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Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein will Booster für alle bis Ende Februar ermöglichen
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Booster-Impfung und Impfstellen: So geht es mit dem Impfen in Schleswig-Holstein weiter

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15:59 24.11.2021
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
In Schleswig-Holstein ist die Nachfrage nach Corona-Impfungen groß. Wie es mit dem Impfen im Land weitergeht, ist Thema einer Pressekonferenz am Mittwoch.
In Schleswig-Holstein ist die Nachfrage nach Corona-Impfungen groß. Wie es mit dem Impfen im Land weitergeht, ist Thema einer Pressekonferenz am Mittwoch. Quelle: Kay Nietfeld/dpa / Frank Peter
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Kiel

72,5 Prozent der Schleswig-Holsteiner sind vollständig gegen Corona geimpft – damit hat das Bundesland eine der höchsten Impfquoten in Deutschland. Doch wie geht es weiter? Und wie ist der Stand bei den Auffrisch-Impfungen und den Impfstellen im Land?

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) und Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH), haben am Mittwochmittag ein Update zum Stand der Impfkampagne gegeben.

Rund 1400 Arztpraxen sind daran bisher in Schleswig-Holstein beteiligt, so Dr. Monika Schliffke. Hinzu kämen mobile Impfteams. Ab Freitag, so Garg, werde zudem die Arbeit in den Impfstellen aufgenommen.

Booster-Impfung in Schleswig-Holstein: Vorrang haben die Senioren

In den Pflegeheimen und bei den über 70-Jährigen sind nach Angaben von Dr. Monika Schliffke bereits fast alle Menschen mit einer Booster-Impfung versorgt. Nun gehe es darum, den über 60-Jährigen in Schleswig-Holstein ein Impfangebot zu machen. Insgesamt warten rund 1,35 Millionen Menschen in Schleswig-Holstein auf einen Booster-Termin, so Schliffke. Sie erwarte, dass bis Ende Februar alle Impfwilligen auch eine Impfung erhalten haben.

Ab Donnerstag, 25. November, können Interessierte online Termine für die Impfstellen vereinbaren. Das Angebot richtet sich zunächst an die über 60-Jährigen. Jüngere Menschen können sich ab nächster Woche für einen Termin anmelden, sollten aber darauf achten, dass ihre letzte Impfung rund ein halbes Jahr zurückliegt. Anders sei es bei einer Erstimpfung mit Johnson & Johnson. Hier sei eine Booster-Impfung bereits nach 28 Tagen angeraten.

Interaktive Karte: Impfstellen in Schleswig-Holstein

Wer keinen Internetzugang hat, wird gebeten, sich beispielsweise über Nachbarn, Familie oder Freunde helfen zu lassen oder alternativ bei seinem bzw. ihrer Hausarztpraxis einen Termin zu vereinbaren. Bei Schwierigkeiten werde zudem telefonische Hilfe unter 0800 455 655 0 ermöglicht.

Ihre maximale Kapazität werden die insgesamt 26 Impfstellen in Schleswig-Holstein laut Garg bis zum 6. Dezember ausschöpfen. 250 Ärzte sollen dort arbeiten. Allein in den Impfstellen könnten bis Ende Februar rund eine halbe Million Termine vereinbart werden. Dies sei auch in den Abendstunden bis 19.30 Uhr möglich.

Corona-Impfung: Termin-Frust nicht am Praxispersonal auslassen

Garg richtete auch mahnende Worte an die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner: Wer seinen Wunschtermin nicht erhalte, sollte weder in den Impfstellen, noch in den Arztpraxen die Wut am Personal auslassen: „Diese Menschen tun alles, damit wir durch diese schwere Zeit kommen.“ Es gebe insgesamt genug Impfstoff für alle „von Moderna, und auch von Biontech.“

Eine Frage, die bisher offen bleibt: Wie lange hält die Wirkung der Booster-Impfung an? Dies könne man noch nicht beantworten, so Garg und Schliffke. Wichtig sei, eine Infrastruktur zu schaffen, um gegebenenfalls Millionen Menschen in absehbarer Zeit erneut gegen das Coronavirus zu impfen.

Video: So geht es mit den Impfen in Schleswig-Holstein weiter

Landtag berät über Impfpflicht in Schleswig-Holstein

Die deutlich verschärften Corona-Regeln beschäftigen am Mittwoch auch den Landtag in Kiel. Seit Beginn der Woche sind Ungeimpfte von Freizeitveranstaltungen drinnen ausgeschlossen, bei beruflichen Veranstaltungen gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

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In der Debatte dürfte es angesichts gestiegener Infektionszahlen auch um eine allgemeine Impfpflicht gehen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich dafür offen gezeigt, seine Stellvertreterin Monika Heinold (Grüne) bereits eine solche Pflicht zum 1. Januar als richtigen Weg bezeichnet.