Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Die Michels testen den Hybrid
Nachrichten Schleswig-Holstein Die Michels testen den Hybrid
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:57 27.11.2018
Von Sven Hornung
Sie wollen wissen, ob der Plug-In-Hybrid besser ist als ihr Diesel: Jörg und Claudia Michel starten mit Sohn David und Tochter Hannah in die Auto-Testwoche. Quelle: Ulf Dahl
Groß Nordsee

So wie viele andere Familien auch sind die Michels ins Kieler Umland gezogen, um ihren Wohntraum und ein Leben im Grünen zu verwirklichen. Im zwölf Kilometer von Kiel entfernten Groß Nordsee lebt es sich idyllisch, doch die Wege zur Arbeit, Schule und Hobbys der Kinder stellen für die Familie eine logistische Herausforderung dar. Ohne Auto geht es nicht. Jörg Michel möchte sein Leben dennoch so umweltbewusst wie möglich gestalten. Ob er mit dem Passat Variant GTE mit einem geringeren Verbrauch bei weniger Emission unterwegs ist, wird die Testwoche ab dem 24. November zeigen.

Testwoche startet ab 24. November

Der Clou: Jörg Michel fährt derzeit einen Euro-6-Diesel. „Was Größe und Platz angeht, entspricht der Plug-In-Hybrid genau meinem Passat Variant Diesel. Somit habe ich den direkten Vergleich“, sagt der Softwareentwickler. Sein Diesel sei für ihn die bisher einzige wirtschaftliche Variante, „auch wenn mir nicht ganz wohl dabei ist. Denn ich habe mir vorgenommen, die Umwelt in puncto Mobilität weniger zu belasten“. Ein erster Schritt war für ihn, seine Energieversorgung im Haus über Ökostrom sicherzustellen.

„Ich mache mir schon Sorgen um die Zukunft meiner Kinder. Was für eine Welt wollen wir ihnen hinterlassen? Was können wir, was kann ich tun, damit sie und zukünftige Generationen in einer halbwegs intakten Umwelt aufwachsen können? Es gibt viele Ansätze“, meint Jörg Michel. „Aber von außen betrachtet, geht es der Autoindustrie nur darum, möglichst hohe Gewinne zu erzielen.“ Die Politik müsse das Thema Mobilität völlig neu denken.

Jörg Michel fährt etwa 400 Kilometer pro Woche

Besonders europäische Hersteller setzen aktuell auch auf die Plug-In-Technik. Die Gründe sind nicht nur ökologischer Natur. Denn die je nach Modell auf Strecken bis zu 50 Kilometer emissionsfrei fahrenden Plug-in-Hybrid-Pkw – vor allem die großen Luxus-SUV – bringen in Sachen Flottenverbrauch und CO2-Grenzwerte kräftige Pluspunkte gegenüber dem Gesetzgeber. Beim Plug-In-Hybrid kann der E-Motor zusätzlich extern geladen werden: Man schließt das Fahrzeug wie bei einem reinen Elektrofahrzeug an ein Stromnetz an, um die Batterie aufzuladen. Plug-In-Hybride sind also eine Mischform zwischen reinen Hybriden (ohne Stromanschluss) und reinen E-Autos.

Jörg Michel fährt etwa 400 Kilometer pro Woche mit seinem Diesel. Morgens bringt er seine Kinder Hannah (13) und David (16) zur Schule nach Kiel-Friedrichsort, fährt anschließend zur Arbeit nach Altenholz und holt sie später wieder ab. Hannah spielt in Felde Fußball, David segelt vor Schilksee. „Beide trainieren zweimal pro Woche und an den Wochenenden stehen auch schon mal längere Fahrten an“, erzählt Michel. Seine Frau Claudia (45) ist Musikerin, arbeitet vermehrt an Feiertagen und Wochenenden. Deshalb besitzt sie ein weiteres Auto. „Die Anbindung des ÖPNV ist leider sehr umständlich“, sagt der Familienvater. Jörg Michel sucht nach Alternativen, der Umwelt zuliebe. Als erstes gibt er dem Passat Variant GTE eine Chance.

Ist der Plug-In-Hybrid das Auto der Zukunft? Diese Frage wollen wir mit unserem großen Autotest beantworten. Die Leser von zehn Tageszeitungen testen eine Woche lang zehn Passat GTE. Für den Lesertest stellt VW die Fahrzeuge zur Verfügung. Über Auswahl und Ausrichtung der Berichterstattung entscheidet allein die Redaktion.

Für den zweiten Jahrgang im dualen Studium Informationstechnologie von Fachhochschule Kiel und Landeskriminalamt waren die bisherigen Bewerberzahlen nur rund halb so hoch wie im Vorjahr. Die Landesbehörde hat daher mitgeteilt, die Bewerbungsfrist bis zum 18. November zu verlängern.

Niklas Wieczorek 14.11.2018

Während sich Deutschland Mitte November noch über bestes Herbst-Wetter freuen kann und zuletzt mancherorts die 20-Grad-Marke erreicht wurde, müssen wir uns nun auf einen deutlich kälteren Rest-Monat einstellen. Auch in Schleswig-Holstein ist mit Frost zu rechnen.

13.11.2018

Wenige Tage nach der zweitägigen Flucht eines schweren Straftäters wurde der nächste Vorfall im Zusammenhang mit der forensischen Psychiatrie Schleswig bekannt: Bereits Mitte Oktober hat eine psychisch kranke Patientin eine Pflegerin attackiert, bestätigten Klinik und Gesundheitsministerium.

Niklas Wieczorek 13.11.2018