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Schleswig-Holstein Bisher größter Schulstreik fürs Klima
Nachrichten Schleswig-Holstein Bisher größter Schulstreik fürs Klima
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17:13 08.02.2019
Foto: Auch in Rendsburg wurde am Freitag für bessere Klimapolitik demonstriert. 
Auch in Rendsburg wurde am Freitag für bessere Klimapolitik demonstriert.  Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Flensburg/Rendsburg/Kiel

Die Polizei sprach dagegen von etwa 1000 Demonstranten, die von der Hafenspitze durch die Innenstadt Richtung Rathaus zogen.

"Ich unterstütze die Proteste, weil sie den Blick lenken auf Versäumnisse der Politik im Klimaschutz", sagte Andresen, der in Flensburg dabei war und ebenso wie Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) vor den Demonstranten sprach.

In Rendsburg beteiligten sich am Freitag laut Polizei 500 bis 600 junge Menschen. In der Spitze seien es sogar deutlich mehr gewesen, sagte ein Polizeisprecher. In Kiel protestierten 50 bis 90 Demonstranten mit einer Mahnwache vor dem Landeshaus. In Hamburg war laut Polizei diesmal keine Demonstration angemeldet.

Schwedin Greta Thunberg als Vorbild

Unter dem Motto #FridaysForFuture demonstrieren seit Wochen freitags Jugendliche während der Schulzeit für eine bessere Klimapolitik. Ihr Vorbild ist die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten freitags für das Klima streikt und zuletzt bei der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz (Katowice) mit einem dramatischen Appell für Furore gesorgt hatte.

Die Schulstreiks werden kontrovers diskutiert. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) begrüßt zwar das politische Engagement der Schüler, lehnt aber das Schulschwänzen dafür ab und hat auf mögliche Konsequenzen hingewiesen. Prien plädiert dafür, die Aktionen außerhalb der Schulzeit zu veranstalten. Die Gewerkschaft GEW hat sich gegen Sanktionen für demonstrierende Schüler ausgesprochen. Dagegen fordert die Junge Union "spürbare Konsequenzen". Die Grünen und die SPD wiederum sympathisieren mit den streikenden Schülern.

Von dpa