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Schleswig-Holstein Anklage fordert bis zu vier Jahre Haft
Nachrichten Schleswig-Holstein Anklage fordert bis zu vier Jahre Haft
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18:20 17.06.2019
Von Thomas Geyer
Vor dem Landgericht in Kiel müssen sich zwei Männer für Drogenschmuggel verantworten. Quelle: Carsten Rehder
Norderstedt/Kiel

Vier Jahre Haft forderte der Staatsanwalt am Montag vor Gericht in Kiel für den mutmaßlichen Drahtzieher des Drogenhandels. Nach seiner Überzeugung fädelte der polnische Staatsbürger (53) den Einkauf des Stoffs in Amsterdam ein und heuerte für den Transport den deutschen Mitangeklagten (46) als Kurierfahrer an. Für 2000 Euro Belohnung sollte der hoch verschuldete Geschäftsmann aus Norderstedt den Stoff von Holland nach Dänemark bringen. Wegen verbotener Einfuhr von Betäubungsmitteln forderte der Staatsanwalt zweieinhalb Jahre Haft für den Kurierfahrer.

Anklage fordert vier Jahre Haft für den Drahtzieher

Der Verteidiger des Norderstedters plädierte dagegen auf eine zweijährige Bewährungsstrafe. Der 46-jährige Fahrer habe im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt und den Älteren als Auftraggeber schwer belastet. Ohne seine Aussage hätte man den Drahtzieher nicht ermitteln können. Dafür habe er einen „Aufklärungsrabatt“ verdient, sagte sein Rechtsanwalt.

Der mutmaßliche Drahtzieher schweigt zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger forderte Freispruch: Die belastenden Aussagen des Norderstedters reichten für eine Verurteilung des nicht vorbestraften Polen nicht aus. Bewiesen sei lediglich sein Aufenthalt in Amsterdam und seine Fahrt in einem Audi Q 7 nach Hamburg und nach Odense in Dänemark.

Kein Urteil im Prozess um Drogenschmuggel

Beide Luxuskarossen waren auf den Betrieb des Norderstedters zugelassen, sollen jedoch von dem Polen bezahlt worden sein. Der hielt sich laut Staatsanwaltschaft unter mindestens neun Alias-Namen in Deutschland auf. Vorbestraft ist jedoch nur der Norderstedter – wegen Diebstahls, Urkundenfälschung, Körperverletzung und Waffenbesitzes.

Die für gestern geplante Urteilsverkündung wurde von der Strafkammer auf den 27. Juni verschoben, nachdem die Sitzung wegen Verspätung eines Prozessbeteiligten erst am Nachmittag beginnen konnte.

Die Feuergefahr für Wohnhäuser ist in Schleswig-Holstein am größten. Das geht aus den Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Während das Risiko für Feuerschäden an Wohnhäusern im Süden unter dem Durchschnitt liegt, liegt es im Norden rund 50 Prozent darüber.

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