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Schleswig-Holstein Grenzkontrollen für einen Tag
Nachrichten Schleswig-Holstein Grenzkontrollen für einen Tag
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15:17 23.02.2018
Von Frank Behling
Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei mit Zoll und WSP in Puttgarden. 80 Beamte kontrollierten am Donnerstag den Einreiseverkehr nach Deutschland. Quelle: Frank Behling
Puttgarden

Wer von der Fähre in Lübeck oder Puttgarden nach Deutschland einreiste, der brauchte etwas Geduld. An den Fährbahnhöfen waren Kontrollpunkte eingerichtet worden. Rund 80 Beamte der Bundespolizei erfassten jeden Passagier, der nach Schleswig-Holstein einreiste.

 Während Dänemark angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen komplette Grenzkontrollen einführte, gibt es auf deutscher Seite nur hin und wieder Kontrollen. „Das sind unsere Schwerpunktkontrollen, die machen wir etwa zehnmal im Jahr“, sagt Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kiel, die für Lübeck und Puttgarden zuständig ist.  Im vergangenen Jahr hatten wir etwa 1000 Personen ohne gültige Papiere aufgegriffen. Die Zahl steigt jedoch. Im Januar hatten wir schon 150 und im Februar geht es auf die 200 zu“, sagt Stelke.

Die Bundespolizisten registrieren dabei überwiegend Flüchtlinge oder Asylbewerber, die aus Skandinavien kommen. „Das sind zum Teil Menschen, die 2015 und 2016 schon einmal nach Deutschland kamen, sich hier registrieren ließen und dann weiter nach Skandinavien gefahren sind“, weiß Stelke aus den Berichten. Da aber in Skandinavien die Perspektiven auch nicht mehr so gut sind, reisen viele jetzt wieder zurück nach Deutschland. Es gibt aber auch Flüchtlinge, die über die Vogelflugfähre erstmals nach Deutschland einreisen. „Die kommen meist über Russland und Finnland“, so Stelke.

Die besondere Aufmerksamkeit der Beamten gilt großen Pkw, Bussen und Kleintransportern. Es werden aber auch die Eurocity-Züge kontrolliert. Die ganze Aktion ging bis in den späten Abend. Dass Ergebnis dieser Schwerpunktkontrolle wird erst  am Freitag feststehen. 

Gestoppt werden aber auch Fahrzeuge, die gegen Zollbestimmungen oder die deutsche Straßenverkehrsordnung verstoßen. So endete am Fährbahnhof am Morgen auch in kurzer Zeit die Einreise von Autos aus Schweden. Ihre Halter hatten Winterreifen mit Spikes aufgezogen. 

"Die sind in Deutschland verboten. Deshalb endet hier die Fahrt“, sagt Stelke. Während zwei Spikes-Fahrer gleich umdrehten und mit der nächsten Fähre nach Dänemark zurückfuhren, entschied sich der dritte für eine Alternative. Er suchte sich einen Parkplatz und ließ sich abholen.

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