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Schleswig-Holstein Auf den Spuren der „Displaced Persons“
Nachrichten Schleswig-Holstein Auf den Spuren der „Displaced Persons“
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09:00 01.12.2014
Foto: Auch er gehörte zu den „Displaced Persons“: Ein Junge wartet in der Ankunftshalle von New York, vermutlich 1947 oder 1948.
Auch er gehörte zu den „Displaced Persons“: Ein Junge wartet in der Ankunftshalle von New York, vermutlich 1947 oder 1948.
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Bremerhaven

Bremerhaven. Die mehr als 2000 gesammelten Lebensgeschichten begleiten „ganz persönliche Erinnerungsstücke“ und „originale Objekte“. Neben der ganzjährigen Ausstellung, in der man selbst zum Aus- oder Einwanderer wird, gibt es die Sonderausstellung „Displaced Persons – Überlebende des Holocaust 1938-1951“, ein Begriff für die Verschleppten während des Nationalsozialismus. Diese zeigt zum einen den Bilderzyklus des US-amerikanischen Fotografen Clemens Kalischer, der die Ankunft von „Displaced Persons“ 1947/48 im Hafen New Yorks dokumentierte, sowie zum anderen historische Hintergrundinformationen und die Biografien 14 Überlebender. Laut Tanja Fittkau, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Auswandererhauses und eine Kuratorin der Sonderausstellung, wird den Besuchern durch die drei unterschiedlichen Ausstellungsteile ein „Einblick in die Geschichte“ ermöglicht. Die bereits am 14. Juli angelaufene Ausstellung weise eine sehr gute Resonanz auf, so Tanja Fittkau. Zudem sei es das erste Mal, dass die Geschichte der „Displaced Persons“ in einer Ausstellung behandelt werde. Zu ihnen zählten meist jüdische und nichtjüdische KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. „Von rund 712000 DPs, die nach dem Krieg auswanderten, verließen mehr als 550000 ihre europäische Heimat über Bremerhaven“, erklärte die wissenschaftliche Mitarbeiterin.

 Die Sonderausstellung läuft noch bis zum 4. Januar 2015.

 Von Malin Vöge, Klasse 9b, Hebbelschule Kiel