Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein RKI: Neue Kriterien für Pflegekräfte
Nachrichten Schleswig-Holstein RKI: Neue Kriterien für Pflegekräfte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:00 19.03.2020
Von Heike Stüben
Mit einem Abstrichstäbchen nimmt ein Pfleger eine Probe in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Der Abstrich wird im Anschluss auf das neuartige Coronavirus getestet. Quelle: Jens Büttner
Anzeige
Berlin

Danach soll nun bei einer Atemwegserkrankung auch dann einen Test veranlasst werden, wenn nur leichte Symptome vorliegen wie Husten, Niesen, Halsschmerzen und gleichzeitig eins der folgenden Kriterien erfüllt ist:

· man hat in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde

· man war in einem Gebiet, in dem es bereits zu vielen COVID-19 Erkrankungen gekommen ist

· es besteht eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung verschlimmert sich (etwa Atemnot, hohes Fieber)

· man kommt bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Eine Krankenschwester hatte zuvor auf KN online kritisiert, dass sie trotz Symptomen keinen Test bekomme.

Kapazitäten begrenzt - zu wenig Schutzkleidung

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, gute Hände-Hygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen. 

Es bleibt angesichts der begrenzten Kapazitäten vor allem an Schutzkleidung dabei, dass nur Personen mit Symptomen getestet werden. Alle ohne Symptome müssen zurückstehen. Liegt bei ihnen ein Risikofaktor vor – etwa die Rückkehr aus einem betroffenen Skigebiet –, müssen sie zuhause die Inkubationszeit von 14 Tagen abwarten.

Von diesen Regelungen kann im Einzelfall abgewichen werden. Die Entscheidung liegt immer beim Arzt. Wichtig: Nur wer Symptome hat, sollte sich unter 116117 melden.

Lesen Sie auch

Weitere Informationen zum Coronavirus erhalten Sie auf unserer Themenseite.

Weitere Nachrichten aus Schleswig-Holstein lesen Sie hier.

Um einer drohenden Überlastung an den Krankenhäusern entgegenzuwirken, hat das UKSH eine Online-Plattform eingerichtet, auf der Menschen Hilfe anbieten können. Angesprochen sind nicht nur Personen mit medizinischen Berufen. Auch andere Angebote, die den Klinikalltag erleichtern, sind willkommen.

Steffen Müller 19.03.2020

Wer auf das Coronavirus getestet werden will, braucht viel Geduld. Die 116117 ist völlig überlastet. Und wer durchkommt, wird oft nicht getestet. Das sorgt für Kritik. Denn immer mehr Menschen benötigen den Test für ihren Arbeitgeber. Immerhin: Seit 17. März gelten erweiterte Kriterien für den Test.

Heike Stüben 19.03.2020
Schließungen wegen Corona - Restaurants kämpfen gegen den Ruin

Die angeordnete Schließung bedroht die Restaurant-Inhaber in Schleswig-Holstein in ihrer Existenz. Um dem finanziellen Ruin zu entgehen, setzen viele von ihnen nun auf kreative Geschäftsideen, um ihre Kosten zu decken und nach der Krise wieder wie gewohnt für ihre Kunden öffnen zu können.

Christin Jahns 19.03.2020