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Schleswig-Holstein Aus dem Tivoli wird eine Kulturwerkstatt
Nachrichten Schleswig-Holstein Aus dem Tivoli wird eine Kulturwerkstatt
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08:00 12.09.2017
Von Beate König
Frischer Wind für die alte Gaststätte: Hans-Rainer und Sigrid Hübner (von li.) eröffnen mit Tochter Susanne Bruhn im ehemaligen Tivoli die Kulturwerkstatt Aukrug. Quelle: Beate König
Aukrug

Zuletzt hatte das Tivoli bundesweit Schlagzeilen gemacht: Der alte Pächter hatte seinen Saal während des Landtagswahlkampfes an die AfD vermietet und damit bis heute andauernde, heftige Diskussionen in den sozialen Medien und Demonstrationen vor seiner Tür ausgelöst. Im Juli hatte er das Gasthaus dichtgemacht, nach eigenen Angaben wegen persönlicher Anfeindungen und fehlender wirtschaftlicher Perspektiven.

„Wir wollen damit nicht in Verbindungen gebracht werden“, betont Sigrid Hübner. Die 66-Jährige, ihr Mann Hans-Rainer (70) und ihre Tochter Susanne Bruhn (48) kauften am 15. Juli das rund 120 Jahre alte Gebäude von Peter Niziak, Zahnarzt in Aukrug und direkter Nachbar.

Der 192 Quadratmeter große Saal mit Parkettboden, Original-Holzpfeilern und den Stuckelementen an der Decke hatte es der Familie angetan. Erinnerungen an gemeinsame Familienessen, Treffen mit Freunden und die guten Konzerte im Saal mischten sich ebenfalls in die Entscheidungsfindung. Hans-Rainer Hübner kaufte das Haus und verpachtete es an die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Sigrid Hübner und Susanne Bruhn dafür gegründet hatten.

Hans-Rainer Hübner baute ein zwölf Quadratmeter großes Bühnenpodest, „die Guckkastenbühne ist für große Ensembles zu klein.“ Susanne Bruhn denkt darüber nach, das Tonnengewölbe des Saals mit Querstreben zu stabilisieren.

Das Konzept der Kulturwerkstatt Aukrug orientiert sich an den alten Zeiten: Rock-, Blues-, Swing-, Jazz-Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen plant Sigrid Hübner. „Wir haben in der Musikszene gute Kontakte.“ Das Angebot der Kulturwerkstatt soll langsam wachsen. Die Familie hofft, dass die Revitalisierung der Gaststätte zurück zum guten Ruf in der Region gelingt.

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