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Schleswig-Holstein Expedition ins Nordpolarmeer
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20:02 30.05.2018
Von Sylvana Lublow
Foto: Arved Fuchs mit seiner Frau Brigitte Ellerbrook, die den Abenteurer auf seiner neuen Expedition begleitet.
Arved Fuchs mit seiner Frau Brigitte Ellerbrook, die den Abenteurer auf seiner neuen Expedition begleitet. Quelle: Sylvana Lublow
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Hamburg/ Bad Bramstedt

Über die Ziele der Expedition informierte der Bad Bramstedter Abenteurer zuvor auf einer Pressekonferenz im Feuerwehrschiff.

Bereits 2015/2016 hatte Fuchs eine Expedition mit dem Namen „Ocean Change“ unternommen. „Der Name steht stellvertretend für die Veränderungen der Ozeane, deshalb führen wir ihn fort und füllen ihn mit neuen Inhalten“, erklärte der 65-Jährige. „Der Klimawandel ist ein Thema, das uns schon seit Jahren umtreibt. Jetzt sind andere Problematiken hinzugekommen, wie zum Beispiel der Plastikmüll in den Meeren.“ Für seine Verdienste im Umweltschutz hatte Fuchs 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen. Ein Hauptaugenmerk der aktuellen Expedition soll auf erneuerbare Energie liegen.

Auf Helgoland wird Müll gesammelt und untersucht

Mit seinem über 80 Jahre alten Haifischkutter „Dagmar Aaen“ ist Arved Fuchs nun wieder unterwegs, um auf Missstände aufmerksam zu machen. An Board hat er eine Gruppe junger Energieexperten, die an den unterschiedlichen Stationen der Expedition in Dialog mit Menschen vor Ort treten wollen. „Best practice“-Beispiele einer nachhaltigen Energieversorgung sollen gesammelt und aufgezeigt werden. „Uns ist es wichtig, nicht nur zu informieren und moralisieren, wir wollen auch Hoffnung säen. Tolle Ansätze mit neuen Technologien gibt es ja schon“, sagte Fuchs. Erste Station ist die Nordseeinsel Helgoland. „Dort werden wir Plastik und Müll sammeln, es wiegen, untersuchen und analysieren, wie viel Makroplastik bereits auf dem Weg in die Arktis ist“, erklärte Lauren Grüterich, Nachhaltigkeits-Expertin im Fuchs-Team. Danach geht es weiter zum Offshore-Windpark „Butendiek“, wo das Team die Betreiber vor Ort interviewen möchte.

Das Team lässt online jeden teilhaben an der Expedition

Anschließend führt die Route über die Shetlandinseln, die Faröer, über Island bis nach Grönland – allesamt Inselgemeinschaften, die bereits jetzt vom Klimawandel betroffen sind und unterschiedliche Lösungsansätze vorantreiben. Von Grönland aus geht es im Herbst nach Kanada, wo die „Dagmar Aaen“ überwintern wird. Im kommenden Jahr soll die Expedition weitergeführt werden. „Die Inhalte sind schon in der Vorbereitung“, so Fuchs.

Um alle an dieser Expedition teilhaben zu lassen, wird das Team um Fuchs Videos, Fotos, Livestreams und Logbucheinträge täglich online stellen (www.arved-fuchs.de). „Damit möchten wir die Menschen emotional einbinden und mobilisieren.“ Es gebe viele Publikationen zum Thema Klimawandel, aber die seien eher nüchtern. „Der Mensch ist aber emotional“, so der Bad Bramstedter.