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Schleswig-Holstein Buchholz will, dass der Bund mehr für Offshore-Windkraft tut
Nachrichten Schleswig-Holstein Buchholz will, dass der Bund mehr für Offshore-Windkraft tut
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06:49 22.05.2019
Blick auf den Offshore-Windpark "Wikinger", der am 29.10.2018 in Regelbetrieb gegangen ist. Der Offshore-Windpark befindet sich 45 Kilometer vor der Nordostküste der Insel Rügen und erstreckt sich über eine Fläche von 34 Quadratkilometer. Quelle: Danny Gohlke/dpa
Kiel

„Aktuell sind knapp 6,4 Gigawatt Offshore-Leistung am Netz und das für 2030 gesteckte Ausbauziel der Bundesregierung liegt bei 15 Gigawatt“, sagte der FDP-Politiker mit Blick auf die am Mittwoch in Friedrichshafen beginnende Nationale Maritime Konferenz der Deutschen Presse-Agentur.

„Um der Branche eine sichere Planungs- und Investitionsperspektive zu geben, brauchen wir einen Ausbau auf mindestens 20 Gigawatt in den nächsten zehn Jahren und auf 30 Gigawatt bis 2035.“ Bei dem zweitägigen Branchentreffen in Friedrichshafen ist die Offshore-Windenergie ein zentrales Thema.

Mehrjährige Ausbaulücke stehe der Windindustrie bevor

Die Bundesregierung habe trotz eines gemeinsamen Appells der Wirtschaftsministerkonferenz und der Küstenländer im vergangenen Jahr bislang keine Signale gesetzt, die Forderungen umzusetzen. „Auch mein Vorschlag, die noch verfügbaren Netzanschlusskapazitäten für Nordsee-Windparkprojekte in einer Größenordnung von 1,5 Gigawatt in diesem Jahr auszuschreiben, wurde bislang nicht aufgegriffen.“

Der Windindustrie stehe bereits jetzt eine mehrjährige Ausbaulücke bevor, sagte der Kieler Minister. In der Ostsee stünden erst ab 2021 und in der Nordsee ab 2023 wieder Netzkapazitäten für neue Offshore-Anbindungen zur Verfügung. Damit bleibe der Bund anders als die meisten europäischen Nachbarn weit hinter seinen ursprünglichen Ambitionen zurück.

„Das sollte sich die Industrienation Deutschland nicht leisten“

„Wir laufen also sehenden Auges in die Gefahr, dass die Konzerne in Deutschland entweder Arbeitsplätze abbauen oder keine neuen schaffen werden“, sagte Buchholz. „Das sollte sich die Industrienation Deutschland – auch im Sinne der Energiewende – nicht leisten.“

Der Landtag hatte erst vergangene Woche mit den Stimmen der Regierungspartei FDP den seit 2015 geltenden Ausbaustopp für Windanlagen an Land verlängert, um einen Wildwuchs zu verhindern.

RND/dpa

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