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Schleswig-Holstein Wenn Blaualgen das Baden verhindern
Nachrichten Schleswig-Holstein Wenn Blaualgen das Baden verhindern
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12:00 29.10.2013
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Peter Grupen war mehr als 25 Jahre Mitglied im Verein „Bordesholmer See“. Er kennt die Probleme des Sees genau. Quelle: hfr
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Bordesholm

Wir haben uns gefragt, warum der Bordesholmer See an Verschmutzung leidet und wer sich darum kümmert. Deshalb haben wir Peter Grupen aus dem ehemaligem Verein „Bordesholmer See“ und Lena Paschko, eine Umwelttechnikerin, interviewt.

Peter Grupen war seit der Gründung 1984 Mitglied des Vereins Bordesholmer See. Vor zwei Jahren wurde der Verein allerdings aufgelöst. Grupen berichtet über den Zustand des Sees: „Schon wesentlich länger hat der Bordesholmer See zu viele Nährstoffe. Vor 30 Jahren tauchte die Problematik erstmals in der Öffentlichkeit auf.“ Ein wichtiger Auslöser ist Phosphat, das Größtenteils aus dem Kahlbach kommt. Um den Phosphatanteil zu verringern, wurden die Bauern um den Bordesholmer See gebeten, die Düngung zu optimieren.

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Der Phosphatanteil wurde schon in den vergangenen Jahren halbiert, das Ziel ist aber, den Phosphatanteil nochmals zu halbieren. Durch die zu vielen Nährstoffe sind zu viele Algen im See und je wärmer es ist, desto mehr Algen entstehen. „Man sollte die Algen nicht zu oft verschlucken, aber eigentlich sind sie nicht giftig für Menschen und Tiere, aber Menschen können Ausschlag bekommen, wenn man im See schwimmt“, sagt Grupen. Wenn im Bordesholmer See zu viele Blaualgen sind, kann man das auch optisch gut erkennen, dann werden Badeverbotsschilder aufgehängt. Grupen: „Es werden Messungen der Närhstoffe durchgeführt. Mithilfe eines Gerätes werden Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und Leitfähigkeit analysiert.“

Lena Paschko (30) ist Umwelttechnekerin. Sie beschäftigt sich mit dem Bordesholmer See und kümmert sich schon seit fast zwei Jahren um die Messungen im See und die Sanierung. Der Bordesholmer See ist bei langanhaltenden, hohen Temperaturen sehr befallen von Algen. Es kann sein, dass er noch viele Jahre so verschmutzt ist. Der See wird allerdings nie algenfrei sein. Das ist normal, denn jeder See braucht Nährstoffe und somit sind auch Algen im See. Um den Phosphatanteil zu senken, werden zwei Überschwemmungsflächen angelegt. Diese Maßnahme ist noch in Planung, sie wird von Frau Paschko begleitet. Wann die Flächen angelegt werden, steht noch nicht fest.

Von Hanna Kähler, Svenja Payns und Lea Stüber, Klasse 8c, Hans-Brüggemann-Schule Bordesholm