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Schleswig-Holstein Briten kommen mit Armada in die Ostsee
Nachrichten Schleswig-Holstein Briten kommen mit Armada in die Ostsee
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09:00 05.04.2019
Von Frank Behling
Das britische Flottenflaggschiff "Albion" kommt mit zehn Schiffen in die Ostsee. Quelle: Frank Behling
Kiel

Bei Nachrichten aus dem Regierungsviertel in London überlagert derzeit das Thema Brexit alle anderen Neuigkeiten. Deshalb blieb auch die kleine Meldung von Verteidigungsminister Gavin Williamson am Mittwochabend nahezu unbemerkt. „Britisch geführte Hochbereitschafts-Kampfgruppe wird in die Ostsee verlegt“, überschrieb der Minister die Mitteilung. 

Operation "Baltic Protector" startet im Mai

Gemeint ist die Operation „Baltic Protector“. In mehreren Stützpunkten des Königreichs werden Schiffe mit Ausrüstung für einen mehrmonatigen Einsatz in der Ostsee beladen. Die Fahrt des Verbandes startet im Mai und soll bis in den Sommer hinein andauern. 

Es wird der erste Einsatz der neugeschaffenen Joint Expeditionary Force (JEF) sein, die von Großbritannien geführt wird. An dieser Kampfgruppe sind Einheiten der Royal Navy zusammen mit Schiffen und Soldaten aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und den Niederlanden beteiligt. Angeführt wird der aus 20 Schiffen und Booten bestehende Verband vom britischen Flottenflaggschiff „Albion“ mit einer Einheit der Marineinfanterie „Royal Marines“. 

Manöver auch als Signal an Russland

Verteidigungsminister Williamson ging in der Ankündigung auch auf den Brexit ein. „Auch wenn Großbritannien sich auf den Austritt aus der EU vorbereitet, unser unerschütterliches Bekenntnis zu europäischer Sicherheit und Stabilität ist wichtiger denn je zuvor“, so Williamson.

Großbritannien schickt acht Einheiten mit rund 2000 Soldaten in die Ostsee. Die Partnernationen stellen weitere 1000 Soldaten. „Der Einsatz unserer Seeleute und Marineinfanteristen an der Seite unserer Verbündeten in der Ostsee unterstreicht die führende Rolle Großbritanniens in Europa“, so der Minister.

Schwerpunkt werden dabei amphibische Landeoperationen sein, die auch an der Küste Schleswig-Holsteins geplant sind. Insgesamt stehen drei Manöver bis Juli auf dem Programm. So sind nach Informationen dieser Zeitung auch Landungen an Stränden in der Hohwachter Bucht und vor Eckernförde in Vorbereitung.

Mit dem Flaggschiff "Albion" kommen 20 weitere Einheiten und Spezialeinheiten in die Ostsee

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