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Schleswig-Holstein Bald 1000. Smartphone für Polizisten in Schleswig-Holstein
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Bald 1000. Smartphone für Polizisten in Schleswig-Holstein

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07:10 17.08.2020
Ein Polizist hält sein Smartphone vor einem Polizeiauto in der Hand. Die Ausstattung der Polizei in Schleswig-Holstein mit solchen mobilen Geräten kommt voran.
Ein Polizist hält sein Smartphone vor einem Polizeiauto in der Hand. Die Ausstattung der Polizei in Schleswig-Holstein mit solchen mobilen Geräten kommt voran. Quelle: Robert Michael/dpa/Archivbild
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Die Ausrüstung der Polizei in Schleswig-Holstein mit speziellen Smartphones kommt voran. „Wir werden wie geplant spätestens zum Jahresende das 1000. Gerät in Betrieb nehmen“, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. „Insgesamt werden wir 6000 bis 7000 brauchen.“

Die Ausstattung der Polizei mit Smartphones sei im Übrigen komplizierter als weithin gedacht, erklärte Sütterlin-Waack. „Wer glaubt, man geht einfach in einen großen Elektronikmarkt, ordert 5000 Smartphones und dann geht's los, der irrt gewaltig.“

Während ihrer Sommertour habe sie sich eingehend damit vertraut gemacht, welche Programme hochgeladen werden müssen und welche Vorschriften zu beachten sind. „Das ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt.“ Schließlich müssten polizeiliche Verfahren unter Einhaltung aller Sicherheits- und Datenschutzvorkehrungen digitalisiert werden.

Smartphones sollen Arbeit erleichtern

Die Smartphones der Beamten werden unter anderem mit einer Dokumentenprüf-App versehen, um die Arbeit zu erleichtern. Auf den Geräten sind auch eine Version der Vorgangsbearbeitungs-App @rtus sowie eine Anwendung für Kartendienste und Navigation installiert. Ab Herbst sollen ein Messenger und eine App zur mobilen Erfassung von Ordnungswidrigkeiten dazukommen.

Eine gute Ausstattung der 9500 Polizeibeamten sei ihr sehr wichtig, sagte die Ministerin. „Nur wenn die Polizei gut ausgestattet ist, kann sie auch gut arbeiten.“ Die Kosten für die Smartphones seien in der mittelfristigen Finanzplanung enthalten. Wann tatsächlich alle Polizisten über ein Dienst-Smartphone verfügen werden, stehe noch nicht definitiv fest. Sütterlin-Waack verwies dabei auch auf die enormen Zusatzbelastungen für das Land durch die Corona-Seuche.

Laut Innenministerium belaufen sich die Smartphone-Einführungskosten für die Polizei im laufenden Jahr auf eine Million Euro. Für den Kauf weiterer Geräte und Anwendungen sind in den kommenden Jahren weitere fünf Millionen Euro eingeplant.

Von RND/dpa