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Blick in den Tag Blick in den 11.01.2017
Nachrichten Schleswig-Holstein Blick in den Tag Blick in den 11.01.2017
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18:48 11.01.2017
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Nach zehn Jahren Bauzeit wird am Mittwoch die Elbphilharmonie eröffnet. Quelle: dpa

Elbphilharmonie wird eröffnet

Endlich ist es so weit: Nach knapp zehn Jahren Bauzeit wird am Mittwochabend (20.15 Uhr) die Hamburger Elbphilharmonie eröffnet. Unter Leitung von Chefdirigent Thomas Hengelbrock spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester Werke von Cavalieri, Liebermann, Messiaen, Praetorius, Wagner und eine Uraufführung von Wolfgang Rihm. Bei einem Festakt werden zuvor Bundespräsident Joachim Gauck und Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) Reden halten. Zu den 2100 geladenen Gästen gehört auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Für Schaulustige wird die Musik optisch umgesetzt als Lichtinstallation auf das Gebäude übertragen.

WWF stellt Studie zu Fischfang vor

Die Umweltorganisation WWF präsentiert am Mittwoch eine Studie zum weltweiten Fischfang im Jahr 2050. In dem Papier mit dem Titel „Überfischt und unterversorgt“ stellen Forscher der Universität Kiel Prognosen dazu auf, wie viel Fisch 2050 nachhaltig gefangen werden kann. Es geht auch um die Frage, ob die Ressourcen langfristig zur Versorgung aller Menschen auf der Erde reichen werden. Heute schon gelten dem WWF zufolge 31 Prozent der Fischbestände weltweit als überfischt, 58 Prozent als gefährdet.

Förde-vhs präsentiert USA im Doppelpack

Seit mehr als 20 Jahren reist der Kieler Gunnar Endlich durch die Welt. In einem kurzweiligen Vortrag der Förde Volkshochschule vermittelt der passionierte Globetrotter Interessierten bildhaft seine Eindrücke von den Vereinigten Staaten. Am Mittwoch spricht Endlich von 19 Uhr an im Hörsaal in der ersten Ebene (N1.55) des RBZ Wirtschaft, Westring 444, über den amerikanischen Westen und New York; schlägt eine Brücke vom Cowboy-Mythos zum Großstadtdschungel.

In beeindruckenden Fotografien zeigt Endlich Bilder von einsamen Wanderungen am Mount Rainier, das funkelnde Las Vegas bei Nacht, die surrealen Windungen im Antelope Canyon, romantische Sonnenaufgänge im Monument Valley und die Weiten der pittoresken Sonora-Wüste mit den Saguaro-Kakteen. Im Gegensatz dazu steht das niemals schlafende New York, das der Fotograf in Helikopter-Aufnahmen ebenso festgehalten hat wie aus der Spaziergänger-Perspektive im Central Park oder aus einem der ikonischen „Yellow Cabs“.

Lesung über den Taizé-Gründer Frère Roger

Klaus Hamburger lebte dreißig Jahre als Frère Wolfgang in der Communauté de Taizé im französischen Burgund. In der Zeit arbeitete er eng mit dem Gründer der Bruderschaft, Frère Roger, zusammen und übersetzte zahlreiche Bücher des Priors vom Französischen ins Deutsche. Anlässlich des 100. Geburtstags des Gründers schrieb Klaus Hamburger ein Buch mit persönlichen Erlebnissen in der Gemeinschaft: „Danke Frère Roger: Persönliche Erinnerungen an den Gründer von Taizé“, aus dem er im Gemeindesaal St. Nikolaus (Rathausstraße 5, 24103 Kiel) am Mittwoch um 19:00Uhr liest. Um 18:30 Uhr findet eine Andacht mit Gesängen aus Taizé in der Kirche Sankt Nikolaus statt.

Der Schlag ins Kontor – eine filmische Zeitreise

In der Sonderausstellung „Das Büro. Schreibtechnik und Büroarbeit 1900-1980“ informiert das Stadtmuseum Warleberger Hof, Dänische Straße 19, noch bis zum 29. Januar über den Wandel von Arbeitswelt und Berufsbildern in den Kontoren und Büros Anfang des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden knapp 200 Exponate. Im Begleitprogramm zur Ausstellung präsentiert der Kieler Autor und Filmemacher Gerald Grote am Mittwoch um 19 Uhr unter dem Titel „Der Schlag ins Kontor – Die Erfindung der Schreibmaschine“ Filmraritäten rund um das Thema. Die unterhaltsamen Produktionen reichen vom historischen Werbefilm über satirische Animationen bis hin zur absurden Komödie. Die filmische Zeitreise zeigt, wie die Schreibmaschine den Büroalltag veränderte. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Neuer Prozess gegen Reitlehrer

Knapp ein Jahr nach seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs, gefährlicher Körperverletzung, Stalkings und Betrugs steht ein Reitlehrer aus dem Kreis Plön erneut vor Gericht. Am Mittwoch startet eine aufwändige Berufungsverhandlung vor dem Kieler Landgericht. Die 11. Strafkammer setzte 46 Verhandlungstage fest. Zunächst soll das Urteil der ersten Instanz in Auszügen verlesen werden. Der 52-Jährige war Ende März 2016 vom Amtsgericht Plön zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

35 Jahre nach einem Raubmord Prozessbeginn

35 Jahre nach einem Raubmord in Schleswig beginnt am Mittwoch (9.00 Uhr) vor dem Jugendgericht Flensburg der Prozess. Angeklagt ist ein heute 52 Jahre alter Familienvater aus Ostholstein. Er war zum Zeitpunkt des Verbrechens 17 Jahre alt. Deshalb findet das nicht öffentliche Verfahren vor dem Jugendgericht statt. 1982 war die 73-jährige Erna Ganz in Schleswig in ihrer Wohnung beraubt und erstickt worden. Die Polizei konnte den Fall nicht aufklären. Erst 2012 wurden mit neuen Methoden DNA-Spuren an alten Beweisstücken nachgewiesen.