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Schleswig-Holstein 60.000 Termine mit Impfstoff von Biontech/Pfizer verfügbar
Nachrichten Schleswig-Holstein

Corona-Impfung: 60.000 Impftermine werden ab dem 23. März 2021 vergeben

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16:07 23.03.2021
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Ein kleiner Glasbehälter mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Corona-Schutzimpfung wird im Impfzentrum Frankfurt (Oder) gezeigt.
Ein kleiner Glasbehälter mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Corona-Schutzimpfung wird im Impfzentrum Frankfurt (Oder) gezeigt. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Kiel

Am Dienstag, 23. März, um 17 Uhr ist die Terminbuchung über www.impfen-sh.de freigeschaltet. Bereits ab 16 Uhr gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Möglichkeit, sich in einer Warteschlange für diese Termine einzureihen. Geimpft werde jeweils am Nachmittag mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Für März und April seien insgesamt über 60.000 Doppeltermine mit diesem Impfstoff verfügbar. Alle für März und April eingestellten 200.000 Astrazeneca-Termine waren bereits früh ausgebucht.

Impftstoff von Biontech/Pfizer jetzt auch für Menschen unter 80 Jahre

Bislang waren die Biontech/Pfizer-Termine an den Nachmittagen der höchstpriorisierten Gruppe der über 80-jährigen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner vorbehalten. Inzwischen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 180.000 Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind geimpft oder haben bereits einen Termin vereinbart. Das entspreche etwa 81 Prozent der Impfberechtigten in dieser Altersgruppe.

Lesen Sie auch: Ärzte aus Schleswig-Holstein bieten ab April Corona-Impfung an

"Bis zum 23. März, 17 Uhr sind alle über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger, die noch keinen Termin gebucht haben aufgerufen, dies jetzt nachzuholen. Dies ist weiterhin über die persönliche PIN aus dem persönlichen Anschreiben telefonisch möglich, als auch über www.impfen-sh.de", so das Gesundheitsministerium am Montag.

Mehr Informationen zur Terminbuchung gibt es hier: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-impfung

Probleme bei der Terminbuchung für eine Corona-Impfung? Daran könnte es liegen

Sollte es zu Problemen kommen, erinnert das Ministerium an folgende Erläuterungen zu möglichen Ursachen aus den Fragen und Antworten: Während Personen einen Impf-Termin buchen wollen, werden andere Personen dies voraussichtlich parallel versuchen. Die Reservierung eines Termins beginnt in dem Moment, indem man bei einem konkreten Termin auf „Termin reservieren“ klickt und nicht, solange sich der Nutzer oder die Nutzerin noch im Verifizierungsprozess befindet. Während er oder sie sich noch im Verifizierungsprozess befindet, kann ein gewünschter Termin eventuell bereits durch andere Personen gebucht worden sein.

Tipps vom Gesundheitsministerium: "Es kann daher hilfreich sein, nicht unbedingt den ersten verfügbaren Termin anzupeilen, da sich darauf voraussichtlich viele weitere Menschen fokussieren werden. Geprüft werden sollten auch die technischen Voraussetzungen Nutzung eines aktuellen Internet-Browsers (z.B. Firefox, Microsoft Edge, Google Chrome, etc.). Veraltete Browser wie zum Beispiel der Microsoft Internetexplorer funktionieren nicht. Prüfung des Spam-Ordners, wenn die Verifizierungsmail nicht kommen sollte. Bei Problemen mit dem Betrieb der Website könnten in seltenen Fällen auch eigene Cookie- oder Firewall-Einstellungen die Ursache sein. Tipp: Wenn möglich die Nutzung eines anderen Rechners oder auch eines Smartphones probieren."

Welche Personen sind neben der Prioritätsgruppe 1 laut Bundesimpfverordnung berechtigt einen Impftermin zu buchen?

Alle Personen der Prioritätsgruppe 2. Dazu gehören:

  • Personen, die 70 Jahre oder älter sind,
  • Personen mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko, also Personen:
  • mit Down-Syndrom (Trisomie 21),
  • mit einer Contergan-Schädigung,
  • nach einer Organtransplantation,
  • mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression),
  • mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen,
  • mit schweren Lungenerkrankungen (z.B. COPD, Mukoviszidose),
  • mit Muskendystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
  • mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
  • mit chronischer Leber- oder Nierenerkrankung,
  • mit einem Body-Mass-Index über 40,
  • bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht.

Impfberechtigt sind bis zu zwei enge Kontaktpersonen

  • von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die das 70. Lebensjahr vollendet hat oder bei der ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht, die von dieser Person oder einer sie vertretenden Person bestimmt werden
  • von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person mit den oben genannten Vorerkrankungen, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden
  • von einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden

Impfberechtigt ist Personal

  • in stationären oder teilstationären Einrichtungen und in ambulanten Pflegediensten, das geistig behinderte Menschen behandelt, betreut oder pflegt,
  • in medizinischen Einrichtungen, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren.

Impfberechtigt sind

  • Polizei- und Ordnungskräfte, die z.B. bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Soldat:innen, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die in Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig sind,
  • Personen, die im Ausland für deutsche Organisationen im Bereich der Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder Kultur- und Bildungspolitik als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig sind,
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig sind,
  • Personen in Positionen, die für die Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur relevant sind,
  • Beschäftigte in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, sowie in Grund-, Sonder- oder Förderschulen,
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- oder Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind,
  • Personen, die mit anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a SGB XI regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Wie kann die Berechtigung zur Corona-Impfung nachgewiesen werden?

Es gibt verschiedene Wege die jeweilige Impfberechtigung nachzuweisen:

1.    Amtliches Dokument für das Alter (z.B. Personalausweis)

2.    Arbeitgeberbescheinigung / Bescheinigung der Unterbringung: Berechtigungsschein Berufstätigkeit (schleswig-holstein.de)

Kontaktnachweis für Schwangere oder die Kontaktpersonen der Pflegebedürftigen: Nachweis Kontaktpersonen (schleswig-holstein.de)
Ärztliches Attest um die Impfberechtigung aus medizinischen Gründen nachzuweisen: Dieses Dokument erhalten Sie bei Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnden Ärztin.
 

KN-online (Kieler Nachrichten) 22.03.2021
Christian Hiersemenzel 22.03.2021