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Schleswig-Holstein Jeder zehnte Arbeitnehmer trinkt zuviel
Nachrichten Schleswig-Holstein Jeder zehnte Arbeitnehmer trinkt zuviel
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22:45 07.05.2019
Foto: Eine junge Frau sitzt hinter leeren Bierflaschen. Die Krankenkasse DAK stellte am Dienstag den Gesundheitsreport "Sucht 4.0 in Schleswig-Holstein - Trinken, Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt" für 2019 vor. 
Eine junge Frau sitzt hinter leeren Bierflaschen. Die Krankenkasse DAK stellte am Dienstag den Gesundheitsreport "Sucht 4.0 in Schleswig-Holstein - Trinken, Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt" für 2019 vor.  Quelle: Alexander Heinl/dpa
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6300 Erwerbstätige gelten den Angaben zufolge als alkoholabhängig. 270.000 seien abhängige Raucher und knapp 12.000 computerspielsüchtig. Bei fast 100.000 sei das Nutzungsverhalten am Computer riskant. Jeder Vierte von ihnen spiele auch während seiner Arbeitszeit.

Selbsttest zur Videospielsucht: Sind Sie gefährdet?

Die Kasse forderte eine breite gesellschaftliche Debatte zur Suchtproblematik.

Hier geht es zum DAK-Gesundheitsreport 2019

"Der riskante Umgang mit Alkohol bleibt ein zentrales Problem in unserer Gesellschaft, das auch gravierende Folgen in der Arbeitswelt hat", sagte der Leiter der DAK-Landesvertretung, Cord-Eric Lubinski. Der Krankenstand von Sucht Betroffener sei mit 7,3 Prozent doppelt so hoch wie bei den übrigen Beschäftigten, heißt es im Gesundheitsreport 2019 der DAK. Sie fehlten nicht nur im Job, weil sie wegen ihrer Sucht krankgeschrieben werden. Vielmehr hätten sie in allen Diagnosegruppen mehr Fehltage. Bei psychischen Leiden seien es dreimal so viele.

"Dampfen mit Nikotin oder Tabak führt in die Abhängigkeit, genau wie herkömmliche Zigaretten", warnte Lubinski. "Deshalb brauchen wir endlich ein umfassendes Werbeverbot für Tabak, Zigaretten und E-Zigaretten."

Kommentar: Heike Stüben zum Sucht-Report

Von dpa