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Schleswig-Holstein Behörden wollen besser vor Katastrophen warnen
Nachrichten Schleswig-Holstein Behörden wollen besser vor Katastrophen warnen
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10:00 23.01.2017
Von Frank Behling
Hört jeder: Sirenen sind auch in Zukunft gefragt. Quelle: Silke Rönnau
Kiel

Das Innenministerium kündigte an, das modulare Warnsystem (Mowa) einzuführen, mit dem App-Alarme, Radiodurchsagen und Sirenen ausgelöst werden können.

 „Das Geld steht bereit und die technische Ausrüstung kann angeschafft werden“, bestätigt Ralf Kirchhoff vom Brandschutzreferat des Innenministeriums. Das neue System biete die Chance, „möglichst viele Menschen gleichzeitig und schnell zu erreichen“. Das Thema hat durch die schwere Sturmflut neue Aktualität gewonnen. So trafen die Feuerwehrleute in Lübeck wiederholt auf Hausbewohner, die keine Warnung gehört hatten und vom Hochwasser überrascht wurden.

 Noch in diesem Jahr werde Schleswig-Holstein alle nichtpolizeilichen Leitstellen mit dem modularen Warnsystem ausrüsten, erklärt Jana Ohlhoff, Sprecherin des Innenministeriums. So könnten die Lagezentren von Bund und Land oder die Leitstellen der Kreise zeitgleich mehrere Medien nutzen, um beispielsweise über drohende Unwetter zu informieren. Gleichzeitig arbeitet in Kiel die Berufsfeuerwehr an „neuen Konzepten“ für die Alarmierung, bestätigt der stellvertretende Amtsleiter Ulrich Hackenberg. Details sollen im Innen- und Umweltausschuss der Landeshauptstadt präsentiert werden.

 Dabei könnten auch die guten alten Sirenen wieder eine wichtige Rolle spielen. Sie werden derzeit nur noch in den Stadtteilen am Rande Kiels eingesetzt, um die Feuerwehr zu alarmieren. Bis 2019 will die Landeshauptstadt 65 neue Anlagen installieren.

 Parallel prüft die Feuerwehr Kiel derzeit, „welche zusätzlichen Warnmöglichkeiten für den Wirkkreis der Landeshauptstadt sinnvoll sind“, heißt es. Gemeinsam mit den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön, mit denen die Leitstelle der Feuerwehr zusammenarbeitet, wird über die Einführung von „Katwarn“ nachgedacht, einer App fürs Smartphone.

 In Neumünster ist das aktuell kein Thema. Die Kreise Segeberg und Ostholstein stimmen sich aktuell mit den umliegenden Kreisen ab. Das von Versicherungen getragene „Katwarn“-System kostet die Kreise 15000 Euro im ersten und 3000 Euro in jedem weiteren Jahr. Es kann neben der Warnung per App auch SMS oder E-Mails verschicken, um gezielt Postleitzahlenbereiche zu warnen.

 Von Frank Behling und Niklas Wieczorek

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