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Schleswig-Holstein Waffenrecht: Auch GdP für Verschärfung
Nachrichten Schleswig-Holstein Waffenrecht: Auch GdP für Verschärfung
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18:07 25.07.2019
Legale Waffen im Privatbesitz stellten ein erhebliches Gefahrenpotenzial dar, so die GdP.  Quelle: Oliver Killig/dpa
Kiel

Der rassistisch motivierte Mordanschlag eines legalen Waffenbesitzers auf einen Mann aus Eritrea im hessischen Wächtersbach sei dabei "ein trauriges, anlassgebendes Beispiel", sagte der GdP-Landesvorsitzende Torsten Jäger am Donnerstag in Kiel.

Legale Waffen im Privatbesitz stellten ein erhebliches Gefahrenpotenzial dar. Die gesetzlichen Regeln sollten daher möglichst strenger gestaltet werden, um die Anzahl der Waffen zu reduzieren. Laut GdP gibt es in Schleswig-Holstein 38 000 legale Waffenbesitzer, die 190.000 Schusswaffen besitzen. "Die Zahl der kleinen Waffenscheine steigt stetig."

GdP für regelmäßige verdachtsunabhängige Kontrollen

Die GdP stütze politische Forderungen für eine sicherere Verwahrung. Die Grünen hatten angeregt, Munition am Verwendungsort, also in Schützenheimen und Wettkampfstätten, zu lagern. "Wir erwarten eine hohe verdachtsunabhängige Kontrolldichte der Waffenbehörden", sagte Jäger. Die waffenrechtlichen Zuverlässigkeitsprüfungen müssten intensiv und verlässlich durchgeführt werden.

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Die GdP fordert auch für Messer schärfere Regelungen. "Auch hier fordern wir aufgrund offenbar zunehmender Messerangriffe gegen Menschen in allen möglichen Alltagssituationen wirksame gesetzliche Anpassungen", sagte Jäger. Die erleichterte Einrichtung von Waffenverbotszonen in besonders gefährlichen Bereichen sei daher begrüßenswert. Solche Zonen erlaubten dann polizeiliche Kontrollen, die sonst rechtlich nur schwer möglich wären. Die GdP unterstützt damit eine Initiative der Innenministerkonferenz.

Von dpa

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