Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Cremes aus der Kieler Förde
Nachrichten Schleswig-Holstein Cremes aus der Kieler Förde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 25.10.2013
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Algen aus der Kieler Förde werden als Rohstoffe weiterverarbeitet. Quelle: dpa
Anzeige
Kiel

CRM hat seinen Sitz in Kiel-Holtenau am Tiessenkai und ist mittlerweile auf 13 Mitarbeiter angewachsen. Die Firmenleiter Levent Piker, Peter Krost und Christian Koch arbeiten bereits seit zehn Jahren an den Möglichkeiten der Verwendung von Produkten aus dem Meer sowie von Aquakulturen in der Kieler Förde.

Nach siebenjähriger Forschung gelang es den Kieler Wissenschaftlern erstmalig in ganz Europa, eine Creme aus der Wurzelmundqualle (Rhopilema) herzustellen, die den Wundheilungsprozess beschleunigt. Levent Piker: ,,Aus nordatlantischen Makroalgen, deren genaue Art ein Betriebsgeheimnis ist, werden Stoffe gewonnen, die den Wachstumsprozess der Krebszelllinien hemmen und eines Tages den Krebs ganz bekämpfen sollen. Hierzu besteht eine Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum.“

Anzeige

Außerdem züchtet die Firma Miesmuscheln und Algen in der Kieler Förde, die nicht nur zum Verzehr geeignet sind. Der einheimische Zuckertang (Saccharina latissima) wird zusammen mit der Miesmuschel (Mytilus edulis) in einer gemeinsamen Aquakulturanlage in der Förde gezüchtet. Die Alge produziert Sauerstoff, von dem die Miesmuschel profitiert. Das Ausströmwasser der Miesmuschel enthält wertvolle Nährstoffe für die Algen. Die einmal jährlich geerntenten Algen werden von CRM zu einem Algenextrakt verarbeitet.

Das Schwesterunternehmen „oceanBASIS“ stellt aus diesem Extrakt zahlreiche Cremes und andere Kosmetikprodukte her, die unter anderem Falten bekämpfen sollen. Anschließend werden die Cremes vermarktet. Die Miesmuscheln für den Verzehr werden ebenfalls einmal jährlich geerntet. Sie werden im Umkreis von 100 Kilometern verkauft. Einer der größten Abnehmer ist der Citti-Großmarkt in Kiel.

Von Olaf Grell, Klasse 8d, Gymnasium Altenholz