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Schleswig-Holstein Smartphones rauben Schülern den Schlaf
Nachrichten Schleswig-Holstein Smartphones rauben Schülern den Schlaf
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09:00 16.01.2019
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Jeder dritte Schüler schläft zu wenig: DAK-Studie stellt Zusammenhang mit Smartphone-Nutzung her. Quelle: Imago/napri / Photocase
Kiel

„Die Schüler kümmern sich nachts um volle Akkus bei ihren Smartphones, aber sie laden ihre eigenen Batterien nicht mehr ausreichend auf“, sagte am Dienstag Andreas Storm, DAK-Vorstandsvorsitzender.

Aus der repräsentativen Umfrage in sechs Bundesländern, an der auch 1400 Fünft- bis Zehntklässler aus Schleswig-Holstein teilnahmen, geht demnach hervor, dass insbesondere Neunt- und Zehntklässler mehrheitlich nach 23 Uhr ins Bett gehen und im Durchschnitt sieben Stunden schlafen – ganze zwei Stunden weniger, als von Experten für diese Altersgruppe empfohlen.

Prien: Schlafenszeit und Schulanfang sollten zusammenpassen

Für Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) ein Alarmsignal: „Wir nehmen diese Studie sehr ernst. Eltern sollten aber auch darauf achten, dass Schlafenszeit und Schulanfang ihrer Kinder zusammenpassen.“ In Folgeuntersuchungen wollen die Forscher herausfinden, ob ein späterer Schulbeginn helfen könnte.

Ältere Schüler verbringen mehr als drei Stunden am Bildschirm

Die Schulstudie, die das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord) im Auftrag der DAK erstellt hat, hatte einen direkten Zusammenhang von Schlafmangel und der Nutzung von Smartphone, Fernseher oder Tablet hergestellt.

Während demnach die Mehrheit der jüngeren Schüler bis zu 60 Minuten vor dem Bildschirm verbringt, sind es bei den Älteren oftmals drei und mehr Stunden. „Die Smartphones rauben den Schülern den Schlaf“, sagte IFT-Studienleiter Prof. Reiner Hanewinkel. Um Gesundheitsproblemen vorzubeugen, seien „wirksame Programme für einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien nötig“.

Jeder Dritte frühstückt nicht vor der Schule

Die Auswirkungen sind laut Studie gravierend: Lediglich 35 Prozent der Schüler bewegen sich demnach entsprechend den nationalen Bewegungsempfehlungen, die für Kinder und Jugendliche täglich mindestens 90 Minuten körperliche Aktivität empfehlen.

Weiteres Studienergebnis: Etwa jeder dritte Schüler frühstückt vor der Schule nie – ein weiterer Grund für Konzentrationsmängel und Erschöpfungssymptome, die bei Mädchen häufiger zutage treten als bei Jungen.

Fast die Hälfte der Schülerinnen leidet demnach oft oder sehr oft unter Stress. Bei einem Viertel der befragten Schülerinnen deuteten die Angaben auf depressive Symptome hin, viele leiden unter Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen.

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