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Schleswig-Holstein Zehn Millionen für Küstenschutz fehlen
Nachrichten Schleswig-Holstein Zehn Millionen für Küstenschutz fehlen
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08:00 26.03.2018
Von Christian Hiersemenzel
Foto: In Dagebüll sollen die Deiche verstärkt werden: Doch die Finanzierung des Küstenschutzes in gerät derzeit in Gefahr, weil auf Geld aus Berlin gewartet werden muss.
In Dagebüll sollen die Deiche verstärkt werden: Doch die Finanzierung des Küstenschutzes in gerät derzeit in Gefahr, weil auf Geld aus Berlin gewartet werden muss. Quelle: Carsten Rehder
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Kiel/Berlin

Bis dahin sind wichtige Kassenmittel eingefroren. Betroffen sind laut Umweltministerium unter anderem der zweite Bauabschnitt zur Deichverstärkung in Dagebüll und eine Verstärkung des nordfriesischen Hauke-Haien-Koogs.

Habeck spricht von ernsthaften Problemen. „Selbst wenn die neue Regierung ihre Arbeit jetzt zügig aufnimmt, ist wegen der notwendigen Abstimmungen innerhalb des Bundeskabinetts und dem anschließenden mehrstufigen Beratungsverfahrens im Bundestag und Bundesrat ein Inkraftreten des Haushaltsgesetzes frühestens Ende September beziehungsweise Anfang Oktober zu erwarten.“ Er hoffe auf eine Möglichkeit, Haushaltsmittel schon vorher freizugeben, weil man mit der Finanzierung des Küstenschutzes bereits jetzt in die Hinterhand gerate. „Das kann nicht sein.“

Eine Sprecherin des Kieler Umweltministeriums verwies auch auf Maßnahmen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, wo aktuell rund 400.000 Euro fehlten. „In Abhängigkeit davon, bis wann die Bundesregierung den neuen Haushalt genehmigt, können es sogar bis zu fünf Millionen Euro werden.“ Der Wasser- und Bodenverband Neustädter-Binnenwasser plane zum Beispiel ab Mitte des Jahres Öko-Maßnahmen am Lachsbach auf einer Länge von eineinhalb Kilometern. Es gehe um einen Sandfang und darum, am Verlauf Flächen zu erwerben. Kostenpunkt für den ersten Bauabschnitt: eine halbe Million Euro.

Die Stadt Wedel will eigentlich die Gewässerstruktur in der Wedeler Au beginnen. Die Kosten: 470.000 Euro. Und der Gewässerunterhaltungsverband Mühlenau-Futterkamp im Kreis Plön will einen Deich rückverlegen und die beiden Gewässer Mühlenau und Schmiedeau naturnah entwickeln. Dafür sind 425.000 Euro veranschlagt.

Cornelia Müller 25.03.2018