit drei Metern über dem mittleren Hochwasser (5,10 Meter über Normalnull) gemessen worden. Einige Straßen im Hafenbereich sollten am Abend bis zum Ablaufen des Wassers gesperrt bleiben. Am Freitagmorgen hatte der Wasserstand noch einen Meter höher gelegen. Mit 3,98 Meter über dem mittleren Hochwasser war er der bisher zweithöchste in Hamburg gewesen. Nur die Flut von 1976 sei noch heftiger aufgelaufen.

Das Orkantief „Xaver“ ließ die Bewohner an der Nordseeküste und in Hamburg auch nachts nicht in Ruhe. Trotz Orkanböen mit Tempo 140 in der Spitze blieben die Schäden aber wohl gering. Auf Hamburg rollt eine schwere Sturmflut zu.

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17.50 Uhr: Rostocker Hafen blockiert

Die Zufahrt zum Rostocker Hafen ist bis auf Weiteres gesperrt. Grund sind losgerissene Fahrwassertonnen zwischen dem Tiefwasserweg nahe der Kadetrinne und den Warnemünder Molen. Wie die Revierzentrale Warnemünde auf Anfrage bestätigte, sei ein gefahrloses  Ein- und Auslaufen für Schiffe aller Art nicht mehr möglich. Mehrere der als Fahrwasserbegrenzung dienenden Tonnen seien vom Sturm mitsamt der Verankerungen vertrieben worden und müssen erst wieder zurück an ihre Positionen gebracht werden. Das kann vermutlich erst Samstag passieren.  

Die aus Trelleborg (Schweden) kommende  Stena-Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“  musste deshalb nach längerer Wartezeit abdrehen und mit  Passagieren, Autos und Lastwagen Kurs auf den Hafen Mukran  auf Rügen  nehmen. Dort wird das Schiff in der Nacht erwartet und die Passagiere an Land setzen.

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17.34 Uhr: Uni Kiel kehrt zu normalem Betrieb zurück

Das Präsidium der Universität Kiel teilt mit, dass durch das Unwetter keine größeren Schäden entstanden sind. Ab Samstag, 7. Dezember, ist die CAU deshalb wieder regulär in Betrieb. Alle Lehrveranstaltungen und öffentlichen Veranstaltungen finden ab Samstag planmäßig statt.

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16.54 Uhr: Bahnverkehr weiter eingeschränkt

„Xaver“ behindert den Bahnverkehr im Norden weiterhin. Erst von Sonnabendgmittag an soll der Fernverkehr von und nach Schleswig-Holstein wieder anrollen. Auch auf Regionalstrecken gibt es noch Einschränkungen.

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16.52 Uhr: Orkan Xaver tobt über Ostsee

Der Orkan Xaver tobt sich jetzt über der Ostsee aus. Der Hafen Rostock kann derzeit nicht angelaufen werden. Die Stena-Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“ kreuzt nördlich der Zufahrt von Warnemünde auf der Ostsee.  Die  Fährlinie  Rostock-Gedser war bereits eingestellt worden.

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16.30 Uhr: Rostock kann nicht anglaufen werden

Der Hafen Rostock kann derzeit nicht angelaufen werden. Die Stena-Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“ kreuzt nördlich der Zufahrt von Warnemünde auf der Ostsee. Die  Fährlinie  Rostock-Gedser war bereits eingestellt worden.

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16.08 Uhr: Kieler Feuerwehr zieht Bilanz

Insgesamt 475 unwetterbedingte Einsätze sind bei der Integrierten Regionalleitstelle Mitte (IRLS) bis Freitagmittag aufgelaufen. Die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Plön wurden zu 113 sowie im Kreis Rendsburg-Eckernförde zu 237 Einsätzen alarmiert. Die Kieler Feuerwehren musste 122 Mal ausrücken. In Spitzenzeiten zwischen 20 bis 22 Uhr hatten alle 25 extra eingesetzten Disponenten an 15 Abfragetischen mit dem Führungsstab in der Kieler Einsatzleitung am Westring alle Hände voll zu tun. Stündlich gingen bis zu 70 Notrufe ein. Das ist das Dreifache gegenüber dem normalen Tagesgeschäft.

Im Vergleich zu Orkantief "Christian" liefen am Donnerstag allerdings nur die Hälfte an Notrufen bei der Leitstelle auf. Trotz der relativ wenigen Einsätze in der Landeshauptstadt wurden am Freitag viele Schäden erst sichtbar. Hauptsächlich handelte es sich um geknickte Äste, umgestürzte Bäume, umgewehte Schilder, gelöste Dachziegel oder lose Blechverkleidungen.

Amtsleiter Thomas Hinz zeigte sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Einsatzverlauf und lobte die Kieler Bürger für das umsichtige Verhalten während des Unwetters. Für das Wochenende sind dennoch alle Einsatzkräfte in erhöhter Alarmbereitschaft.

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15.55 Uhr: Fahrwasser nicht mehr passierbar

Der Hafen Warnemünde ist bis auf weiteres geschlossen.  Das Fahrwasser ist nicht mehr passierbar. Die Stena-Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“ wartet auf der Ostsee und kann derzeit nicht einlaufen. 

15.52 Uhr: KN-Weihnachtsforum findet statt

Das KN-Weihnachtsforum für Abonnenten findet am Freitagabend in der Kundenhalle statt. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass um 19.15 Uhr.

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14.46 Uhr: Sicherheit hat Vorrang

Aufgrund des Orkantiefs Xaver hat die Kieler Stadtverwaltung von Donnerstag, 14 Uhr an, bis einschließlich Freitag alle Einrichtungen und Ämter geschlossen. Bürgermeister Peter Todeskino verteidigt die Schließung: „Die Entscheidung ist nach intensiven Beratungen und aufgrund der bis Freitagmittag nichts Gutes verheißenden Unwetterprognosen auf Empfehlung der Feuerwehr getroffen worden. Die wegen des Orkans zu befürchtenden umfangreichen Folgewirkungen, vor allem auf die Verkehrswege und Gebäude, haben uns Donnerstagnachmittag bewogen, den über 4.500 städtischen Beschäftigten auch für Freitag Dienstbefreiung zu erteilen. Dies geschah unter Abwägung vieler Aspekte, vor allem aus Fürsorge vor Gesundheitsgefährdungen der Beschäftigten und Besucher sowie mit dem Ziel, die Verkehrssituation deutlich zu entlasten. Nachdem das Bildungsministerium des Landes aufgrund der Wetterprognose alle Schulen geschlossen hatte, wurde von städtischer Seite mit den Kindertagesstätten ebenso verfahren. Für die städtischen Kindertagesstätten wurde jedoch ein Notdienst angeboten; den freien Trägern wurde dies zur Nachahmung empfohlen. Auch standesamtliche Trauungen sowie eine nicht verschiebbare Bestattung konnten vollzogen werden. Dafür danke ich den beteiligten städtischen Mitarbeitern ausdrücklich. Ich bin ich sehr erleichtert, dass es glimpflich abgelaufen ist. Mein großer Dank gilt insbesondere den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr, die in über 120 Einsätzen wieder ihr Bestes gegeben haben.“

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14.34 Uhr: Musikabend in Eckernförde entfällt

Die für Freitagabend geplante Musik in der Eckernförder St.-Nicolai-Kirche anlässlich des 100. Geburtstages von Benjamin Britten wurde aufgrund der Witterungsbedingungen kurzfristig abgesagt. Das Konzert, das um 19 Uhr beginnen sollte, wird voraussichtlich im Februar nachgeholt. Die Karten behalten ihre Gültigkeit.

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14.31 Uhr: Fehmarn ist abgeschnitten

Aufgrund der aktuellen Wetterlage und eines umgekippten Lkws wird die Fehmarnsundbrücke den ganzen Tag gesperrt. Derzeit stehen auf der A1 in Fahrtrichtung Norden von der Anschlussstelle Heiligenhafen bis zur Rampe der Fehmarnsundbrücke 300 LKWs im Stau.

Die Fährverbindung Puttgarden-Rödbyhavn ist ebenfalls nicht mehr aktiv, da der Fährhafen Puttgarden durch Niedrigwasser angelaufen werden kann. Alle vier Vogelflugfähren befinden sich derzeit in Warteposition im Fehmarnbelt. Bei dem Orkan hat sich am Morgen in Puttgarden außerdem das schwimmende Einkaufszentrum „Boardershop“ losgerissen.  

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14.24 Uhr: Feuerwehr: Vorwarnzeit hat sich ausgezahlt

Der Landesfeuerwehrverband dankt allen Arbeitgebern, die die Feuerwehrmitglieder problemlos für diese Sturm-Einsätze abgestellt haben. Landesbrandmeister Detlef Radtke: "Ohne das Zutun der Arbeitgeber funktioniert dieses engmaschige Netz der schnellen Hilfe nicht." Die Feuerwehr resümierte zudem: "Die relative lange Vorwarnzeit hat sich ausgezahlt. Die Tipps zum Verhalten bei Orkan wurden von den Medien breitflächig veröffentlicht und kamen bei den Nutzern an. Und auch der Appell, die Notrufleitungen nur bei wirklichen Notfällen zu nutzen, wurde weitgehend erhört."

Über 2000 Einsätze liefen bei den Feuerwehren in Schleswig-Holstein auf. Foto: pae

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14.22 Uhr: Bilanz für Sylt

Sylts Bürgermeisterin Petra Reiber zieht Bilanz: „Das war die schwerste Sturmflut, die wir von der Dauer und vom Wasserstand her seit Jahrzehnten hatten.“ Die Promenade von Westerland wurde in der Nacht überflutet; Wellen schlugen über die Kante. In List stand der Fähranleger komplett unter Wasser. Auch in Keitum und Munkmarsch war viel Wasser aufgelaufen. „In Keitum am Grünen Kliff bauen wir so etwas wie einen provisorischen Deich“, schilderte Reiber. Das Wasser sollte nicht in die dahinter liegende Siedlung laufen. Wie auch auf Helgoland seien auf Sylt mehrere Dächer beschädigt worden, berichtete Reiber. An der Westerländer Feuerwache drohte demnach das Dach abzuheben. Aber es sei noch rechtzeitig gesichert worden. Für eine endgültige Bewertung wollte Reiber noch das nächste Hochwasser abwarten, das aber nicht mehr mit so hoch ausfallen sollte wie das vorige in der Nacht. „Vielleicht sind wir ja mit einem blauen Auge davongekommen.“

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14.20 Uhr: Weniger Schäden als befürchtet

Orkantief „Xaver“ hat in Schleswig-Holstein deutlich weniger Schaden angerichtet als im Vorfeld befürchtet. „Wir haben mit Stand Freitagmittag im Vergleich zu Orkantief „Christian“ nur ein Zehntel so viele Schadensfälle“, sagte Pressesprecher Heiko Wischer von der Provinzial Nord Brandkasse. Bislang seien einige hundert Schadensfälle gemeldet worden. Einige größere Schäden im Bereich von mehr als 20 000 Euro habe „Xaver“ allerdings auf der Nordseeinsel Sylt angerichtet. Dort hatte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagabend Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometer pro Stunde registriert.

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14.15 Uhr: Bilder vom Sturm

Der Sturm flaut langsam ab - auch in Kalifornien (Kreis Plön). Werft mal einen Blick auf die Webcam der Tourismus-Zentrale.

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13.42 Uhr: Weniger Schäden in Schleswig-Holstein als befürchtet

Orkantief „Xaver“ hat in Schleswig-Holstein deutlich weniger Schaden angerichtet als im Vorfeld befürchtet. „Wir haben mit Stand Freitagmittag im Vergleich zu Orkantief „Christian“ nur ein Zehntel so viele Schadensfälle“, sagte Pressesprecher Heiko Wischer von der Provinzial Nord Brandkasse. Bislang seien einige hundert Schadensfälle gemeldet worden. Einige größere Schäden im Bereich von mehr als 20 000 Euro habe „Xaver“ allerdings auf der Nordseeinsel Sylt angerichtet. Dort hatte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagabend Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometer pro Stunde registriert.

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13.29 Uhr: Xaver sorgt erneut für Flugausfälle in Hamburg

Das Orkantief „Xaver“ hat am Hamburger Flughafen am Freitag wieder für zahlreiche Flugausfälle gesorgt. Knapp ein Viertel der An- und Abflüge wurde gestrichen, teilte der Flughafen am Mittag mit. Auch am Nachmittag sei mit Flugausfällen und Verspätungen zu rechnen. Die Abfertigung von Flugzeugen müsse wegen starker Sturmböen und Regens immer wieder unterbrochen werden. Passagiere sollten sich auf der Homepage des Flughafens informieren.

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13.06 Uhr: Baum stürzt auf Backhaus

Auf Hof Aderhold ist ein Baum auf das 200 Jahre alte Backhaus gekippt. Leser Thies Aderhold hat ein Foto geschickt:

Auf Hof Aderhold ist ein Baum auf das alte Backhaus gekippt.

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12.54 Uhr: „Badewanneneffekt“ sorgt für Sturmflut an der Ostsee

Nach den schweren Sturmfluten an der Nordseeküste müssen sich die Menschen an den Ostseeküsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns auf eine Sturmflut einstellen. Schuld ist der sogenannte Badewanneneffekt. Bei Sturm aus Westen oder Nordwesten wird das Wasser der Ostsee von den Küsten weggedrückt. Lässt der Wind nach, schwappt das Wasser wieder zurück. „Doch dieser Schwingungseffekt wird oft überschätzt“, sagte der Leiter des Vorhersagedienstes des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Stephan Dick, am Freitag. Die direkte Windeinwirkung habe meist den größeren Anteil an einer Ostsee-Sturmflut, sagte er.

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12.42 Uhr: Kieler Weihnachtsmarkt öffnet wieder

Der Weihnachtsmarkt in Kiel öffnet um 15 Uhr wieder seine Pforten. Den Beschickern ist allerdings freigestellt, ob sie am Nachmittag ihre Bude für den Verkauf aufmachen.

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12.35 Uhr: Fähre Sehestedt nimmt Betrieb auf

Die Fähre in Sehestedt transportiert jetzt auch wieder Fahrzeuge. Der Schaden am Anleger ist beseitigt.

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12.34 Uhr: Eisfestival öffnet wieder

Das Eisfestival auf dem Rathausplatz in Kiel öffnet um 17 Uhr wieder - allerdings nur für die gebuchten Weihnachtsfeiern und das Eisstockschießen. Am Sonnabend um 10 Uhr ist die Eisfläche wieder für alle nutzbar. Am Donnerstagabend war eine Plane eingerissen. Diese wurde bereits repariert.

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12.30 Uhr: Bahnverkehr weiter eingeschränkt

Der Fernverkehr von und nach Schleswig-Holstein sowie nach Dänemark sei noch eingestellt, ebenso der Sylt-Shuttle zwischen Niebüll und Westerland, teilte die Bahn mit. Im Regionalverkehr seien die Fahrzeiten auf vielen Strecken aufgrund verminderter Geschwindigkeiten länger als geplant. Die Bahn versucht, als Ersatz auf gesperrten Strecken Busse einzusetzen. Der Abschnitt Elmshorn-Itzehoe ist nicht befahrbar, die Regionalbahnen pendeln aber zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Elmshorn. Zwischen Wrist und Kiel gibt es ebenso eine Sperrung wie zwischen Kiel und Eckernförde. Auch auf der Strecke Hamburg-Neumünster-Flensburg kann die Bahn nicht durchgängig fahren. Die Linie Husum-St. Peter-Ording sollte voraussichtlich bis zum Mittag gesperrt bleiben.

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12.29 Uhr: Hamburg droht weitere schwere Sturmflut

In Hamburg droht am Freitagabend eine weitere schwere Sturmflut. Gegen 19.00 Uhr wird ein Wasserstand von etwa drei Metern über dem Mittleren Hochwasser (rund fünf Meter über Normal Null) erwartet, wie die Innenbehörde ankündigte. Die Flut würde damit mindestens einen Meter niedriger auflaufen als am frühen Freitagmorgen. Im Laufe des Nachmittags müssten erneut Teile des Hafens gesperrt werden, sagte Behördensprecher Frank Reschreiter: „Aber es sind viel weniger Sperrungen als in der vergangenen Nacht.“

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12.28 Uhr: Wälder glimpflich davongekommen

Durch „Xaver“ seien nicht einmal zehn Prozent der Schäden entstanden, die „Christian“ vor fast sechs Wochen anrichtete, sagte Isa-Maria Kuhn, Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Damals waren 500 000 Festmeter Holz angefallen. „Einzelne Betriebe sind natürlich betroffen.“ Die Kammer, die Privat- und Kommunalwaldbesitzer betreut, ruft dazu auf, nicht allein im Wald aufzuräumen. „Man sollte mit Spezialfirmen arbeiten.“ Die Bäume stünden nach dem Sturm unter Spannung und müssten nach genauer Berechnung gefällt werden. Entwarnung gibt es auch in Bezug auf Weihnachtsbäume: Diese sind nach Angaben von Kuhn nicht in Gefahr, da sie dichter stünden und kleiner seien.

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12.08 Uhr: Erleichterung nach Sturmnacht

Aufatmen im Hotel „Anker's Hörn“ an der besonders gefährdeten Nordwestspitze von Langeneß. Bis auf den äußersten Rand der 5,30 Meter hohen Warft schossen die Wellen, aber das wenige Meter entfernte Hotel bleibt verschont. Hotelier Malte Karau (36) und sein Onkel Malte Lorenzen (67) sind erleichtert.

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12.00 Uhr: Color Line kommt verspätet in Oslo an

Während in Kiel die Fähren aus Göteborg und Oslo pünktlich eintrafen, hat es die „Color Magic“ im Skagerrak etwas schlimmer erwischt. Das Schiff musste aus Sicherheitsgründen (zum Wohl der Passagiere) die Geschwindigkeit reduzieren. Die Ankunftszeit in Oslo verschiebt sich von 10 auf 13 Uhr. Das Schiff soll aber Oslo noch am Freitag wieder in Richtung Kiel verlassen.

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11.43 Uhr: Kieler Umweltminister Habeck erleichtert nach Sturmnacht

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat sich nach der überstandenen Sturmnacht erleichtert gezeigt. „Heute Nacht hat Deutschland den Atem angehalten und auf unsere Deiche geschaut — sie haben Stand gehalten“, sagte Habeck am Freitag. Die Mitarbeiter des Küstenschutzes hätten tolle Arbeit geleistet. „Für die durchwachte Nacht, für Arbeit und Ausdauer und die Verlässlichkeit danke ich von ganzem Herzen“, sagte Habeck.

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11.39 Uhr: Hamburger Dom und Weihnachtsmärkte öffnen wieder

Auf dem Hamburger Winterdom kann es nach dem Abflauen des Orkantiefs Xaver am Freitag wieder rundgehen. Nur das Feuerwerk am Abend sei aus Sicherheitsgründen abgesagt worden, teilte die Wirtschaftsbehörde mit. „Einzelne Fahrgeschäfte, die durch Bauauflagen und konstruktionsbedingt bei schlechtem Wetter nicht betrieben werden können, bleiben bei starkem Wind geschlossen.“ Auch die Weihnachtsmärkte können am Freitag wieder öffnen, hieß es auf dem Internetportal der Stadt Hamburg: „Den Veranstaltern bleibt jedoch überlassen, nach eigenem Ermessen abzusagen.“

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11.30 Uhr: Rekordwerte im Norden

Jetzt gibt es die ersten Xaver-Ergebnisse auch amtlich. Der Norden liegt bei den Wind-Spitzenwerten des Deutschen Wetterdienstes vorne. Hier eine kleine Rangliste: Glücksburg (Schleswig-Holstein) — Ortsteil Meierwik: 158 km/h - Brocken (Harz/Sachsen-Anhalt) 155 km/h - Spiekeroog (Ostfriesland/Niedersachsen): 148 km/h - List auf Sylt (Nordfriesland/Schleswig-Holstein): 148 km/h - Fichtelberg (Erzgebirge/Sachsen): 144 km/h - Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein): 144 km/h - Strucklahnungshörn (Nordfriesland/Schleswig-Holstein): 140 km/h - Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) Stadtteil Warnemünde: 137 km/h - Büsum (Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein): 137 km/h.

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11.30 Uhr: Schleuse in Brunsbüttel schleust wieder Schiffe

Zunächst werden nur die Schiffe aus dem Kanal ausgeschleust, die seit Donnerstag im Kanal eingeschlossen waren. Zusätzlich muss ein Schaden begutachtet werden.  In der Nacht war der Frachter „Pauline Russ“ bei einem  Teil der Schleusenmauer kollidiert. In den Kanal werden vorerst aber noch keine Schiffe eingeschleust. Da die Wirkung des nächsten Hochwassers gegen 16 Uhr noch nicht absehbar ist.

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11.15 Uhr: Schäden auf Helgoland

Orkantief „Xaver“ hat an der Helgoland vorgelagerten Düne Schäden verursacht. Bei Windstärken bis zur Stärke 12 sei es zu größeren Sandabtragungen und Wassereintritt gekommen, teilte die Gemeinde am Freitag mit. Die Düne war vorsichtshalber geräumt worden. Auf der Hauptinsel wurden keine größeren Schäden verzeichnet.

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11.05 Uhr: Fähren fahren wieder

Die nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr sind wieder erreichbar. Die ersten Fähren von den Inseln sind um 10.45 Uhr gestartet, wie eine Sprecherin der Reederei W.D.R sagte. Um 12.00 Uhr soll das erste Schiff umgekehrt vom Festland ablegen. Der Anleger in Dagebüll sei nach den Überflutungen am Vortag wieder freigeräumt. Am Nachmittag wird der Fährbetrieb aber bis zum Abend wegen einer erneuten Sturmflut zunächst wieder ausgesetzt. Die Halligen werden am Freitag nicht angefahren. Von Sylt kommen Besucher und Anwohner noch nicht wieder mit dem Auto zurück aufs Festland.

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10.50 Uhr: Sondersendungen zu „Xaver“ sind Quotenhits

Nichts anderes hat die Fernsehzuschauer am Donnerstagabend so sehr interessiert wie Orkan „Xaver“, der über Norddeutschland fegte. 7,71 Millionen Zuschauer schalteten um 20.15 Uhr in der ARD den größten Quotenhit „Brennpunkt“ ein. Das entspricht einem Marktanteil von 23,9 Prozent. Das „ZDF spezial“ um 19.20 Uhr zu dem Sturm erreichte 5,22 Millionen Menschen (19,3 Prozent). Das „heute-journal“ um 21.45 Uhr verfolgten später 6,12 Millionen (21,9 Prozent). Die meistgesehene Sendung des Abends, die nichts mit dem Wetter zu tun hatte, war die Familienserie „Der Bergdoktor“ um 20.27 Uhr im Zweiten, die 5,93 Millionen Zuschauer (18,3 Prozent) erzielte.

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10.47 Uhr: Bahnlinie Berlin-Hamburg wieder frei

Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin ist nach einer Sperrung wegen umgestürzter Bäume wieder frei. Das teilte ein Bahnsprecher mit. Im Orkan „Xaver“ war auch auf die Strecke Hannover-Hamburg ein Baum gefallen. Sie sei inzwischen wieder eingleisig befahrbar, noch im Laufe des Vormittags solle auch das zweite Gleis freigeräumt werden, teilte der Sprecher mit. Nördlich von Hamburg bleibe der Fernverkehr voraussichtlich den ganzen Freitag eingestellt.

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10.46 Uhr: Ausnahmezustand aufgehoben

Der Ausnahmezustand der Kooperative Regionalleitstelle West (KRLS) ist ab sofort aufgehoben. Nach einer aktuellen Bewertung der Lage  haben die Führungsgruppe für die Leitstelle und die Ansprechgruppen des Katastrophenschutzes in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg die Arbeit zunächst beendet. „Die aktuelle Wetterlage und die Prognose zeigen eine deutliche Entspannung der Lage“, so Stephan Bandlow, Leiter des kommunalen Teils der KRLS. „Wir beobachten die Lage aber weiterhin sehr aufmerksam“.

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10.40 Uhr: Fähranleger beschädigt

Autos und andere Fahrzeuge können bei Sehestedt nicht mehr übersetzen. Der Fähranleger wurde laut Wasser- und Schifffahrtsamt beschädigt. Nur noch Fußgänger und Radfahrer werden befördert.

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10.38 Uhr: Strand ist schon ganz weiß

KN-Reporterin Imke Schröder berichtet: "In Eckernförde schneit es heftig. Viele Autos auf der B76 fahren nur 50 km/h. Der Strand ist schon ganz weiß."

In Eckernförde bleibt der Schnee schon liegen. Foto: iks

10.28 Uhr: Bahnlinie Hamburg - Berlin unterbrochen

Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin ist seit Freitagmorgen unterbrochen. Im Orkan „Xaver“ waren Bäume auf die Gleise gestürzt, wie ein Bahnsprecher am Morgen in Berlin mitteilte. Ab Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern würden die Fahrgäste mit Busse weiter nach Hamburg gebracht. Die am Vormittag abfahrenden Fernzüge auf der Linie Hamburg-Berlin würden bis auf weiteres umgeleitet. Auch die Strecke Hannover-Hamburg war am Morgen gesperrt, ist nach Angaben der Bahn inzwischen wieder eingleisig befahrbar. Nördlich von Hamburg bleibe der Fernverkehr voraussichtlich den ganzen Freitag eingestellt.

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10.05 Uhr: CAU Kiel bleibt geschlossen

Alle Lehrveranstaltungen und sonstige universitäre oder externe Veranstaltungen wie das Freitagabend-Konzert der A-Cappella-Party im Audimax an der CAU Kiel fallen aus. Die Beschäftigten werden ganztägig von ihrer Dienstverpflichtung freigestellt. Notdienste werden aufrechterhalten. Wer außerhalb von Notdiensten in Universitätsgebäuden verbleibt, tut dies auf eigene Gefahr und ohne Versicherungsschutz im Fall eines Unfalls.


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10.44 Uhr: Fähren wieder freigegeben

Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat die Fähren bei Breiholz, Nobiskrug, Sehestedt und Landwehr sowie die Schwebefähre Rendsburg wieder freigegeben.

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10.01 Uhr: Sperrung der Holtenauer Straße

In der Holtenauer Straße hatte sich auf dem Dach eines sechsgeschossigen Mehrfamilienhauses großflächig Dach- und Dämmmaterial gelöst und drohte herunter zu stürzen. Einsatzkräfte sägten die losen Dachteile ab und transportierten mittels einer Drehleiter sicher in den Innenhof. Zu weiteren Hilfeleistungen im Kieler Stadtgebiet wurden sechs Freiwillige Wehren eingesetzt.

Die Feuerwehr musste ein Dach sichern. Foto: pae

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Das Orkantief „Xaver“ ließ die Bewohner an der Nordseeküste und in Hamburg auch nachts nicht in Ruhe. Trotz Orkanböen mit Tempo 140 in der Spitze blieben die Schäden aber wohl gering. Auf Hamburg rollt eine schwere Sturmflut zu.

9.57 Uhr: Wellblechhalle abgedeckt

Große Teile (ca. 25x40 Meter) einer Wellblechhalle in Ellerbek (Kreis Pinneberg) hatten sich am Donnerstagabend losgerissen. Die Seitenkonstruktion und der Dachstuhl waren bereits stark beschädigt. Da die Polizei nicht abschätzen konnte, wie sich der Sturm weiterentwickelt, mussten zwei Anwohner sicherheitshalber die Nacht in einer Pension verbringen. Die Halle darf auch am Freitag noch nicht betreten werden. Die Sperrung der Straße besteht weiterhin.

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9.50 Uhr: Noch eine Sturmflut am Abend

Auf das Hochwasser in Hamburg folgt ein weiteres: Am Freitagabend wird eine weitere Sturmflut in Hamburg erwartet — mit allerdings deutlich niedrigeren Wasserständen. Das BSH ging zunächst von rund drei Metern über dem Mittleren Hochwasser aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete in der Hansestadt den ganzen Freitag über mit Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometern.

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9.12 Uhr: Räumfahrzeuge fahren durch Kiel

Die ersten Räumfahrzeuge sind in Kiel unterwegs. Bislang blieb der Schnee nicht wirklich auf den Straßen liegen.

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9.05 Uhr: Frachter rammt Schleusentor

Beim Auslaufen aus der Schleuse Brunsbüttel hat ein Frachter das Südschleusentor gerammt. Das muss nun repariert werden. Erst im Sommer war es aufwendig erneuert worden.

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8.58 Uhr: Xaver sorgt erneut für Flugausfälle

Das Orkantief Xaver hat am Hamburger Flughafen am Freitag wieder für zahlreiche Flugausfälle gesorgt. „Am Vormittag müssen Passagiere mit Flugstreichungen und Verzögerungen rechnen“, sagte eine Sprecherin. Die Abfertigung von Flugzeugen sei bei dem starken Wind erheblich erschwert. Wenn der Orkan im Laufe des Tages abflaue, könnte sich der Betrieb aber wieder normalisieren: „Für den Nachmittag sieht es noch ganz gut aus.“ Passagiere sollten sich auf der Homepage des Flughafens informieren. Am Donnerstag waren fast alle Starts und Landungen in Hamburg gestrichen worden.

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8.22 Uhr: Zwei Leichtverletzte nach Unfällen

Insgesamt 93 unwetterbedingte Einsätze hat die Polizeidirektion Neumünster in ihrem Zuständigkeitsbereich bis 4.00 Uhr verzeichnet. Bäume waren auf die Straße gestürzt, Gegenstände wie Verkehrszeichen und Bauzäune kippten um, Planen flogen durch die Luft.  Bei einem Unfall in Eckernförde stürzte ein Radfahrer aufgrund des Sturms und wurde leicht verletzt. Auf der L 121 zwischen Henstedt und Aukrug fuhr ein Pkw gegen einen auf der Fahrbahn liegenden Baum. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.

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8.03 Uhr: Stromausfall am Hamburger Hauptbahnhof

Am Hamburger Hauptbahnhof soll es einen Stromausfall geben:


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8.00 Uhr: Warften halten Xaver nur knapp stand

Auf der größten Hallig Langeneß halten an der besonders gefährdeten Nordwestspitze manche Warften der schweren Sturmflut und Orkan „Xaver“ nur knapp stand. Am Hotel „Anker's Hörn“ spritzen Nordseewellen am Freitagmorgen fast bis auf den Rand der 5,30 Meter hohen Warft. Bei nächtlichen Rundgängen um die Warft wird die Lage kontrolliert. Im Kegel der Taschenlampe schäumt die Nordsee knapp bis an die Füße, der Sturm reißt den Männern fast die Beine weg. Mit Sandsäcken und Wasserabweisern vor den Häusern, Schotten an Fenstern und Türen haben die Bewohner ihre Häuser geschützt. Eine Schrecksekunde gab es noch am Donnerstagabend im „Anker's Hörn“: Plötzlich pfiff der Orkan durchs Haus. Der Sturm aus Nordwest hat ein zweiflügeliges großes Fenster aufgedrückt. Männer stemmen sich gegen das Fenster, bis es mit drei dicken, schnell zugesägten Holzbrettern zwischen den Mauervorsprüngen wieder gesichert ist.

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7.57 Uhr: Deiche sind stabil

Die schwere Sturmflut hat in der Nacht zum Freitag an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste nur für leichte Schäden gesorgt. „Die Deiche haben gehalten“, sagte der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Johannes Oelerich, am Freitagmorgen. „Insofern können wir davon sprechen, dass diese Sturmflut glimpflich abgegangen ist.“ Lediglich an einer Stelle in Nordstrand sei eine Schicht „leicht angeknabbert“ worden, es sei aber kein Wasser durchgekommen. Am Pegel Husum wurden nach Oelerichs Angaben Wasserstände von 3,27 Meter über dem Mittleren Hochwasser verzeichnet. „Damit würde diese Sturmflut den Platz 6 der Sturmfluten seit 1962 einnehmen.“

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7.50 Uhr: Leserfotos zu Sturm Xaver

Jens Hampe hat uns schon ein Foto von Sturm Xaver geschickt. Wenn auch Sie Fotos und Videos gemacht haben, lassen Sie uns doch diese per Mail an onliner@kieler-nachrichten.de zukommen. Wir stellen die Fotos (max. 2 MB pro Bild) zur Bildergalerie.

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7.32 Uhr: Starker Schneefall im Kreis Plön

Zwischen Lütjenburg und Plön ist viel Schnee gefallen. Bitte hier vorsichtig fahren. Die Straßen könnten glatt sein.

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7.30 Uhr: Kleine Umleitung

Die Buslinien 100 und 101 fahren ohne Verzögerung, allerdings nicht durch die Kitzeberger Kurven, sondern über Mönkeberg. Die Straßen sind etwas matschig und glatt.

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7.24 Uhr: Viele Einsätze für Feuerwehr und Polizei

Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein mussten bis Freitagmorgen rund 2000 Einsätze abarbeiten: Die meisten sturmbedingten Einsätze werden aus den Kreisen Pinneberg, Dithmarschen und Steinburg gemeldet (insgesamt 738). In Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Flensburg waren die Feuerwehren rund 300mal gefordert. Einsatzschwerpunkte war zudem Rendsburg-Eckernförde (230).

Bei den Regionalleitstellen der Polizei liefen bis 5.30 Uhr etwa 550 Einsätze auf. Hauptsächlich wurde die Polizei zu umgestürzten Bäumen, verwehten Schildern und heruntergefallenen Dachziegeln gerufen.

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7.19 Uhr: Schneefall setzt in Kiel ein

Sylt hat den ersten Schneefall bereits hinter sich. In Kiel fallen die ersten Flocken vom Himmel.

In Kiel fallen die ersten Flocken vom Himmel. Foto tak

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7.18 Uhr: Weitere Sturmflut erwartet

Die nächste Sturmflut am Freitagnachmittag soll etwas schächer ausfallen. Dann soll die Nordsee zwei Meter über mittlerem Hochwasser erreichen, hieß es am Freitagmorgen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg.

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7.11 Uhr: Warnung vor weiteren Orkanboen

In den Morgenstunden erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch einmal massive Orkanböen und starken Regen. Ab 10 Uhr soll der Wind an Kraft verlieren.

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7.01 Uhr: Kein Zug von Kiel nach Hamburg

Am Bahnhof Kiel geht noch nicht viel: Der Bahnverkehr nach Hamburg ist komplett eingestellt. Die Fahrgäste warten auf den Beginn des Schienenersatzverkehrs. Der Service der Deutschen Bahn kann noch nicht sagen, wann es so weit sein wird.

Am Kieler Bahnhof warten die Bahnreisenden auf Schienenersatzverkehr. Foto: wcz

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6.56 Uhr: Scheitel der Sturmflut erreicht Hamburg

Der Scheitel einer der schwersten Sturmfluten der vergangenen Jahrzehnte hat Hamburg am frühen Freitagmorgen erreicht. „Die Wasserstände fallen bereits wieder“, sagte Thomas Butter von der Hamburger Innenbehörde. Die sehr schwere Sturmflut erreichte einen Pegel von fast vier Metern über dem Mittleren Hochwasser (6,09 Meter über Normal Null). „Damit haben wir eine Sturmflut, die es in den letzten 10, 20 Jahren nur sehr selten gegeben hat“, sagte Butter am Freitagmorgen.

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6.50 Uhr: Hamburger Hafen geräumt und gesperrt

Der Hamburger Hafen wurde in der Nacht zum Freitag geräumt und gesperrt. „Ab 2.30 Uhr durfte keiner mehr hereinfahren“, teilte Hamburgs Behördensprecher Thomas Butter  mit. Der Fischmarkt und einige Straßen entlang der Elbe stehen bereits unter Wasser. Einige Menschen, die im Hafen wohnen, verließen ihre Häuser: „Das betrifft aber nur eine Handvoll Leute.“ Alle 38 Hochwasserschutztore wurden geschlossen. Bei dem Tor an den Landungsbrücken hatte es zunächst Probleme gegeben. Durch die Sturmflut verschieben sich die Arbeitsschichten im Hafen nach hinten, wie Butter erklärte - etwa bei der Werft Blohm+Voss. Im morgendlichen Berufsverkehr rechnet die Innenbehörde mit starken Behinderungen. So ist unter anderem eine Straße durch den Hafen von Hamburg-Waltershof in Richtung Hafencity und Innenstadt gesperrt. „Das wird spürbar.“

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6.00 Uhr: Windboe erfasst LKW

Der Übergang der Autobahn 21 zur Bundesstraße 404 in Höhe Wankendorf musste nach Informationen der Polizei wegen eines umgestürzten LKW-Anhängers voll
 gesperrt werden. Der Lastwagen wurde gegen 1:40 Uhr von einer Windböe erfasst, so dass der mit Obst und Gemüse beladene Anhänger umstürzte. Die Berungsarbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. Die Straße musste in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Der Fahrer wurde nicht verletzt.

Eine Windböe hat auf Fehmarn einen Lkw erfasst. Foto: dny Quelle: dny

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5.57 Uhr: Keine schweren Schäden in Kiel und Plön

Das Sturmtief Xaver hat in der Nacht zu Freitag den Bereich der Polizeidirektion Kiel weitestgehend verschont. Im Zeitraum zwischen 19 und 5 Uhr rückten die Kieler und Plöner Polizisten zu insgesamt 56 sturmbedingten Einsätzen aus. In allen Fällen gab es keine verletzten Personen und lediglich geringe Sachschäden. Seit Beginn des Sturms ab 12 Uhr mittags zählten die Beamten der Kieler Regionalleitstelle 80 Einsätze, die in direktem Zusammenhang mit dem Sturmgeschehen stehen. Die Polizei spricht von einem normalen Einsatzaufkommen. 

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5.45 Uhr: Strecke Neumünster - Bad Segeberg - Bad Oldesloe wieder frei

 Am Freitagmorgen nahm die Nordbahn den Betrieb auf der Strecke Neumünster-Bad Segeberg-Bad Oldesloe wieder auf. Erkundungsfahrten auf den AKN-Strecken ergaben keine Einschränkungen, wie das Unternehmen mitteilte. Am Donnerstagabend war eine Regionalbahn der AKN an einem Bahnübergang in Elmshorn (Kreis Pinneberg) gegen einen umgestürzten Baum geprallt. Der Zugführer wurde leicht verletzt. Auch ein Zug der Hamburger Hochbahn fuhr in Großhansdorf (Kreis Stormarn) gegen einen umgestürzten Baum und entgleiste. Die Retter holten sechs Menschen aus dem Zug der U1, wie ein Polizeisprecher sagte. Einer von ihnen sei leicht verletzt gewesen.

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5.10 Uhr: Bäume blockieren Straße

Donnerstagabend mussste die L319 Neumünster Richtung Brockenlande für ca. 15 Minuten gesperrt werden. Ein Baum war auf die Straße gefallen. Er musste von der Berufsfeuerwehr Neumünster zerkleinert werden. In der Schwalbenstraße lag eine zehn Meter lange Birke, die von der Berufsfeuerwehr Neumünster entfernt wurde.  

Die Feuerwehr musste umgeknickte Bäume entfernen. Foto: tny Quelle: tny

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5.42 Uhr: Sturmflut setzt Küste zu

Eine weitere heftige Sturmflut mit Orkanböen hat am frühen Morgen die Nordseeküste heimgesucht. Nach ersten Erkenntnissen hielten die Deiche jedoch stand, wie Deichgänger in den Kreisen Steinburg und Nordfriesland feststellten. Der Pegelhöchststand in Husum betrug 3,22 Meter über dem mittleren Hochwasser – prognostiziert waren 3,50 Meter. Es seien zunächst keine größeren Schäden gemeldet worden, hieß es. 

Die größte Hallig Langeneß und die benachbarte Hallig Hooge stehen seit Donnerstagnachmittag unter Wasser. Die Warften, künstliche Erdhügel, auf denen alle Häuser auf den Halligen gebaut sind, ragten aber noch knapp aus dem Wasser. Der Hochwasserstand Pegel Hooge lag noch einmal 25 Zentimeter höher als am Donnerstagnachmittag. Das Hochwasser erreichte gegen 3.30 Uhr seinen Höchstwert von etwa 2,55 Meter über dem mittleren Hochwasser - danach Tendenz fallend. Auf Langeneß hielten an der besonders gefährdeten Nordwestspitze manche Warften der schweren Sturmflut und dem Orkan Xaver nur knapp stand. Am Hotel „Anker's Hörn“ spritzten Nordseewellen fast bis auf den Rand der 5,30 Meter hohen Warft. Die meisten anderen Warften auf Langeneß sind ein wenig höher.

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5.40 Uhr: Sehr schwere Sturmflut in Hamburg erwartet

Die Hamburger Innenbehörde warnte vor einer sehr schweren Sturmflut. Das Wasser werde gegen 6.30 Uhr auf 6,10 Meter über Normalnull (NN) am Pegel St. Pauli steigen, sagte ein Sprecher. Die Hochwasserschutzanlagen haben nach Angaben der Behörde Höhen zwischen 7,50 Meter und 9,25 Meter über NN. Der innere Hafenbereich bis auf die höher gelegenen Terminals Waltershof und Altenwerder wurde gesperrt. Menschen mussten das Gebiet, das in etwa dem ehemaligen Freihafen entspricht, verlassen. Fahrzeuge dürfen nicht hineinfahren. Fahrer mit Ziel Hamburger Hafen wurden aufgerufen, Parkplätze anzufahren. Die Anwohner der Elbgebiete, etwa in der Hafencity, können aber in ihren Wohnungen bleiben. «Niemand muss sein Haus verlassen», sagte der Sprecher des Katastrophenstabes der Innenbehörde.

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5.20 Uhr: S-Bahn entgleist - Ein Verletzter

Ein Zug der Hamburger Hochbahn ist in der Nacht zum Freitag in Großhansdorf (Kreis Stormarn) gegen einen umgestürzten Baum gefahren und entgleist. Die Retter holten sechs Menschen aus dem Zug der U1, wie ein Polizeisprecher sagte. Einer von ihnen sei leicht verletzt gewesen. Das Triebfahrzeug sei bei dem Unfall gegen einen Brückpfeiler gestoßen. Der dabei entstandene Schaden sei aber nicht groß. Ein Statiker soll nun das Bauwerk überprüfen. Vermutlich bleibt die Strecke den ganzen Tag gesperrt:


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5.00 Uhr: Kleinlaster von Böe erfasst

An der Fehmarnsundbrücke ist ein Kleinlaster von einer Windböe erfasst und umgekippt worden. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt. Obwohl die Brücke bereits seit Donnerstagaben komplett für Zug- und Fahrzeugverkehr gesperrt ist, befuhr der LKW-Fahrer die Brücke.

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21.32 Uhr: Letzte Meldung für Donnerstag

Der Liveticker macht eine kleine Pause. Wir berichten am Freitagmorgen wieder von Orkan Xaver. Danke fürs Lesen und eine gute Nacht!

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21.29 Uhr: Windboe mit 185 km/h auf Sylt gemessen

Die Kollegen der Unwetterzentrale haben soeben auf Sylt eine Orkanböe von 185 km/h gemessen!

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21.21 Uhr: Orkan legt Birke um

Eine 20 Meter lange Birke hat der Orkan Xaver in der Eckernförder Cäcilienstraße am Donnerstagabend entwurzelt.

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21.17 Uhr: Orkan verlagert sich an die Ostsee

Der Schwerpunkt von Orkan Xaver verlagert sich laut wetteronline.de Richtung Ostsee. 

Xavers Schwerpunkt verlagert sich Richtung Ostsee. Foto: Wetteronline.com

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21.15 Uhr: Eine Tote durch Xaver in Dänemark

Das Orkantief „Xaver“ hat in Dänemark einer 72 Jahre alten Frau das Leben gekostet. Sie sei Beifahrerin in einem Van gewesen, den der heftige Wind von einer Straße bei Holstebro in Jütland geblasen habe, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau. Darauf sei der Wagen mit der Seniorin und ihrem Sohn umgestürzt. Zufällig seien Streifenpolizisten vorbeigekommen, die die 72-Jährige aus dem Auto befreiten. Noch im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus sei sie gestorben. In Dänemark wütete der Sturm bereits seit dem Mittag.

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21.12 Uhr: AKN fährt gegen umgestürzten Baum

Die Regionalbahn AKN ist an einem Bahnübergang in Elmshorn gegen einen umgestürzten Baum. Der Zugführer sei leicht verletzt worden, teilte die AKN mit. Die Bahnreisenden blieben demnach unverletzt. Die Strecke Elmshorn-Sparrieshoop wurde gesperrt. Es gebe einen Ersatzverkehr mit Bussen, hieß es. Auf der zur AKN gehörenden Nordbahn-Strecke Neumünster-Heide-Büsum ist der Betrieb weiter eingestellt.

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Selbst hartgesottene Nordlichter sind beeindruckt: Sturmtief Xaver tobt mächtig an Nord- und Ostsee. Halligen stehen schnell unter Wasser. Das öffentliche Leben ist stark beeinträchtigt. Schiffe bleiben im Hafen, Flugzeuge am Boden, Züge und Busse in den Depots.

20.50 Uhr: Xaver erreicht auf Sylt Geschwindigkeiten von 174 km/h

Eine zweite Welle des Orkantiefs „Xaver“ mit extremen Orkanböen hat am Donnerstagabend die Nordseeinsel Sylt erreicht. Dort sei in List mit 174 Kilometern pro Stunde ein bisheriger Höchstwert gemessen worden, sagte der Meteorologe Karsten Schwanke im NDR-Fernsehen. Laut dem Deutschen Wetterdienst wurden in List auf Sylt um 20.00 Uhr aber lediglich 126 Kilometer pro Stunde erreicht. Der Höchstwert lag demzufolge bei 133 Kilometern pro Stunde.

20.33 Uhr: Kommentar von Klaus Kramer

Chefredakteur Klaus Kramer hat für die Printausgabe den Sturm kommentiert. Schon heute können Sie ihn auf KN-online lesen.

20.24 Uhr: Spitzengeschwindigkeit liegt bei 144 km/h

Mit 144 Kilometern pro Stunde auf Spiekeroog (Niedersachsen) hat Orkantief Xaver am Donnerstag einen vorläufigen Spitzenwert an der Nordseeküste erreicht. Auch wenn der Wind immer wieder nachlasse, sei die ganze Nacht hindurch mit Böen um 140 Kilometern pro Stunde zu rechnen, sagte Manno Peters vom Deutschen Wetterdienst in Hamburg . Eine richtige Pause werde es vorerst nicht geben, auch „wenn der erste Schwung“ an der Nordseeküste nun durch sei. Die am Leuchtturm Kiel gemessene Spitzen-Windgeschwindigkeit lag um 19 Uhr bei 137 Stundenkilometern. In List auf Sylt lag der Wert bei Schneeregen mit Tempo 133 nur gering niedriger. Auf Helgoland legte „Xaver“ wieder leicht zu — von 112 auf 122 Stundenkilometer. Dort gingen Hagelschauer nieder. Auf Fehmarn wurden 115 Stundenkilometer gemessen.

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20.11 Uhr: Überdachung des Eisfestivals in Kiel kaputt

Orkantief Xaver hat einen Teil des Dachs der Eishalle am Rathausplatz in Kiel weggefegt. Mitarbeiter versuchen nun, es wieder zu befestigen.

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19.47 Uhr: Falschmeldung sorgt für Spott im Netz

Für Spott sorgte die falsche Grafik des Nachrichtensenders N24. Dort war eine Windgeschwindigkeit von 1200 km/h für Kiel eingeblendet. Das war eine Null zu viel.


Hier noch eine Reaktionen als Beispiel:


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19.17 Uhr: Warnung vor Orkanböen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Orkanböen in Norddeutschland gewarnt. Diese Unwetterwarnung gelte bis Freitagvormittag (10.00 Uhr), teilte der Deutsche Wetterdienst mit. An der Nordsee sind demnach extreme Orkanböen über 140 Stundenkilometern aus Nordwest zu erwarten. Im Binnenland sowie in Hamburg rechnete der Wetterdienst vor orkanartigen Böen um 110 Stundenkilometern. In exponierten Lagen der Hansestadt müsse mit Orkanböen um 120 Stundenkilometern gerechnet werden. Aufgehoben wurde dagegen die Gewitterwarnung für Hamburg.

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19.14 Uhr: Weniger Polizeieinsätze als an normalen Tagen

Orkantief „Xaver“ hat im Bereich Kiel und Plön bislang weniger Einsätze ausgelöst als erwartet. Bis Donnerstagabend 19 Uhr wurden zwei Dutzend sturmbedingte Einsätze gezählt, wie die Polizei mitteilte. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Auch größere Schäden gab es nicht. Es blieb überwiegend bei umgestürzten Bauzäunen, Verkehrsschildern und abgeknickten Ästen. Die Gesamtzahl der Polizeieinsätze lag am Donnerstagnachmittag sogar noch unter dem täglichen Durchschnitt, hieß es weiter. Die Polizei führte dies unter anderem auf die Besonnenheit der Bürger zurück. Viele Arbeitgeber hätten ihre Beschäftigten früher nach Hause geschickt. Dadurch habe es auf den Kiel Straßen bereits am Nachmittag ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen als üblich gegeben.

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18.47 Uhr: Hamburger Fischmarkt steht unter Wasser

Der Hamburger Fischmarkt steht unter Wasser. Wie so oft bei Sturmfluten, wenn der Wind das Elbwasser vor sich hertreibt, schwappte es an der Fischauktionshalle über die Hafenkante. Der Parkplatz nebendran war geflutet. Die Szenerie zog am Abend ein paar Schaulustige an. Die an der Hafenmeile entlangführende Große Elbstraße ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erwartete in Hamburg-St.Pauli am frühen Abend einen Wasserstand von 1,50 bis 2,00 Meter über dem Mittleren Hochwasser.

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18.42 Uhr: Polizei fährt 190 Einsätze

Sturm Xaver hat der Polizei in Schleswig-Holstein knapp 190 Einsätze beschert. In Thaden im Kreis Rendsburg-Eckernförde brannte ein Haus komplett nieder. Bäume, Verkehrszeichen und Bauzäune stürzten um. Windbedingt kam es im Bereich der Regionalleitstelle Elmshorn zu einem Verkehrsunfall, bei der eine Person verletzt wurde.

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18.41 Uhr: Unwetterwarnung für Hamburg aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Gewitterwarnung für Hamburg aufgehoben. Das teilte der DWD am Donnerstagabend in Offenbach mit. Er warnt aber weiterhin vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten um 110 Stundenkilometern.

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18.24 Uhr: Sporthallen geschlossen

Alle Sporthallen im Kreis Kiel sind am Donnerstag und Freitag geschlossen.

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18.20 Uhr: Keine Anwesenheitspflicht an der Uni

Die Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU) stellt allen Beschäftigten und Studierenden frei, am Freitag ihren Dienst in der CAU anzutreten bzw. an Lehrveranstaltungen teilzunehmen.

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18.16 Uhr: Schlepper sichern "Stena Scandinavica"

Die „Stena Scandinavica“ erhält am Liegeplatz Schlepperhilfe. Der Notschlepper „Kiel“ sichert das Schiff beim Beladevorgang und drückt es mit dem Heck an die Pier. Das Schiff soll aber wie geplant kurz vor 19 Uhr zur Überfahrt nach Göteborg starten.   

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18.10 Uhr: Fotos von Orkan Xaver

Haben Sie Orkan Xaver fotografiert? Dann schicken Sie uns doch Ihr Foto (max. 2 MB) an onliner@kieler-nachrichten.de. Wir stellen es dann zur Bildergalerie.

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18.07 Uhr: Lagebericht des Landesfeuerwehrverbands Schleswig-Holstein

Orkantief „Xaver“ hat weniger Einsätze der Feuerwehr in Schleswig-Holstein am Donnerstagnachmittag ausgelöst als befürchtet. Der Schwerpunkt lag an der Nordseeküste, wie die Feuerwehr mitteilte. In den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie der Stadt Flensburg gab es 45 sturmbedingte Einsätze. Dabei ging es vor allem um umgeknickte Bäume, kurzfristige Straßensperrungen, Unfälle und einige beschädigte Dächer und Fassaden. Schwerpunkte waren laut Feuerwehr Westerland auf der Nordseeinsel Sylt, der Bereich Nordstrand sowie die Stadt Flensburg und Umgebung. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den bisher gemeldeten Schäden und umgeknickten Bäumen hauptsächlich um Altschäden durch Sturm „Christian“ Ende Oktober. Neue gravierende Schäden seien offensichtlich nicht entstanden. Im Kreis Pinneberg gab es 15 sturmbedingte Einsätze, in Dithmarschen 39 und im Kreis Steinburg 20. Die Kieler Feuerwehr berichtete von vier Einsätzen. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde wurde bis zum frühen Abend 18 Einsätze gezählt. Ruhiger ging es in Lübeck (3 Einsätze), den Kreisen Segeberg (7), Ostholstein (7), Herzogtum Lauenburg (7) und Stormarn (10) zu. In Neumünster und dem Kreis Plön wurde gar nichts gemeldet. Es gab bislang keine Verletzte.

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18.04 Uhr: Baum droht auf Straße zu stürzen

In der Holtenauer Straße in Kiel drohte ein Baum auf die Straße zu fallen. Die Feuerwehr rückte mit einer Drehleiter aus und sperrte die Straße für die Baumfällarbeiten.

In der Holtenauer Straße droht ein Baum auf die Straße zu fallen. Foto: Schröder

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17.56 Uhr: Brücken gesperrt

Für den Straßenverkehr besonders wichtige Brücken in Schleswig-Holstein sind am Donnerstag wegen des Orkantiefs Xaver gesperrt worden. Das betraf seit dem Nachmittag die Störbrücke bei Itzehoe im Verlauf der A23 und an der B5 die Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel. Die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal nahe Rendsburg war nach Auskunft des Landespolizeiamtes zeitweise ganz gesperrt und zeitweise nur für Pkw mit Anhänger sowie leere Lastwagen — je nach Windstärke. Gleiches galt für die Fehmarnsund-Brücke.

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17.54 Uhr: Schneefall auf Sylt und Spitzengeschwindigkeiten

Mit 133 Stundenkilometern hat Orkantief Xaver am frühen Abend in List auf Sylt einen vorläufigen Spitzenwert auf der Insel erreicht. Dort setzte zudem Schneefall ein. Die am Leuchtturm Kiel gemessene Spitzen-Windgeschwindigkeit lag um 17 Uhr sogar bei 137 Stundenkilometern. Auf Helgoland ließ Xaver dagegen geringfügig nach — von 119 auf 112 Stundenkilometer. Dort gingen Graupelschauer nieder. Auf Fehmarn wurden 90 Stundenkilometer gemessen. Die Spitzengeschwindigkeiten erwartete DWD-Meteorologe Rüdiger Hartig bis 21 Uhr.

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17.52 Uhr: Umweltminister Habeck: Deiche sind stabil

Für Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) offenbart das Orkantief Xaver, wie wichtig langfristig angelegter Küstenschutz ist. „Den Lohn werden wir heute Nacht einfahren“, sagte er. „Die Deiche sind mächtig und stabil.“ Aber auch das Personal sei bestens aufgestellt und arbeite sehr professionell. Erstmals wurde in Husum ein Sturmflut-Lagezentrum eingerichtet. „Die Urgewalt, die da tobt, macht auch den stärksten Deich und die großen Bagger zu Strichen in der Landschaft“, sagte Habeck. „Das ist ein mächtiger Eindruck.“ Habeck machte sich in Büsum, Husum und Dagebüll ein Bild von der Lage.

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17.39 Uhr: Windböe schleudert Auto auf Gegenfahrbahn

Zwei Menschen sind bei einem sturmbedingten Autounfall in der Nähe von Stockelsdorf (Kreis Ostholstein) am Donnerstagnachmittag leicht verletzt worden. Ein Windböe des Orkantiefs Xaver hatte den Wagen einer 60-Jährigen auf der Landesstraße 184 erfasst, wie die Polizei mitteilte. Das Auto schleuderte auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Fahrzeug eines 49-Jährigen. Der Gesamtschaden betrage rund 13 000 Euro.

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17.37 Uhr: Pinneberg beobachtet Lage

Pinnebergs Landrat Oliver Stolz hat sich gegen einen Katastrophen-Voralarm entschieden. Die aktuelle Sturm-Situation im Kreis erfordere derzeit keine zusätzlichen Maßnahmen. Aber: "Wir beobachten die Lage weiterhin sehr genau", sagte er.

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17.35 Uhr: TV-Sondersendungen zu Xaver

Wegen des Orkantiefs Xaver gibt es am Abend mehrere Sondersendungen im Fernsehen. Für 19.20 Uhr hat das Zweite ein „ZDF spezial“ mit dem Titel „Sturmfront über Deutschland“ ins Programm genommen. Nach der 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“ zeigen die ARD und der NDR dann den ARD-„Brennpunkt“ (20.15 Uhr). Im NDR-Fernsehen sei neben der abendlichen „NDR aktuell“-Ausgabe (22.15 Uhr) zusätzlich jeweils um 21.15 Uhr und 23.15 Uhr ein „NDR aktuell extra“ geplant, berichtete der Sender.

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17.33 Uhr: Besser mal daheim bleiben

Torge Schmidt von der Piratenpartei macht es richtig: Bei dem Wetter einfach mal zu Hause bleiben!


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17.23 Uhr: Ein Lebenszeichen aus Büsum

Unser Reporter Oliver Hamel schrieb uns gerade eine E-Mail: "Hier ist es jetzt so heftig, dass die Heizkörper zittern. Kein Witz."

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17.09 Uhr: Kleinere Schäden an den Deichen

Die schleswig-holsteinische Nordseeküste hat die erste schwere Sturmflut nach ersten Behördeneinschätzungen wohl glimpflich überstanden. „Bisher wurden uns keine größeren Schäden gemeldet“, sagte der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Johannes Oelerich. Kleinere Schäden an Deichen seien allerdings schon aufgetreten. In Husum stand das Wasser nach Angaben Oelerichs um 15.30 Uhr um 3,06 Meter über dem mittleren Hochwasser. Erwartet worden waren 2,5 Meter. „Das Wasser fällt jetzt wieder“, sagte Oelerich.

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16.57 Uhr: Neuer Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat einen neuen Warnlagebericht online gestellt.


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16.55 Uhr: Kurzfristige Sperrungen auf der A7 möglich

Nach der Sperrung der A7 wegen eines Unfalls durch umgestürzte Bäume ist die komplette Abriegelung aufgehoben worden. Wegen weiterer entwurzelter Bäume seien aber immer wieder kurzfristige Sperrungen möglich, sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Bei dem Unfall in Höhe der Autobahn-Anschlussstelle Tarp bei Flensburg war ein Baum auf einen Lastwagen gestürzt. Der Fahrer blieb aber unverletzt.

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16.49 Uhr: Hamburger Hafen für große Schiffe gesperrt

Xaver hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt im Hamburger Hafen. Außergewöhnlich große Schiffe, die länger als 330 Meter oder breiter als 45 Meter sind, dürfen weder in die Elbe einlaufen noch den Hamburger Hafen verlassen. Beim Fährverkehr im Hamburger Hafen können am Freitag aller Voraussicht nach mehrere Anleger nicht mehr angesteuert — etwa am Fischmarkt und an der Elbphilharmonie.

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16.43 Uhr: Einzelhändler sind genervt von Xaver

Die Einzelhändler in der Kieler Innenstadt sind alle ein bisschen genervt von Xaver. Zwei umsatzstarke Tage – vor Nikolaus und am 6. Dezember selbst – perdu. Tenor: Ein solches Wetter ist doch noch kein Grund, zu Hause zu bleiben bzw die Warnung auszugeben, zu Hause zu bleiben. Eine Mutter zweier Kinder sagte zum Schulschluss nach der 4. und zum Unterrichtsausfall am Freitag: „Zum Glück sind meine beiden Jungs selbstständig genug, um schon allein zu Hause zu sein. Sonst hätte ich ein Problem. Ich kann doch nicht einfach zu Hause bleiben. So kurzfristig – das würde doch kein Chef verstehen.“

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16.38 Uhr: Autokraft stellt Busverkehr in Nordfriesland ein

Die Autokraft GmbH hat ihren Busverkehr in Nordfriesland komplett eingestellt. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werde, sei noch nicht absehbar, sagte eine Sprecherin. Es müsse abgewartet werden, wie stark Orkan Xaver noch wüte und wie sich die Straßenverhältnisse entwickelten. Die Busse des Unternehmens fahren unter anderem in Niebüll, Husum und St. Peter-Ording.

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16.35 Uhr: Eon Hanse bereitet sich vor

Der zentrale Krisenstab des Energiekonzerns Eon Hanse hat erneut getagt. Das Unternehmen ist vorbereitet: Die Notstromaggregate sind vollgetankt, Gartenbaufirmen stehen abrufbereit, um im Notfall Äste und Bäume aus Leitungen zu schneiden, und das Personal in der Leitzentrale Rendsburg wurde verstärkt. Stromausfälle gab es bisher nicht. Im Kreis Nordfriesland ist eine 60-Kilovolt-Leitung ausgefallen, aber durch eine Umschaltung konnten Stromausfälle vermieden werden, berichtet Eon-Sprecher Ove Struck. „Das ist noch ein ganz normaler Herbststurm“, sagt er.

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16.05 Uhr: Bahn stellt Fernverkehr ein

In Schleswig-Holstein wurde der Fernverkehr der Deutschen Bahn komplett eingestellt. Auch die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) fuhr zwischen Hamburg-Altona und dem nordfriesischen Niebüll nicht mehr, wegen des Unwetters gab es keinen Ersatzverkehr mit Bussen. Züge zwischen Kiel und Eckernförde sowie Kiel und Lübeck fielen aus, auch der „Sylt Shuttle“ war nicht unterwegs. Auf mehreren Strecken in Schleswig-Holstein wurde die Geschwindigkeit von Dieseltriebwagen gedrosselt.

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16.24 Uhr: Kupferplatte von Dach entfernt

Ein Trupp der Eckernförder Wehr birgt eine größere Kupferplatte auf dem Dach des hiesigen Amtsgerichts. Die Metallplatte drohte auf die Straße zu fallen.

16.22 Uhr: Sturmmessung spielt verrückt

Die automatische Sturmmessung auf der Rader Hochbrücke spielt verrückt. Mal sperrt sie den Verkehr komplett, mal gibt sie die Straße frei. Die Ursache dafür: Sobald eine Böe mit mehr als 12 Windstärken kommt, ist die Brücke gesperrt. Ist die Böe weg, ist die Straße wieder frei.

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16.18 Uhr: Baum kippt auf Kieler Olshausenstraße

In Kiel kippte ein Baum auf die Olshausenstraße. Die Feuerwehr hat den Baum aber bereits wieder von der Straße beseitigt. Der Kreis Rendsburg/Eckernförde meldet 18 sturmbedingte Einsätze.

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16 Uhr: Feuer nach Blitzeinschlag

In Thaden bei Hanerau-Hademarschen brannte ein Reetdachhaus in voller Ausdehnung. Ein Blitz hatte eingeschlagen. Die Freiwilligen Feuerwehren Thaden, Bornhold, Bendorf und Hanerau Hademarschen übernahmen die Löscharbeiten. Nicht zuletzt wegen des beginnenden Sturms brannte das Haus komplett nieder. Für Nachbarhäuser bestand keine Gefahr. Der Rentner, der allein in dem Haus wohnte, wurde nicht verletzt und eine Betreuerin kümmerte sich um ihn. Die Kriminalpolizei Rendsburg wird die Brandermittlungen übernehmen. Zur Schadenshöhe kann die Polizei noch keine gesicherten Angaben machen. 

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15.59 Uhr:  Weltuntergangsstimmung in Büsum 

Unser Reporter Oliver Hamel ist an der Westküste unterwegs. Hier ein Update von der Lage vor Ort: "Blitz, Donner, Orkanböen und peitschender Regen fegen alles von den Straßen, was Beine hat. Es ist eine bizarre Szenerie in trüb-düsterem Licht. Auch der Straßenverkehr ist praktisch eingestellt, nur noch Kontrollfahrzeuge der Behörden sind vereinzelt zu sehen. Mit großer Wucht drängen massive Nordsee-Wellen heran, die See ist heftig aufgewühlt, das Wasser geht leicht zurück, weil vor einer Stunde Ebbe eingesetzt hat. Mit bangen Blicken schauen die Büsumer auf ihren Deich, der zwar gerade neu errichtet wird, aber bislang erst zur Hälfte fertiggestellt worden ist. Die für das nächste Hochwasser um 2.34 Uhr angekündigten 3,50 Meter gelten hier als kritische Höhe."

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15.45 Uhr: Einige Arztpraxen in Eckernförde schließen

In den Arztpraxen von Eckernförde ist es außergewöhnlich ruhig. Viele Patienten möchten nicht mehr aus dem Haus und haben ihre Termine abgesagt. Einige Praxen haben aufgrund der Wetterwarnungen schon vorsorglich am Nachmittag dicht gemacht und informieren darüber per Anrufbeantworter.

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15.46 Uhr: Maschinen auf Hohner Flugplatz festgekettet

Das LTG 63 hat in Hohn auf dem Flugplatz drei Transalls festgekettet, die restlichen Maschinen stehen in der Halle. Das Geschwader hat alle Soldaten und zivilen Mitarbeiter, die abkömmlich sind, nach Hause geschickt. Der Flugbetrieb ist eingestellt.

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15.40 Uhr: Sturm erreicht Lübecker Bucht

Impression aus Travemünde von unserem Reporter Bastian Modrow: "extremes Niedrigwasser, Wind wird immer stärker, keine Menschen mehr unterwegs"

Xaver hat nun auch Travemünde erreicht

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15.36 Uhr: Gewitter in Kiel

Der Rathausplatz ist menschenleer. Xaver bringt nicht nur schweren Sturm sondern auch Gewitter und Starkregen mit sich...

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15.25 Uhr:Stadtbusverkehr in Eckernförde stellt Betrieb ein

Der Stadtbusverkehr Eckernförde hat seinen Betrieb eingestellt. Seit mittags fahren die Busse weitgehend leer. Mit den zunehmenden Böen wurden die Busse jetzt ins Depot zurückgerufen. Ab morgen früh soll der Linienverkehr voraussichtlich wieder aufgenommen werden.

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15.22 Uhr: Bäume stürzen auf A7

Wegen umgestürzter Bäume ist die Autobahn A7 nach einem Unfall in Höhe der Anschlussstelle Tarp bei Flensburg gesperrt worden. Ein Baum stürzte auf einen Lastwagen. Der Fahrer blieb aber unverletzt. Auch die Rendsburger Feuerwehr hat ihren ersten Xaver-Einsatz. In der Hainstraße im Stadtteil Hohe Luft hat eine Böe einige Dachziegel von einem Haus geweht.

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15.05 Uhr: Kanal gesperrt

Angesichts der extremen Hochwassersituation auf der Elbe wurde um 14:30 Uhr der Nord-Ostsee-Kanal gesperrt. Schiffe dürfen vorerst nicht mehr einlaufen. Als letztes Schiff wurde in Kiel der Containerfrachter „Wybelsum“ eingeschleust. In der Kieler Bucht, auf der Förde sowie auf der Elbe bei Brunsbüttel haben inzwischen etwa 30 Schiffe Schutz gesucht. Einige Schiffe liegen vor Damp .  

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15.03 Uhr: Kreishafen stellt Betrieb ein

Der Rendsburger Kreishafen stellte den Betrieb seiner Kräne komplett ein. Eigentlich erwartete Betriebsleiter Dieter Daxenberger im Laufe des Nachmittags vier Schiffe. Sie kamen erst gar nicht an. Der Orkan deckte das Spitzdach einer Futtermittelhalle im östlichen Bereich des Hafens ab.

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15 Uhr: Marine zieht Einheiten zusammen

Die Marine zieht alle in der Ostsee befindlichen Einheiten in Kiel zusammen. Die Fregatten „Schleswig-Holstein“ und  „Mecklenburg-Vorpommern“ machten an der Tirpitzmole fest. Das Flottendienstboot „Oker“ beeilte sich auf der Rückreise von ihrer Syrien-Mission  aus dem Mittelmeer. Die Besatzung machte einen Tag früher als geplant im Tirpitzhafen fest.   

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14.46 Uhr: Eckernförder Innenstadt nahezu ausgestorben

Zahlreiche Geschäfte haben bereits geschlossen. Auch in den Supermärkten nimmt die Kundenfrequenz erkennbar ab. Viele haben bereits in den Vormittagsstunden ihre Einkäufe erledigt, um zeitig wieder zu Hause zu sein. Jetzt setzt auch der Regen immer stärker ein.

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14.35 Uhr: Sönnichsen sagt Plöner Kreistag ab

Der Plöner Kreispräsident Peter Sönnichsen sagt kurzfristig den für den Abend angesetzten Kreistag ab. Eine Reihe von Abgeordneten hatten Bedenken angemeldet, zur Sitzung ins Plöner Kreishaus zu kommen. Landrätin Stephanie Ladwig hatte kurz zuvor den Mitarbeitern der Verwaltung frei gestellt, aus Sicherheitsgründen früher nach Hause zu fahren.

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14.30 Uhr: Nordbahn stellt teilweise Verkehr ein

Die Nordbahn stellt ihren Bahnverkehr zwischen Heide und Büsum ein. Auf der Strecke Neumünster - Heide ist mit Verspätungen zu rechnen.

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14.00 Uhr: "Color Magic" legt ab

Pünktlich hat die "Color Magic" den Liegeplatz am Norwegenkai verlassen. Zeitgleich startete in Oslo auch die Schwester "Color Fantasy" zur Fahrt nach Kiel. Die Reederei Scandlines hat derweil den Fährverkehr auf der Route Rostock-Gedser eingestellt.

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13.59 Uhr: Halten die Deiche?

Die Behörden in Schleswig-Holstein rechnen jetzt für die Nacht zum Freitag mit einer sehr schweren Sturmflut. Die Vorhersagen wurden um einen Meter nach oben korrigiert, teilte das Küstenschutzministerium mit. Die erste Flut ist für 14.30 Uhr angekündigt, mit zwei Meter Hochwasser. Das ist für den neuen Büsumer Deich unproblematisch. Die nächste Flut in der Nacht zum Freitag (2.31 Uhr) wird das größere Problem sein, wenn 3,50 Meter erwartet werden. Die Büsumer sind besorgt. So eine heftige Sturmflut haben sie noch nicht erlebt.

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13.54 Uhr: Schwebefähre gesperrt

Die Rendsburger Schwebefähre ist bis auf weiteres gesperrt. Die Rader Hochbrücke ist für Lkw gesperrt. Sie fahren aber trotzdem.

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13.37 Uhr: Landesbeamte machen Feierabend

Der Ministerpräsident hat im Hinblick auf die Wettervorhersagen entschieden, dass – mit Ausnahme der Einsatzkräfte – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im eigenen Ermessen den Arbeitsplatz früher verlassen können, um eine sichere Heimkehr zu gewährleisten.

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13.28 Uhr: Unfall auf der B 77

Unfall auf der Bundesstraße 77 in Rendsburg, Höhe Auffahrt Fockbeker Chaussee, Fahrtrichtung Süden. Offenbar hat eine Orkanböe einen Kleinwagen gegen eine Lkw-Zugmaschine gedrückt. Die Folge ist ein langer Stau vor dem Kanaltunnel. Denn die B 77 mit Kanaltunnel ist wieder die Umleitungsstrecke für Lkw, die wegen des Orkans nicht über die Rader Hochbrücke fahren dürfen.

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13.27 Uhr: "Black Watch" hat abgedreht

Statt auf die Nordsee ist das Kreuzfahrtschiff nach dem Ausschleusen in Brunsbüttel in Richtung Hamburg abgebogen. Die 600 britischen Passagiere bekommen am Abend Landgang in der Hansestadt. Es ist bereits das zweite britische Kreuzfahrtschiff, das vor Xaver nach Hamburg geflüchtet ist.

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13.24 Uhr: Erste wetterbedingte Einsätze in Hamburg

Wegen des Orkantiefs „Xaver“ ist die Hamburger Feuerwehr zu ersten wetterbedingten Einsätzen ausgerückt. Verletzte oder größere Schäden habe es bislang aber noch nicht gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Meist ging es um Äste oder Gegenstände, die herunterzufallen drohten. In einem Keller stand Wasser.

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13.18 Uhr: Feuerwehr Kiel ist vorbereitet

Zu dem regulären Einsatzpersonal der zwei Feuer-und Rettungswachen auf dem West und Ostufer sind alle zehn Freiwilligen Feuerwehren in der Erstphase mit 250 Kräften in Bereitstellung. Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr wird die Einsatzlage unterstützen. Der Kieler Rettungsdienst steht mit ca. 30 Fahrzeugen und 60 Kräften im Stadtgebiet verteilt.

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13.10 Uhr: Orkanböen erreichen Küste

Der Wellengang an der Nordsee wird immer heftiger. Es ist kaum mehr möglich, gegen den Wind zu laufen.

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12.51 Uhr: Orkanböen erreichen Küste

Auf den Inseln und am Meer wird es immer ungemütlicher: Auf Helgoland und am Leuchtturm Kiel sind die ersten Orkanböen der Stärke elf mit Geschwindigkeiten von 104 Stundenkilometern gemessen worden, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt. In List auf Sylt gab es schwere Sturmböen mit 101 Stundenkilometern.

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12.14 Uhr: Kieler Rathaus schließt

Aufgrund der drohenden Unwetterlage wird der Dienstbetrieb in allen Stellen und Ämtern der Stadtverwaltung von 14 Uhr an beendet. Die Stadtverwaltung bleibt auch am Freitag geschlossen. Es wird einen eingeschränkten Notdienst geben. Auch die Müllabfuhr sowie die Sperrmüllsammeltermine fallen am Freitag aus.

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12.06 Uhr: Bahnverkehr eingeschränkt

Als vorbeugende Maßnahmen werden die mit Dieseltriebwagen befahrenen Strecken der Regionalbahn Schleswig-Holstein nur noch mit reduzierter  Geschwindigkeit. Dies führt zu deutlich längeren Fahrzeiten. Auch gibt es Verspätungen und Zugausfälle.

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11.50 Uhr: Kein Schulunterricht am Freitag

An allen öffentlichen Schulen fällt landesweit der Unterricht am Freitag aus. Wie das Bildungsministerium bekannt gab, endet der Unterricht heute überall um 13 Uhr. Viele Schüler wurden aber bereits nach der vierten Stunde nach Hause geschickt.

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11:46 Uhr: Ebbe im Kieler Hafen

Während sich die Nordseeküste auf eine schwere Sturmflut vorbereitet, sinken an der Ostseeküste die Pegelstände. In Kiel wurden im Hafen bereits erste Schiffe umgelegt, da sie Gefahr liefen, mit dem Grund in Berührung zu kommen. Im Tirpitzhafen (Foto) wurden neben den Marineeinheiten auch Fördedampfer und Schlepper zusammengezogen.

11.42 Uhr: Keine Veranstaltung in der Sparkassen-Arena

Die Weihnachtsparty des Nordens für Menschen mit oder ohne Behinderungen in der Kieler Sparkassen-Arena fällt aus. Die Organisatoren sehen die Sicherheit für die Teilnehmer gefährdet.

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11.34 Uhr: In Büsum braut sich was zusammen

"Xaver" erreicht langsam die Nordseeküste. Wie unser Reporter Oliver Hamel aus Büsum berichtet, braut sich etwas zusammen. Die Wolken werden immer dunkler, die Nordsee sei schon stark aufgewühlt, Windräder drehen sich wie verrückt, Lastwagen haben bereits Probleme auf den Straßen. Noch sei es aber nur ein heftiger Sturm.

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11.20 Uhr: Öffentliche Einrichtungen schließen

Immer mehr Gebäude mit Publikumsverkehr schließen aus Sicherheitsgründen ihre Türen. Ab Mittag gibt es keinen Zutritt mehr in der Kunsthalle und dem Jobcenter. Auch die Fachhochschule Kiel gibt den Studenten ab 12 Uhr frei. Die Schwimmhallen in Schilksee und Gaarden bleiben geschlossen.

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11.04 Uhr: Rader Hochbrücke teilweise gesperrt

Die Rader Hochbrücke ist für Lkw ab 7,5 Tonnen und Pkw mit Anhänger ab sofort gesperrt. Zurzeit wird das Verbot aber von vielen Fahrern noch missachtet.

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10.59 Uhr: Leere auf dem Kieler Weihnachtsmarkt

Statt um elf Uhr den ersten Punsch zu trinken, sind alle Buden auf dem Kieler Weihnachtsmarkt verbrettert. Einige skandinavische Besucher haben von der Schließung wohl nichts mitbekommen und schauen ganz durstig.

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10.30 Uhr Letzte Fahrt nach Sylt

Die Fähre „Sylt Express“ hat den Hafen Havneby auf der Insel Römö zur letzten Fahrt nach Sylt verlassen. Die Reederei FRS teilt mit, dass der Fährverkehr auf der Strecke Römö-Sylt für den Rest des Tages eingestellt wird. Die letzte Abfahrt ab List ist um 11.35 Uhr. Danach wird das Fährschiff in Havneby  Schutz suchen. 

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10.24 Uhr: KN-Weihnachtsforum fällt aus

Auch das KN-Weihnachtsforum heute Abend fällt aus. Es sollte eigentlich in der KN-Kundenhalle stattfinden. Die Veranstaltung am Freitag soll aber stattfinden.  

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9.45 Uhr: Chaos in Schottland 

Einen Vorgeschmack auf Xaver gibt es in Schottland. Nach heftigem Wind und Regenfällen sind rund 20000 Haushalte ohne Strom. Zahlreiche Straßen und Brücken wurden vorsichtshalber geschlossen. Zugverbindungen wurden gestrichen, Bahnen waren mit gedrosseltem Tempo unterwegs. Die Polizei sprach von „sehr schwierigen“ Bedingungen für Autofahrer. Die Küstenwachen in Schottland, England und Wales warnten für den Verlauf des Tages vor möglicherweise schweren Überflutungen.

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9.35 Uhr: Traditionelles Grünkohlessen abgesagt

Das Grünkohlessen vom Unternehmensverband Nord im Kieler Schloss ist für den Abend abgesagt. Erwartet wurden eigentlich bis zu 700 Gäste. Festredner sollte EADS-Chef Thomas Enders sein.

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9.29 Uhr: Xaver erreicht die Shetland-Inseln

Die Prognosen werden immer genauer. Im Moment liegt Xaver noch bei den Shetland-Inseln. Die volle Wucht wird Schleswig-Holstein im Laufe des Nachmittags erreichen, sagte der Meteorologe Rüdiger Harti. Das Hauptwindfeld mit extremen Boen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern werde bis zum frühen Abend über den Norden hinwegziehen. Dann lasse der Wind etwas nach, es bleibe aber die ganze Nacht über noch stürmisch.

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9.12 Uhr: Kieler Uni stellt Betrieb ein

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat entschieden, den Dienst- und Lehrbetrieb ab 12 Uhr einzustellen. Alle Lehrveranstaltungen sind  abgesagt. Das Unigelände soll verlassen werden. Notdienste werden aufrechterhalten. Wer außerhalb von Notdiensten in Universitätsgebäuden verbleibt, tut dies auf eigene Gefahr und ohne Versicherungsschutz im Fall eines Unfalls. 

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8.58 Uhr: Flugausfälle in Hamburg

Orkan „Xaver“ hat am Hamburger Flughafen zu Flugausfällen geführt. Rund 20 Landungen und Abflüge seien bereits gestrichen worden, sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen. Weitere Ausfälle könnten hinzukommen. Betroffen waren vor allem Verbindungen innerhalb Deutschlands, etwa nach München oder Frankfurt am Main.

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8.38 Uhr: Kreuzfahrer steckt im Kanal fest

Kreuzfahrer

Im Kanal liegt das Kreuzfahrtschiff "Black Watch" fest. Das 205 Meter lange Schiff musste in der Weiche Kudensee an den Dalben festmachen. Aufgrund der Sturmsituation und des hohen Verkehrsaufkommens muss das Schiff möglicherweise bis Mittag in Warteposition bleiben. 

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8.32 Uhr: Reger Austausch auf Facebook

Auf unserer Facebook-Seite https://www.facebook.com/kielernachrichten gibt es schon erste Reaktionen. Einige User haben private Veranstaltungen für heute abgesagt.

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7.34 Uhr: Orkantief „Xaver“ kommt näher

Der Deutsche Wetterdienst gibt nochmals eine Warnung heraus. Deshalb für alle, die noch nichts mitbekommen haben - hier ganz offiziell: In Schleswig-Holstein wird mit einem extremen Unwetter gerechnet. Am Vormittag werden mit Orkanböen von über 140 Kilometern pro Stunde an der Nordsee und um 130 Kilometer pro Stunde an der Ostsee gerechnet. Das entspricht Windstärke zwölf. Ab Mittag rechnet der DWD mit Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Zudem könne es in der Nacht stellenweise zu Glätte durch überfrierende Nässe kommen.

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7.12 Uhr: Sylt-Shuttle fährt nur eingeschränkt

Die Bahn teilt mit, dass der Autoreisezug Sylt Shuttle sein Angebot eingeschränkt. Von der Beförderung ausgeschlossen wurden Fahrzeuge mit Gefahrgut, Autos mit Anhängern, Lastwagen mit leeren Anhängern und Campingfahrzeuge.

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6.58 Uhr: Das Warten beginnt

Guten Morgen! Noch läuft der morgendliche Berufsverkehr ganz normal. Aber Autofahrer spüren bereits den Wind. Das wird ein langer, spannender Tag.

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20.24 Uhr: Das Land ist vorbereitet

Alle Warnungen sind veröffentlicht, Veranstaltungen abgesagt. Jetzt wartet alles gespannt auf den morgigen Tag. Unsere Reporter werden den ganzen Tag berichten. Wir wünschen noch einen ruhigen Abend. 

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19.35 Uhr: Experten bestätigen Wetterprognosen 

Kaum Hoffnung, dass Orkan Xaver doch noch an Norddeutschland vorbeizieht. Mit 95prozentiger Wahrscheinlichkeit trifft Xaver morgen auf unsere Küste, so die Wetterexperten am Abend. Vom Atlantik rückt das Orkantief jetzt immer näher. 

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18.23 Uhr: Weihnachtsmärkte in Lübeck schließen mittags

Auch die Hansestadt Lübeck bereitet sich auf den Orkan „Xaver“ vor. So sollen die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt am Donnerstag spätestens um 14.00 Uhr schließen und am Freitag erst nach Rücksprache mit der Feuerwehr wieder öffnen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Bürger wurden aufgefordert, sich nicht unnötig im Freien aufzuhalten und Wälder und Parks zu meiden. Die Busse der Stadtwerke und die Priwallfähren würden fahren, solange die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeiter gewährleistet sei, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke Lübeck.

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18.02 Uhr: Kieler Uni gibt Studenten frei

Das Uni-Präsidium stellt allen Mitarbeitern und Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) frei, am Donnerstag an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Die Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen ist damit aufgehoben. Die Abwesenheit bei Prüfungen gilt als entschuldigt. Ob eine generelle Schließung der Universität angeordnet wird, soll im Laufe des Vormittags entschieden werden.

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17.40 Uhr: Weihnachtsmarkt in Rendsburg bleibt geschlossen

Der Weihnachtsmarkt in Rendsburg auf dem Altstädter Markt und dem Schiffbrückenplatz bleibt am Donnerstag geschlossen. Auch die benachbarte Eisbahn wird nicht öffnen. Die Veranstalter haben zudem die Verankerungen der Lichterketten in der Stadt verstärkt.

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17.30 Uhr Hamburger Dom bleibt geschlossen

Neben vielen Weihnachtsmärkten in ganz Norddeutschland bleibt auch der Hamburger Dom am Donnerstag geschlossen. Die Marktbetreiber wurden aufgefordert, ihre gesamte Ausstattung zu sichern und den Betrieb vorübergehend ab Nachmittag einzustellen.

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Wer einmal einen Blick auf die bunten Isobarenbilder der Wetterdienste werfen möchte, hier einige Tipps:

Wetteronline, Windfinder, DWD, DMI

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17 Uhr:"Xaver" lässt Strompreise fallen

Wie die Kollegen der Süddeutschen Zeitungund der Tagesschau berichten, sinken dank Sturmtief "Xaver" die Strompreise. In Erwartung eines stark steigenden Angebots an Windenergie sind die Strompreise am Mittwoch um knapp 40 Prozent gefallen. Die Händler schätzen, dass die Windturbinen in den kommenden Tagen drei- bis viermal so viel Energie produzieren werden wie normalerweise.

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16.25 Uhr: Kieler Weihnachtsmarkt bleibt geschlossen

Aufgrund des Sturms und der Gefahren, die von ihm ausgehen können, bleibt der Weihnachtsmarkt in der Kieler Innenstadt am Donnerstag, 5. Dezember, geschlossen. Auch das Stadtwerke Eisfestival auf dem Rathausplatz öffnet an diesem Tag nicht. In Suchsdorf fällt der Wochenmarkt aus. Die Wochenmärkte auf dem Blücherplatz und in der Wik finden statt, werden jedoch gegebenenfalls früher abgebaut. Die städtischen Friedhöfe schließen bereits um 14 Uhr. Beisetzungen, die für den Nachmittag geplant waren, werden verschoben.

Der Kieler Weihnachtsmarkt bleibt am Donnerstag geschlossen.

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16.20 Uhr: Arbeiten an Offshore-Windparks eingestellt

Auf den Baustellen der Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee ist die Arbeit angesichts des heraufziehenden Sturmtiefs „Xaver“ weitgehend eingestellt. „Alle Schiffe aus dem Baufeld haben einen Schutzhafen angelaufen oder sind sowieso turnusgemäß im Hafen“, sagte eine Sprecherin von Globaltech I, einem Windpark 180 Kilometer vor Bremerhaven.

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16 Uhr: Unterrichtsausfall in einigen Kreisen Schleswig-Holsteins

Wegen des zu erwartenden Orkans und einer möglichen Gefährdung von Schülerinnen und Schülern fällt am Donnerstag (5. Dezember) der Unterricht an allen öffentlichen Schulen und Berufsschulen in den Kreisen Nordfriesland (einschließlich der Nordfriesischen Inseln und Halligen), Dithmarschen, Ostholstein (einschließlich der Insel Fehmarn), Schleswig-Flensburg und in der Stadt Flensburg aus. Allgemein gilt, dass Eltern, die für ihr Kind eine besondere Gefährdung auf dem Schulweg befürchten, selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule schicken.

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15.50 Uhr Weihnachtsbeleuchtung wird abgehängt

Aus Sicherheitsgründen sind einige Elemente der Weihnachtsbeleuchtung in der Kieler Innenstadt vor dem Sturm "Xaver" abgehängt worden. Es handelte sich um reine Vorsichtsmaßnahmen.

Die maritime Weihnachtsbeleuchtung in der Holstenstraße wurde vorsorglich abmontiert

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15.45 Uhr: Auto besser stehen lassen

Der ADAC empfiehlt, das Auto besser in der Garage stehen zu lassen. Wer dringend raus muss, sollte ein paar Tipps berücksichtigen.

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15.05 Uhr: Knabenchor sagt Weihnachtssingen ab

Der Kieler Knabenchor hat sein  Weihnachtsliedersingen in der Kieler Nikolaikirche am Donnerstagabend abgesagt. Ausweichtermin ist der 18. Dezember um 19.30 Uhr.

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15 Uhr: Zweite Bombenentschärfung in Kiel wird verschoben

Die Entschärfung der Fliegerbombe in Kiel Meimersdorf, die ursprünglich für Freitag geplant war, wird auf Montag, 9. Dezember, verschoben.

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14 Uhr: Zugausfälle möglich

Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass im ganzen Norden Einschränkung oder sogar Einstellung des Zugverkehrs möglich seien. Die Bahn habe sich mit zusätzlichem Personal und technischer Aufrüstung auf "Xaver" einstellt, hieß es.

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13.10 Uhr: Flughafenbetrieb in Gefahr

Das erwartete Orkantief „Xaver“ könnte auch den Betrieb am Hamburger Flughafen beeinträchtigen. Darauf hat der Flughafen am Mittwoch hingewiesen. Er forderte Passagiere auf, sich regelmäßig über die aktuelle Wettersituation in den kommenden beiden Tagen zu informieren. Angaben über ihren Flug erhalten die Reisenden bei ihren Fluggesellschaften.

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12.30 Uhr: Fährbetrieb wird eingestellt

Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse wird die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) am Donnerstag (5.12.2013) sowie am Freitag (6.12.2013) ihren ÖPNV auf der Förde aus Sicherheitsgründen einstellen.

Wegen der Orkanwarnungen kündigten die Fährbetriebe zu den nordfriesischen Inseln sowie den Halligen im Wattenmeer mögliche Behinderungen und Ausfälle an. Der Sylt Shuttle“ der Bahn schränkt sein Angebot wegen der Sturmwarnungen ebenfalls ein. Der Fährbetrieb zur Insel Juist wird wegen der Sturmflut- und Orkanwarnung am Donnerstag und Freitag eingestellt. Das teilte die AG Norden-Frisia mit. Auch die Insel Norderney wird nur noch am Donnerstagmorgen angelaufen.

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11.27 Uhr: Feuerwehren warnen vor "Xaver"

Die rund 1400 Freiwilligen Feuerwehr und vier Berufsfeuerwehren in Schleswig-Holstein sind vorbereitet auf "Xaver", der nach ersten Schätzungen mit bis zu 200 km/h auf das Land treffen soll. Dieses Unwetter wird das durchweg ehrenamtliche System der Feuerwehren erneut stark fordern. "Wir bitten daher alle Arbeitgeber um Verständnis, wenn eh-renamtliche Feuerwehrangehörige durch das erhöhte Einsatzaufkommen nicht ih-rer regulären Tätigkeit nachgehen können", appelliert Landesbrandmeister Detlef Radtke, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein.

Der Verband warnt davor, während des Orkans das Haus zu verlassen. Autofahrten sollten vermieden werden, ist dies nicht möglich, sollte die Fahrgeschwindigkeit angepasst werden. Auf Brücken oder vor und nach Tunneln kann es zu Fahrbahnglätte kommen.

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10.52 Uhr: Furcht vor drei Sturmfluten

Norddeutschland muss sich in den kommenden beiden Tagen gleich auf eine Folge von schweren Sturmfluten einstellen. „Es können drei hintereinander sein“, hieß es am Mittwoch beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg.

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10.45 Uhr: Orkan in Schleswig-Holstein am stärksten

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird der Orkan voraussichtlich in Schleswig-Holstein am stärksten wüten. Aber auch die Hansestadt Hamburg bereitet sich auf die Unwetterfront vor. Die Erinnerungen an den Oktober-Orkan „Christian“ mit umgestürzten Bäumen, abgedeckten Dächern und abgetragenen Sandstränden im Norden sind überall noch frisch im Gedächtnis.

Am Donnerstagnachmittag sei an der Nordseeküste mit Böen der Stärke 12 zu rechnen und im Binnenland mit Stärke 11, sagte der DWD-Meteorologe Rüdiger Hartig am Mittwoch. In der Nacht zum Freitag werde es so weitergehen. Die lange Dauer über eineinhalb Tage sei das Besondere an dem Tief, das von Island über Skandinavien kommen wird. An der Nordsee sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes extrem starke Böen von mehr als 140 Kilometern je Stunde möglich.

In Hamburg werden am Donnerstag alle U-Bahn-Strecken sowie Buslinien verstärkt, wie die Hochbahn mitteilte. Außerdem soll mehr Servicepersonal eingesetzt werden. Vier „Baumtrupps“ zur Unterstützung der Einsatzkräfte seien abrufbereit, sollten wie beim Orkan „Christian“ im Oktober umgestürzte Bäume den Verkehr behindern. Die Hochbahn will über die aktuelle Situation auf der Schiene im Internet (Facebook) sowie über den Twitterdienst (#xaver) informieren