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Schleswig-Holstein Der Wolf ist zurück im Norden
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10:00 08.11.2017
Seit 2007 gab es nach Angaben des Landesamtes 50 bestätigte Nachweise für die Anwesenheit von Wölfen im Land. Einige der Tiere wurden von Wildkameras aufgenommen. Quelle: Julian Stratenschulte
Kiel

„Es wies den für Wölfe typischen Kehlbiss auf“, sagte der Halter gestern der Zeitung. Das gerissene Schaf war am 12. Oktober gefunden worden. „Genetische Analysen zeigen, dass der Wolf eindeutig der Verursacher war“, teilte Martin Schmidt mit, Sprecher des Landesamtes für Umwelt.

Der Fund ist nicht der einzige: Auch im Lehrrevier Moorgarten der Kreisjägerschaft Lübeck wurden zwei vom Wolf getötete Rehe registriert. „Man sieht es an den Riss-Spuren“, sagte Revierleiter Ernst Pnischak. Amtlich überprüft wurde dieser Befund nicht.

Es sei davon auszugehen, dass es sich bei dem Lübecker Wolf um ein einzelnes, durchziehendes Tier gehandelt habe, vermutet Wolfsbetreuer Jens Matzen. „Es gibt keine Hinweise, dass dieser Wolf oder ein anderer derzeit noch im Stadtgebiet unterwegs ist.“

Die meisten Wölfe leben in Sachsen und Niedersachsen – deutschlandweit sind es nach Kenntnis des Naturschutzbundes Nabu derzeit 61 Rudel und neun Paare. Heute will das Bundesamt für Naturschutz aktuelle Bestandzahlen präsentieren. „Die Zahl der Rudel hat bundesweit zugenommen“, sagte Ruth Schedlbauer gestern, Sprecherin des Bundesamtes. Während Naturschützer sich freuen, fordern Jäger und Schafzüchter im Norden eine Begrenzung des Bestandes. „Am liebsten wäre uns, wenn es hier gar keine Wölfe gäbe“, meint Janine Bruser, Geschäftsführerin des Landesverbandes Schleswig-Holsteiner Schaf- und Ziegenzüchter. „Problemwölfe, die öfter Schafe reißen, müssen entnommen werden.“

Von kn online

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