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Schleswig-Holstein Männer trieben die Nacht im Wasser
Nachrichten Schleswig-Holstein Männer trieben die Nacht im Wasser
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15:17 18.07.2018
Auch mehrere Boote der DGzRS suchen nach den Vermissten. Quelle: Christian Stipeldey (Symbolfoto)
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Büsum

Aufatmen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste: Nach stundenlanger Suche mit Booten und Hubschrauber sind zwei vermisste Besatzungsmitglieder eines kleinen Bootes unversehrt nach Büsum zurückgekehrt. Seenotretter hatten die beiden Männer nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwoch auf der Sandbank Tertiussand vor der Küste Dithmarschens gefunden, rund zehn Kilometer vor Büsum.

Boot aufgrund von Seeschlag gekentert

Das Geschehen zuvor muss dramatisch gewesen sein, wie DGzRS-Sprecherin Antke Reemts schilderte. Sie berief sich auf Angaben des Vormanns des Seenotrettungskreuzers „Theodor Storm“, der an der Suchaktion beteiligt war. Demnach waren die beiden Männer mit ihrem sieben Meter langen Vermessungsboot am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr vermutlich aufgrund von Seeschlag, also starker Wassereinwirkung, gekentert und über Bord gegangen. Dann seien sie in der Nacht in der Nordsee getrieben. „Heute Morgen ist es ihnen dann gelungen, Grund unter die Füße zu bekommen“, sagte Reemts.

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Hubschrauber im Einsatz

Rettungskräfte hatten seit dem Morgen mit sieben Booten und einem Hubschrauber nach ihnen gesucht. Auch ein Marineschlepper war angefordert worden. Von Land aus unterstützten Freiwillige Feuerwehren die Suche. Das Suchgebiet reichte von St. Peter-Ording auf Eiderstadt (Kreis Nordfriesland) bis zur Elbmündung.

Dienstagabend letzter Kontakt

Den letzten Kontakt zu den Vermissten hatte es am Dienstagabend gegeben. Sie hätten laut DGzRS in der Nacht mit ihrem Boot in Büsum sein sollen. Die DGzRS war nach eigenen Angaben am Mittwoch um 8.25 Uhr alarmiert worden. Das Boot gehört einem Subunternehmen einer Offshore-Firma. An der Suche beteiligt waren sieben Boote, darunter drei Seenotrettungskreuzer der DGzRS, und ein Hubschrauber der Marine.

Von lno