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Schleswig-Holstein Lärm lähmt Lernen
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15:10 26.11.2014
Foto: Der Baustellenlärm neben Schulgebäuden ist ein häufiger Grund für abnehmende Konzentration im Unterricht.
Der Baustellenlärm neben Schulgebäuden ist ein häufiger Grund für abnehmende Konzentration im Unterricht. Quelle: Hannah Dircks
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Kiel

Kiel. Zum Lernen in der Schule gehört Konzentration. Doch wenn es zu laut ist, kann das ziemlich schwer werden. In manchen Klassen ist die Lautstärke ein Problem.

 Laut dem Amt für Immobilienwirtschaft Kiel spielen die Baumaterialien dafür eine große Rolle. Je mehr „harte“ Materialien verarbeitet wurden, wie Fliesen oder Parkett, glatte Wände und Decken, Fenster und Glasflächen ohne Vorhänge und Sitzmöbel ohne Polster, desto weniger Geräusche werden absorbiert. „Weiche“ oder an der Oberfläche gebrochene Materialien hingegen, nämlich abgehängte Lochdecken, Möblierungen mit Polsteranteilen, Linoleum-Fußbodenbeläge und Wandtapeten führen zur Schallaufnahme und einer angenehmen Raumakustik.

 Arno Schütt, Hausmeister der Ricarda-Huch-Schule, erklärte, dass es außen an der Aula und innen zwischen den Klassenraumwänden Dämmungen gibt. Außerdem wurden dort die Decken nach unten gezogen, sodass sich der Schall nicht im gesamten Volumen verteilt. Vorhänge wurden ebenfalls angebracht. Im Musikraum wurden Schallwände eingebaut, damit keine Musik nach Außen dringt.

 Eine Umfrage in der Klasse 8c hat ergeben, dass die Lautstärke meistens angenehm ist. Nur manchmal wirkt es ziemlich laut. „Man versteht den Lehrer dann nicht und verpasst so vielleicht Wichtiges“, äußerte sich Johanna Kaiser. Die Mehrheit wäre dafür, den Raum weiter zu dämmen, wie mit sogenannten Akustikplatten an freien Wandflächen oder durch zusätzliche Deckenelemente wie Stoffsegel. Teppiche sollten aus hygienischen Gründen nicht verlegt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Verlagerung der Garderoben in die Klassenräume. Nur wenige Schüler fänden es besser, Regeln zu vereinbaren. „Nachher würden sich vielleicht doch nicht alle daran halten. Dann wäre es schon besser, etwas anderes einbauen zu lassen“, so Judith Enquay.

 Von Hannah Dircks, Klasse 8c, Ricarda-Huch-Schule Kiel