Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Bundespolizei verlängert Frontex-Einsatz
Nachrichten Schleswig-Holstein Bundespolizei verlängert Frontex-Einsatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
07:00 27.12.2016
Von Frank Behling
Die beiden Bundespolizei-Schiffe im Einsatz vor Samos: Jetzt wurde die Frontex-Operation bis Ende nächsten Jahres verlängert Quelle: Frank Behling
Anzeige
Bad Bramstedt/Samos

Nun geht ihr Einsatz ein ganzes Jahr in die Verlängerung. Sie haben aber bereits 1800 Menschen aus Seenot gerettet. Zwölf Schleuser konnten durch die deutschen Polizisten in der Ägäis bislang festgenommen werden.

 Im Februar waren die Patrouillenboot „Uckermark“ und „Börde“ von Neustadt in Holstein nach Samos verlegt worden. „Die Bundespolizei See leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der EU-Außengrenzen“, so Stefan Wendrich, Leiter der Bundespolizei See.

 Die Gewässer vor Samos sind bei Schleusern besonders beliebt, da dort an einigen Stellen zwischen der türkischen Küste und der Insel die Entfernung nur 1700 Meter beträgt. Die beiden Boote der Bundespolizei patrouillierten auch über Weihnachten in dem griechischen Teil der Gewässer.

 Zum Teil wurden Flüchtlinge nicht nur in seeuntüchtigen Booten gesichtet und gerettet. Es gab auch Fälle, in denen die Schleuser die Menschen auf kleinen Felsen vor der Küste von Samos absetzen und sich in die Türkei zurückziehen. Die beiden deutschen Boote retten die Flüchtlinge zunächst aus akuter Gefahr und bringen sie dann in Absprache mit den griechischen Behörden zu Aufnahmepunkten in den Häfen. „Damit wird sichergestellt, dass alle Migranten, die nach Samos kommen, ein Registrierungsverfahren durchlaufen und die griechischen Behörden über den Aufenthalt entscheiden können“, sagt Wendrich.

 Die beiden deutschen Boote haben deshalb auch griechische Verbindungsbeamte an Bord. Das Personal der Bundespolizei wechselt alle vier Wochen. Die etwa 30 Beamten wohnen dabei aus Mangel an Platz an Bord in einem Hotel. Die für diese Einsätze ausgewählten Beamten durchlaufen zur Vorbereitung eine theoretische und praktische Unterweisung beim Maritimen Ausbildungs-Trainingszentrum der Bundespolizei in Neustadt in Holstein. Dort gibt es auch Tipps für die Rettung und Versorgung größerer Mengen von Menschen. Die Streifenboote „Uckermark“ und „Börde“ sind 21 Meter lang und bis zu 23 Knoten schnell.

 Für den Einsatz im warmen Mittelmeer wurden sie modifiziert und kamen in Griechenland auch in eine Werft. Neben den deutschen Booten sind auch Grenzschutzschiffe aus skandinavischen Staaten in der Ägäis im Einsatz. Die Bundespolizei ist im Mittelmeer nicht nur in der Ägäis im Einsatz. Hubschrauber beteiligen sich auch an der Frontex-Operation zwischen Sizilien und der afrikanischen Küste.

Schleswig-Holstein Brückentage ermöglichen Rekord-Urlaubsjahr Live-News am Morgen, 27.12.2016

Aktuelle Nachrichten, Fundstücke aus dem Netz, Wetter und Verkehr: Wir halten Sie mit unseren Live-News aus Schleswig-Holstein und der Welt auf dem Laufenden. So verpassen Sie nichts, was am 27.12.2016 wichtig ist.

Günter Schellhase 27.12.2016

Aktuelle Nachrichten, Fundstücke aus dem Netz, Wetter und Verkehr: Wir halten Sie mit unseren Live-News aus Schleswig-Holstein und der Welt auf dem Laufenden. So verpassen Sie nichts, was am 28.12.2016 wichtig ist.

Günter Schellhase 28.12.2016

Tief „Barbara“ bereitete Schleswig-Holstein ein stürmisches Weihnachtsfest. Der Bahnverkehr war gestört, Baugerüste drohten umzustürzen. Besonders hart traf es die Insassen eines Autos am Westensee. Sie wurden von einem Baum getroffen, eine Insassin starb.

Tanja Köhler 27.12.2016