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Schleswig-Holstein Munition: Bund plant keine Bergung
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14:14 05.03.2019
Zwei Wasserbomben aus dem Zweiten Weltkrieg werden in der Ostsee gezielt gesprengt. Auf dem Meeresboden der Ostsee lagern schätzungsweise 300-000 Tonnen konventionelle Munition. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Innerhalb der Versenkungsgebiete sei aber "bislang keine großflächige Beräumung geplant". Bei Bergungen und Sprengungen vor Ort bestünde auch die Gefahr, dass enthaltene Kampfmittel freigesetzt würden.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Olaf in der Beek forderte eine Lösung, um schnellstmöglich eine Entschärfung der Munition zu erreichen und gravierenden Umweltauswirkungen entgegenzuwirken. Dabei seien auch Möglichkeiten von Unterwasserrobotern und Tauchdrohnen zu eruieren. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder, Hans-Joachim Grote (CDU) aus Schleswig-Holstein, hat sich bereits dafür stark gemacht, die Munitionsbeseitigung jetzt offensiv anzugehen.

Munition wurde im Zweiten Weltkrieg und danach versenkt

Auf dem Meeresboden der Ostsee lagern schätzungsweise 300.000 Tonnen konventionelle Munition, die nach Angaben des bundeseigenen Thünen-Forschungsinstituts meist mit TNT oder Phosphor befüllt sind. Hinzu kommen chemische Kampfstoffe. Der Großteil der Munition stammt aus Militär-Operationen im Zweiten Weltkrieg - sowie aus gezielten Versenkungen nach Kriegsende, mit denen deutsche Lagerbestände beseitigt werden sollten.

In der Regierungsantwort erläutert das Umweltministerium, derzeit sei "weiterhin nicht erkennbar, dass eine großräumige Gefährdung der marinen Umwelt über den lokalen Bereich der munitionsbelasteten Flächen hinaus vorhanden oder zukünftig zu erwarten ist". Punktuell bestehe jedoch eine Gefährdung "für Personengruppen, die im marinen Bereich der Nord- und Ostsee mit Grundberührung tätig" seien. Neue, noch zu prüfende Forschungsergebnisse änderten zum gegenwärtigen Zeitpunkt diese Einschätzung nicht grundsätzlich.

Von dpa

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