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Schleswig-Holstein Für mich so keine Heimat mehr
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16:30 01.11.2013
Syriens Präsident Assad. Quelle: dpa
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Kiel

Drei meiner Verwandten wurden erschossen, zwei Onkel von mir gefangen genommen und irgendwo in Damaskus ins Gefängnis gesteckt, sie sind immer noch nicht frei. Für meine Eltern ist es besonders schlimm zu wissen, dass Mitglieder ihrer Familie jederzeit angegriffen werden können. Meine Tante ist vor einem Jahr nach Deutschland gekommen. In den nächsten Monaten versuchen noch weitere Verwandte zu fliehen.

 Ich finde es schrecklich, dass Menschen gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen, denn eigentlich ist es schön in Syrien. Ich war schon ein paar Mal dort. Außerhalb der Städte gibt es wunderschöne Landschaften und in friedlichen Zeiten hat die ganze Familie Picknick-Ausflüge gemacht. Früher waren wir glücklich in Syrien.

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 Wir hoffen, dass Deutschland unsere Verwandten aufnimmt, damit sie hier ohne Angst glücklich leben können. Aber noch mehr hoffen wir, dass das Blutvergießen in Syrien ein Ende hat.

 Von Scharif Said, Klasse 8c, Klaus-Groth-Schule Kiel