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Schleswig-Holstein Polizei stellt Vermisstenfahndung nach Mutter und Sohn ein
Nachrichten Schleswig-Holstein Polizei stellt Vermisstenfahndung nach Mutter und Sohn ein
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13:01 28.10.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Einsatzkräfte hatten vergeblich nach einer im Watt vor Brunsbüttel vermissten 41-jährigen Frau und ihrem achtjährigen Sohn gesucht. Zuvor hatte die 19-jährige Tochter der Vermissten die Behörden alarmiert, nachdem die Frau angeblich mit dem Kind im Watt verschwunden war. Nun wird die Vermisstenfahnung ganz eingestellt. Quelle: Karsten Schröder/dpa
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Brunsbüttel

Die 41-Jährige rief ihre in Hessen lebende Nichte an, machte zu ihrem Aufenthaltsort aber keine Angaben.

In dem Fall deutet vieles auf ein gezieltes Absetzen der Mutter mit ihrem achtjährigen Sohn wegen einer drohenden Haftstrafe hin. Diese hätte sie kurz nach ihrem Verschwinden am 13. Oktober wegen mehrerer Betrugsdelikte antreten müssen. Einem Zeugen hatte sie vor ihrem Verschwinden verschiedenen Hausrat verkauft und erklärt, sie wolle ihr Lebensumfeld verlassen und Familienangehörige in Spanien aufsuchen. In Spanien hat sie laut Polizei jedoch keine Verwandten.

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Tochter der 41-Jährigen hatte Suche in Gang gesetzt

Zunächst war nach dem Verschwinden von Mutter und Sohn von einem Selbstmord in der Elbmündung bei Brunsbüttel ausgegangen worden. Die Tochter hatte die Einsatzkräfte alarmiert. Daraufhin wurde eine großangelegte Suche im Watt gestartet.

"Es wird nun darauf gewartet, dass bezüglich des Haftantritts ein Haftbefehl durch die Staatsanwaltschaft in Hanau erlassen wird. Die Suche wird dann durch ein Fahndungskommissariat fortgeführt. Eine öffentliche Fahndung wird aufgrund mangelnder Deliktsschwere nicht erfolgen", teilte die Polizei Itzehoe am Montag mit.

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