Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Vermisste aus Brunsbüttel: Hat sich die Frau nach Spanien abgesetzt?
Nachrichten Schleswig-Holstein Vermisste aus Brunsbüttel: Hat sich die Frau nach Spanien abgesetzt?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:11 28.10.2019
Einsatzkräfte haben in der Nacht zum Montag vergeblich nach einer im Watt vor Brunsbüttel vermissten Frau und ihrem achtjährigen Sohn gesucht. Quelle: Karsten Schröder/Westküsten-News/dpa
Brunsbüttel

Im Fall einer mit ihrem achtjährigen Sohn verschwundenen Frau deutet immer mehr auf ein gezieltes Absetzen wegen einer Haftstrafe hin. Die 41-Jährige habe laut einer Zeugenaussage zuvor angekündigt, ihre Haftstrafe wegen mehrerer Betrugsdelikte nicht anzutreten, teilte die Polizei am Freitag mit.

Zunächst war nach dem Verschwinden von Mutter und Sohn von einem Selbstmord in der Elbmündung bei Brunsbüttel ausgegangen worden. Die Tochter hatte die Einsatzkräfte alarmiert. Daraufhin hatten Rettungskräfte eine großangelegte Suche im Watt gestartet.

Polizei befragt Zeugen

Die Ermittler haben mittlerweile den Mann befragt, dem die Mutter in den vergangenen Wochen verschiedenen Hausrat verkauft haben soll. Dabei seien beide sich auch etwas näher gekommen.

„Sie erzählte weiter, sie werde ihr Lebensumfeld verlassen und habe vor, Familienangehörige in Spanien aufzusuchen“, sagte Polizeisprecher Stefan Hinrichs. Sie habe angegeben, sich dafür einige große Koffer besorgt zu haben. Der Mann hatte sich am Donnerstag über der Heider Kriminalpolizei gemeldet.

Die Kripo aus dem Norden hat in dem Fall bereits Kontakt mit Interpol aufgenommen, um die spanischen Behörden zu informieren. „Ob die Frau tatsächlich nach Spanien gereist ist und um welche Gegend in Spanien es sich gegebenenfalls handelt ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen bleiben spannend“, hieß es weiter.

Konten leergeräumt und Auto verkauft

Nach dem Verschwinden von Mutter und Sohn waren mehrere Hinweise bei der Polizei eingegangen, denen die Ermittler nachgehen. Bereits zuvor hatten sich Hinweise verdichtet, dass die Frau keinen Selbstmord in der Nordsee beging, sondern aus ihrem Lebensumfeld verschwinden wollte.

Laut Polizei hatte sie ihr Konto und das ihres Sohnes leergeräumt, ihre kompletten Ausweispapiere dabei und den Wagen zuvor verkauft. Zudem hätte sie einen Tag nach ihrem Verschwinden eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen mehrerer Betrugsdelikte antreten müssen.

Von RND/dpa

Schleswig-Holstein bekommt ein neues Großklinikum. In Flensburg fusionieren dafür zwei traditionsreiche Krankenhäuser: die evangelische Diakonissenanstalt Diako und das katholische Malteser-Haus St. Franziskus. Ein bundesweit einmaliges Modell, das als Vorbild für anderen Regionen dienen soll.

Heike Stüben 17.10.2019

Vor einem Ratzeburger Gymnasium fielen am Dienstag Schüsse. Die Polizei ermittelte den Verdächtigen schnell – von der Waffe fehlt allerdings noch jede Spur.

17.10.2019

Die Nordkirche will keine personellen Konsequenzen aus dem Verhalten ihres Polizeiseelsorgers Volker S. ziehen. Der Pastor hatte vor zwei Wochen zunächst Urlaub genommen, nachdem ihm vorgeworfen worden war, er habe einen Polizeigewerkschafter bespitzelt. Der Urlaub dauere weiter an, sagte ein Sprecher der Nordkirche.

Anne Holbach 17.10.2019