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Schleswig-Holstein Wein-Boom in Schleswig-Holstein
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10:57 13.11.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Steffen Montigny 2017 beider Weinlese auf seinem Anwesen in Grebin – Der Winzer ist auch in diesem Herbst sehr zufrieden mit seiner Ernte. Quelle: Peter Thoms
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Kiel

„Ich freue mich darüber, dass sich der Weinanbau in Schleswig-Holstein positiv entwickelt“, sagt Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Sie ist für den Verbraucherschutz und damit auch für die mehr oder minder edlen Tropfen etwa aus Sylt, Föhr oder vom Westensee zuständig. Sütterlin-Waack erklärt den Erfolg auch mit der allgemein steigenden Beliebtheit regionaler Produkte. „Weinbau in der eigenen Region ist ein weiterer Aspekt dieses Trends und hat Vorteile für Erzeuger und Verbraucher.“

Vor zehn Jahren mit zehn Hektar begonnen

Begonnen hatte die kleine Erfolgsgeschichte vor zehn Jahren, als der damalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) seinem rheinland-pfälzischem Kollegen Kurt Beck (SPD) zehn Hektar Anbaurechte abluchste. Dank der Teil-Liberalisierung des einst streng reglementierten Weinbaus ist die Rebfläche im laufenden Jahr bereits auf 31,5 Hektar gewachsen. In den nächsten Jahren, so die Prognose des Ministeriums, hält der Boom weiter. Erwartet wird ein jährlicher Zuwachs der Anbaufläche um drei bis vier Hektar.

Auch einer der ersten Winzer in Schleswig-Holstein, Steffen Montigny, denkt über neue Weinberge nach. Begonnen hatte er in Grebin (Kreis Plön) mit zwei Hektar, nun prüft er eine Erweiterung um einen Hektar. Mit der Weinlese in diesem Herbst ist er hoch zufrieden. „Das wird ein Super-Jahr.“ Die Ernte keltert er im heimischen Weingut in Bretzenheim (Rheinland-Pfalz). Ziel sind 11000 Liter.

Im Bundesvergleich Entwicklungsland

Im Bundes-Maßstab bleibt Schleswig-Holstein trotz des anhaltenden Wein-Booms ein Entwicklungsland. Der Anteil des „echten Nordens“ an den Anbauflächen beträgt derzeit bei rund 0,03 Prozent.

Ulrich Metschies 13.11.2018
Christian Hiersemenzel 13.11.2018