Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Schleswig-Holstein Die Tarnkappenschiffe kommen
Nachrichten Schleswig-Holstein Die Tarnkappenschiffe kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:15 06.06.2019
Von Frank Behling
Zwei schwedische Tarnkappenkorvetten werden am Donnerstag in Kiel erwartet. Sie schließen sich dem Nato-Manöver an. Quelle: Frank Behling
Kiel

Das Führungsschiff "Mount Whitney" und der Flugzeugträger „Juan Carlos I“ waren nur die Vorhut. Dabei hätte der Träger fast einen neuen Rekord aufgestellt. Es ist das größte Kriegsschiff seit 1971, das sicher im Tirpitzhafen anlegte.

Der spanische Flugzeugträger ist mit 27.079 Tonnen Einsatzverdrängung nur geringfügig kleiner als der amerikanische Flugzeugträger „Intrepid“, der vom 21. bis 24. Mai 1971 dort anlegte. Größer war 1989 nur das US-Schlachtschiff „Iowa“ – das jedoch nicht anlegen konnte und ankerte. 

Tarnkappenschiffe aus Schweden kommen

Weitere 34 sollen am heutigen Donnerstag folgen. Sie sammeln sich für das große Seemanöver Baltops 2019, das morgen mit einer Konferenz im Marinestützpunkt eröffnet wird. Ein Open Ship ist auch zur Kieler Woche geplant. „Dafür war jetzt keine Zeit. Die Besatzungen sind zu sehr mit den Vorbereitungen fürs Manöver beschäftigt“, sagt Fregattenkapitän Frank Martin von der Deutschen Marine

Hier sehen Sie Bilder vom Flugzeugträger „Juan Carlos“.

Am Donnerstag werden zunächst zwei Nato-Verbände mit 15 Einheiten erwartet. Dazu kommen dann noch Landungsschiffe aus Großbritannien und zwei neuartige Tarnkappen-Korvetten der "Visby"-Klasse aus Schweden.  Sie werden gegen Abend erwartet.  Weitere Schiffe werden aus Frankreich, Norwegen, Polen, Litauen, Estland, Lettland und den Niederlanden kommen.

Größte Flottenkonzentration der Nato in Deutschland seit 1990

Diese Flotte ist die größte Ansammlung von Marineeinheiten in einem deutschen Hafen seit dem Ende des Kalten Kriegs 1990. Sie wird von Kiel aus bis ins Baltikum gehen. Mit dabei auch die Partner Schweden und Finnland.

Video: "Carson City" in Eckernförde für das Baltops-Manöver

Nach derzeitigem Stand soll die aktive Phase am Sonntag mit dem Auslaufen beginnen. Als erster Programmpunkt steht eine amphibische Landeoperation bei Putlos an der Hohwachter Bucht auf dem Programm. 

Unterstützung für die Soldaten von CDU und FDP

Nachdem es von den Kieler Grünen sowie Umweltverbänden mit Hinweis auf den ausgerufenen Klimanotstand heftige Kritik an dem Manöver gab, bekannte sich in Kiel die CDU zu dem Auftrag der Soldaten. „Ich finde es gut, dass sich Kiel unseren internationalen Freunden als weltoffene Stadt präsentiert, und ich heiße unsere Partner herzlich in der Landeshauptstadt willkommen“, sagte der Kieler CDU-Landtagsabgeordnete Tobias Loose.

Die US Navy bereitet das Manöver Baltops in Kiel vor. Die ersten Einheiten sind eingetroffen.

Auch bei der FDP gab es Unterstützung für den Auftrag der Soldaten und Kritik an der Ausrufung des Klimanotstands. „Was wohl unsere Verbündeten im Baltikum darüber denken, dass hier notwendige Manöver allen Ernstes aus Klimaschutzgründen infrage gestellt werden?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Naivität oder Ablehnung von Bundeswehr und Nato ist, aber die FDP-Landtagsfraktion steht hinter unserer Bundeswehr, der NATO-Mitgliedschaft Deutschlands und entsprechenden Manövern am Marinestandort Kiel“, sagte Christopher Vogt, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag. 

Weitere Informationen zum Manöver in der Ostsee finden Sie auf unserer Themenseite.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie lässt sich die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auf dem Land sicherstellen? Das diskutiert seit Mittwoch der Bundeskongress des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken BDPK in Kiel. Dabei geht es nicht nur um genügend Ärzte. Noch größere Sorgen bereitet der Mangel an Pflegekräften.

Heike Stüben 05.06.2019

Schleswig-Holstein nimmt nach dem diesjährigen Mathematik-Abitur keine Korrekturen am Schwierigkeitsgrad der Aufgaben vor. Nach 90 Prozent der Rückmeldungen aus den Schulen liegen die Ergebnisse auf dem Niveau der vergangenen Jahre, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums am Mittwoch sagte.

05.06.2019

Der geplante Lauschangriff auf Alexa & Co sorgt für Zoff in der Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein. Die CDU möchte der Polizei die Nutzung digitaler Spuren aus dem Bereich „Smart Home“ erlauben, Grüne und FDP lehnen das mit Blick auf die Privatsphäre der Bürger strikt ab.

05.06.2019