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Schleswig-Holstein Kinderbonus: Viele Flüchtlinge gehen leer aus
Nachrichten Schleswig-Holstein

Corona: Viele Flüchtlinge bekommen keinen Kinderbonus

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12:00 09.09.2020
Seit Montag zahlen die Familienkassen den Kinderbonus schrittweise aus. Der Kinderbonus muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird er automatisch. Quelle: Felix Kästle/dpa/Symbolbild
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Kiel

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein hat kritisiert, dass nicht alle Flüchtlingsfamilien den Corona-Kinderbonus erhalten. Familien mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung seien ebenso wie Familien mit verschiedenen humanitären Aufenthaltstiteln ausgeschlossen, teilte der Flüchtlingsrat am Mittwoch mit.

Damit treffe es diejenigen besonders hart, die ohnehin besonders von Armut und Exklusion betroffen seien. Die hier lebenden Geflüchteten sollten zwar Integrationsleistungen erbringen und alle Lasten mittragen, sie seien bei gleichem Leidensdruck unter der Pandemie aber von einer sozialen Anerkennung wie dem Kinderbonus ausgeschlossen seien, kritisierte der Flüchtlingsrat.

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Wann haben Flüchtlinge Anspruch auf Kindergeld?

Seit Montag zahlen die Familienkassen den Kinderbonus schrittweise aus. Der Kinderbonus muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird er automatisch. Voraussetzung: Ein Kind muss mindestens einen Monat im Jahr 2020 Kindergeld bezogen haben.

Geflüchtete haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit nur Anspruch auf Kindergeld, wenn sie unanfechtbar anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte sind.

Insgesamt sollen für rund 18 Millionen Kinder jeweils 300 Euro fließen. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte die Maßnahme im Rahmen ihres Konjunkturpakets gegen die Folgen der Corona-Krise beschlossen.

Von RND/dpa

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