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Schleswig-Holstein Soldaten sollen die Grenze bewachen
Nachrichten Schleswig-Holstein Soldaten sollen die Grenze bewachen
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18:56 11.08.2017
Von Niklas Wieczorek
Lars Løkke Rasmussen, Dänemarks Ministerpräsident, will an der Grenze zu Deutschland Soldaten aufstellen. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Aalborg

Über die Pressekonferenz auf dem Parteitreffen der liberalen Venstre berichtete die dänische Zeitung "Politiken" auf ihrer Internetseite. Der Einsatz des Militärs solle die Polizei im Land entlasten, um Kapazitäten für die Bekämpfung der Bandenkriminalität freizugeben, sagte der Regierungschef. "Wir haben den Chef der Reichspolizei und den Verteidigungschef gebeten herauszufinden, wie das bestmöglichst gemacht werden kann", so Rasmussen, "zum Beispiel bei Grenzkontrollen und Bewachungsaufgaben."

Schießereien in Kopenhagen nehmen zu

Seit Anfang 2016 lassen Schweden und Dänemark die Grenzen kontrollieren, eine Reaktion auf die steigenden Flüchtlingszahlen. Dänemark setzte ab Mitte des vergangenen Jahres ergänzend die Heimwehr ein, eine unbewaffnete Unterstützungsorganisation der Polizei. Jetzt soll die noch weiter entlastet werden. Hintergrund: In Kopenhagen hatte es in den vergangenen Monaten mehr als 20 Schießereien gegeben. Einen großen Anteil schreiben Beobachter der Bande "Loyal to Familia" zu, die immer mehr Mitglieder verzeichnet.

Drei Männer haben in Lübeck einem 36-Jährigen mit einem Gummihammer ins Gesicht geschlagen, weil er kein Geld bei sich hatte. Das Opfer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

11.08.2017

An einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Rocker-Affäre bei der schleswig-holsteinischen Landespolizei führt nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Ralf Stegner kein Weg vorbei. Alles, was er dazu gelesen und gehört habe, überzeuge ihn nicht davon, diesen Weg nicht zu gehen.

11.08.2017
Schleswig-Holstein Johannes Callsen is de niege Minnerheiten- Beopdragte - Hier sünd de lütten Spraken Chefsaak - ok Platt

„Wenn man Platt schnackt, erleichtert das den Zugang zu den Menschen. Ich selbst habe früher kein Platt geschnackt, meine Eltern haben mit mir Hochdeutsch gesprochen und untereinander Plattdeutsch. Aber meine Oma hat nur Plattdeutsch mit uns geschnackt“, vertellt Johannes Callsen op Hochdüütsch. „Ich hab‘ das noch in den Ohren . . .  ik kann ok Platt schnacken“, smuustert he un denn is de Angliter Jung  ok all an’t Vertellen – op Platt, wech vun’t Hochdüütsche, wat he eegens för offizielle Termine schnacken deit: „Ik bün een heimatverbunnen Minschen“, sineert Johannes Callsen. „Ik leev hüüt noch op uns olen Hoff in Angeln. Dat sünd de Wötteln vun mien Leven un vun miene politische Arbeit.“ De Wötteln, vör allen Dingen de plattdüütschen, de kann he bi sien niege Opgaav op’t Best bruken. Denn Johannes Callsen is de niege „Beauftragte des Ministerpräsidenten in Angelegenheiten nationaler Minderheiten und Volksgruppen, Grenzlandarbeit und Niederdeutsch“. Oder kort un knapp: De niege Minnerheitenbeopdragte.

Heike Thode-Scheel 11.08.2017