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Schleswig-Holstein Warum auch Christen Ostereier suchen
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08:00 20.04.2019
Von Anne Holbach
Protestanten erfanden die Legende vom Osterhasen, der Eier bringt. Quelle: Caroline Seidel
Kiel

Ostern ist das höchste Fest im Kirchenjahr. Was genau wird gefeiert?

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit und erinnert an die Mitte unseres Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist also ein Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod.

Trotzdem sind die Kirchen an Weihnachten voll, zu Ostern aber nicht. Woran liegt das?

Das ist tatsächlich ein Phänomen. Immerhin geben knapp 27 Prozent aller Evangelischen an, dass sie an Ostern fast immer in die Kirche gehen. Daran wird deutlich, dass die Bedeutung vielen Kirchenmitgliedern bewusst ist.

Mein Eindruck ist, dass beim Weihnachtsfest die Verbindung des Gottesdienstbesuches mit den familiären Strukturen noch viel stärker ausgeprägt ist. Man geht gemeinsam in den Gottesdienst vor oder nach der Bescherung. Oftmals sind die eigenen Kinder oder Enkelkinder selbst beteiligt. Es werden Traditionen gepflegt. Vermutlich spricht das Weihnachtsfest auch noch stärker unsere Sehnsucht nach einer Beheimatung im Überlieferten und nach Frieden für diese Welt an. Und nicht zuletzt tun wir uns schwer mit dem Tod und neigen doch auch dazu, ihn aus unserem Leben zu verdrängen.

Viele Menschen verbinden Ostern mit Lammbraten und dem Osterhasen. Kann ich als guter Christ auf Ostereiersuche gehen?

Aber natürlich, das können Sie! Das Osterei verstehe ich als ein Symbol für das unsichtbare Leben entgegen dem Augenschein. Als Symbol für die drei Tage zwischen Karfreitag und Ostern, in denen alles neu wird. Und es spricht durchaus nichts gegen Lammbraten. Denn auch das Osterlamm ist ein christliches Symbol. Es erinnert daran, dass Gott uns seine Liebe bedingungslos schenkt.

Der Osterhase soll übrigens eine Legende sein, die von Protestanten erfunden wurde, um zu erklären, warum es an Ostern Eier gibt: Während der Fastenzeit durften Katholiken früher keine Eier essen, so dass an Ostern besonders viele zu finden waren. Nach der Reformation hielten auch die Protestanten an diesem Brauch fest. Doch sie lehnten die Fastenzeit ab. Und um ihren Kindern erklären zu können, warum es gerade an Ostern so viele Eier gab, erfanden sie die Legende vom tierischen Gabenbringer. Durchgesetzt hat er sich übrigens erst um das Jahr 1800.

Das ganze Gespräch mit Bischof Magaard lesen Sie in den Kieler Nachrichten, Ausgabe vom Sonnabend, 20. April.

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