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Schleswig-Holstein Prozess startet kommende Woche
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13:55 16.03.2018
Monatelang war ein Flüchtling auf der Nordseeinsel Amrum vermisst worden. Nach mehreren vergeblichen Suchaktionen dann die traurige Gewissheit: Der 27-Jährige wurde getötet und in den Dünen verscharrt. Quelle: Polizei Flensburg
Amrum/Flensburg

Elf Monate nach dem Mord an einem Flüchtling auf der Nordseeinsel Amrum müssen sich zwei Männer vom 27. März an vor dem Landgericht Flensburg verantworten. Zwei damals 19 und 26 Jahre Männer sollen den Iraker am 27. April vergangenen Jahres durch mehrere Messerstiche getötet haben, wie das Landgericht Flensburg am Freitag mitteilte. Beide Deutsche sind angeklagt wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes in Heimtücke. Für den Prozess sind zehn Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte Ende Mai fallen.

Laut Staatsanwaltschaft soll der jüngere Angeklagte dem Opfer nach einem zuvor verabredeten Zeichen des zweiten Angeklagten mehrfach mit einer Flasche in das Gesicht geschlagen haben. Beide hätten das danach am Boden liegende Opfer geschlagen und getreten. Anschließend habe der 26-Jährige erstmals zugestochen. Beide versetzten ihrem Opfer laut Anklage Schnitt- und Stichverletzungen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, den 27-Jährigen bereits in Tötungsabsicht und unter dem Vorwand, gemeinsam Alkohol und gegebenenfalls Drogen zu konsumieren, zu einer einsam gelegenen Stelle in den Dünen gelockt zu haben. Dort gerieten sie aneinander. Das Motiv sei in dem Prozess zu klären. Verantworten müssen sich die Angeklagten unter anderem auch für einen Einbruch.

Der Flüchtling lebte seit November 2015 auf Amrum. Mit ihm in dem Mehrfamilienhaus wohnten beide Angeklagte. Nach dem Verschwinden des Irakers gab es auf der Nordseeinsel mehrere vergebliche Suchaktionen. Erst im Oktober 2017 fanden Polizisten seine im Dünensand verscharrte Leiche. Der jüngere der beiden Angeklagten hatte einen Hinweis gegeben, dass der Leichnam von Ceetin K. an der Südspitze der Insel zwischen Dünen vergraben worden sei.

Von lno

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