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Schleswig-Holstein Grote hat einen neuen Polizei-Kümmerer
Nachrichten Schleswig-Holstein Grote hat einen neuen Polizei-Kümmerer
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21:40 10.02.2020
Von Niklas Wieczorek
Er soll für Anregungen, Ideen und Sorgen zur Landespolizei Anlaufstelle sein: Jörg Henningsen. Quelle: tilmann Post
Kiel

Henningsen soll „Ideen, Anregungen und Kritik aller Art aufnehmen und kanalisieren“, so die Mitteilung. Er soll direkt ans Büro von Minister Hans-Joachim Grote angebunden sein, damit sich Mitarbeiter der Landespolizei einbringen können. Was einige loben, kollidiert allerdings  zumindest auf dem Papier mit den Aufgaben der Polizeibeauftragten Samiah El-Samadoni.

Beschwerdemanagement für Bürger

Polizeihauptkommissar Henningsen ist 55 Jahre alt und habe diverse Erfahrungen in Revieren, der Hundertschaft und im Führungsstab, ergänzt durch Konflikt- und Moderationskompetenzen. „Vom Streifendienst bis zur Führungskraft“ seien ihm stets Informationen und Mitgestaltung wichtig gewesen, nannte Henningsen Schwerpunkte. Neben den Interna soll er Bürgern ein Beschwerdemanagement bieten - ein Konflikt mit der Polizeibeauftragten Samiah El-Samadoni?

El-Samadoni hatte die Stelle selbst gefordert

Es gebe „sicher eine Schnittmenge“, kommentierte El-Samadoni - verwies aber darauf, die Stelle selbst eingefordert zu haben. Entscheidend sei die unterschiedliche Ansiedlung: „Wir sind unabhängig und stehen außerhalb der polizeilichen Organisation.“ Daher wendeten sich auch Polizisten an sie, die das Vertrauen in die Organisation verloren haben. Auch für Bürger sei es gut, um ihre externe Stelle zu wissen. Der Polizei selbst helfe dagegen die zusätzliche Anlaufperson, Probleme intern zu lösen.

Stelle als Reaktion auf Sonderbericht zur Rocker-Affäre

„Ich lege großen Wert darauf, dass Anregungen, Vorschläge, aber auch Beschwerden und Kritik als Chance begriffen werden“, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU), der Henningsens Stelle im Juli 2018 angekündigt hatte - als Reaktion auf den Sonderbericht zur Rocker-Affäre von Klaus Buß. Das Ministerium betonte, diese Einrichtung sei nur konsequent und schaffe einen klaren Unterschied zur Polizeibeauftragten. Lob gab es entsprechend von der CDU-Landtagsfraktion: Mit Henningsen sei ein erfahrener Polizist eingesetzt, der vertrauensvoll mit den ihm anvertrauten Informationen umgehe, so der polizeipolitische Sprecher Tim Brockmann.

Parallel hat das Ministerium offenbar weitere Korrekturen vorgenommen: Für eine sogenannte Dive-Einheit (Dienststelle für Interne Vorgänge und Ermittlungen) sei jetzt der rechtliche Rahmen geschaffen. Bei Bedarf könne eine solche Einheit neben der üblichen Polizeistruktur einberufen werden, um intern zu ermitteln, so das Ministerium gegenüber unserer Zeitung.

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