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Schleswig-Holstein Polizei überprüft Schiffsdaten
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09:38 19.08.2018
Von Frank Behling
Foto: Die Suche nach dem Schiff, dass eine größere Menge Schweröl in die Nordsee gepumpt hat, dauert an. Die Behörden versuchen mit Schiffs- und Hafendaten dem Verursacher auf die Spur zu kommen.
Die Suche nach dem Schiff, dass eine größere Menge Schweröl in die Nordsee gepumpt hat, dauert an. Die Behörden versuchen mit Schiffs- und Hafendaten dem Verursacher auf die Spur zu kommen. Quelle: Frank Behling (Symbolbild)
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Kiel

Am Freitag hatte ein Hubschrauber der Bundespolizei aus Fuhlendorf westlich von Helgoland eine 53 Kilometer lange und rund 300 Meter breite Ölspur entdeckt. Die genommenen Proben bestätigten laut Havariekommando den Verdacht, dass es sich bei dem illegal in die Nordsee abgelassenen Stoff um Schweröl handelte.

Das Öl war am Sonnabend aber nicht mehr sichtbar. Die Behörden vermuten aufgrund der Erkenntnisse der Wasserschutzpolizei, dass das Öl durch die Beimischung von Reinigungsmitteln auf den Meeresgrund gesunken ist. Eine Bekämpfung der Verschmutzung ist deshalb laut Havariekommando auch nicht mehr möglich.

Proben des Öls werden mit Öltankern verglichen

Bei der Ermittlung der Verschmutzung konzentrieren sich die Behörden jetzt auf die Verkehrsbewegungen am Donnerstag und Freitag in der Nordsee. Die Position und der Verlauf der Ölspur deuten darauf hin, dass das Öl von einem Schiff abgepumpt wurde, das das Verkehrstrennungsgebiet bei Helgoland aus in nordwestliche Richtung verlassen hat.

Da die Verschmutzung aufgrund erster Erkenntnisse aus Drift- und Winddaten vermutlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag verursacht wurde, konzentrieren sich die Ermittlungen der Polizeibehörden Wasserschutzpolizei auch auf Tanker, die im Laufe der Woche einen deutschen Hafen an Weser, Ems oder Elbe verlassen haben. Außerdem werden die Proben des Öls mit Daten von Öltankern in Hamburg, Brunsbüttel und Wilhelmshaven verglichen.

Auch Schleswig-Holsteins Behörde ermittelt

In die Ermittlungen sind neben Bundespolizei auch die Wasserschutzpolizeibehörden aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein eingebunden.

Es besteht der Verdacht, dass die Besatzung des noch unbekannten Schiffes nach dem Auslaufen aus einem deutschen Hafen oder dem Verlassen eines Ankerplatzes bei Helgoland die Tanks von Schwerölresten gereinigt hat und das Öl-Wasser-Gemisch mitsamt Reinigungsmittel beim Verlassen der Deutschen Bucht  in die Nordsee gepumpt hat.