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Schleswig-Holstein Das müssen Sie zum Streik am UKSH wissen
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14:27 20.02.2020
Von Jördis Merle Früchtenicht
Die Pflegebeschäftigten am UKSH Kiel und Lübeck wollen am 3. und 4. Februar 2020 streiken. Quelle: Frank Peter
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Welche Stationen sind betroffen?

Die Warnstreiks am 3. und 4. Februar 2020 finden in allen Bereichen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und am Zentrum für integrative Psychiatrie (ZiP) an den Standorten in Kiel und Lübeck statt, wie Verdi mitteilt. Ausgenommen seien die stationären Kinderbetten und der geschlossenen Bereiche des ZiP.

Streiken auch die Ärzte am UKSH?

Ja, der Marburger Bund hat Ärzte aller Unikliniken aufgerufen, sich am Dienstag an einer Demo in Hannover zu beteiligen. Auch Ärzte aus Kiel folgen dem Aufruf. Mehr dazu hier.

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Warnstreik am UKSH Kiel und Lübeck: Was passiert in einem Notfall?

Verdi versichert, die wirkliche Notfallversorgung und die Versorgung von Patienten im UKSH seien gewährleistet.

Was mache ich, wenn ich einen Termin im UKSH habe?

Regeltermine oder vereinbarte Termine, die keinen Notfall darstellen, könnten durch den Warnstreik verzögert werden oder ausfallen.

Das UKSH versucht, Patienten telefonisch zu informieren, wenn ihr Termin ausgefallen ist.

Gibt es Stationen, auf denen kein Pfleger mehr ist?

Die Gewerkschaft rechnet mit einer großen Beteiligung der UKSH-Mitarbeiter am Streik. Es werde jedoch keine Stationen geben, die komplett geräumt würden, sagt Schischefsky. Die Besetzung sei in der Notdienstvereinbarung festgehalten.

Warum wird am UKSH gestreikt?

Grund für den Streik sind die stockenden Verhandlungen um einen Tarifvertrag zur Entlastung der Pflegebeschäftigten. "Wir hätten gerne auf diesen für alle Beteiligten schwierigen Warnstreik verzichtet, allerdings zwingt uns die starre Haltung des Vorstands jetzt zu Arbeitskampfmaßnahmen. Unsere Geduld ist aufgebraucht", so Steffen Kühhirt, Verhandlungsführer von Verdi Nord.

Für die Arbeitsniederlegung hat UKSH-Sprecher Oliver Grieve kein Verständnis: „Die Ankündigung ist angesichts der konstruktiven Sondierungsgespräche überraschend.“ Das UKSH habe Verdi bislang „geduldig Hilfestellung gegeben, die unsystematisch vorgetragenen Personalwünsche zu strukturieren.“

Wie lange laufen die Verhandlungen zum Tarifvertrag bereits?

Seit November verhandeln Verdi und das UKSH, um die Arbeit der Pflegekräfte durch mehr Personal zu erleichtern.

Was fordert Verdi?

Die Gewerkschaft will einen Vertrag, der die Regelbesetzung auf den Stationen vorschreibt, einen Belastungsausgleich schafft und ein Konsequenzen-Management verbindlich regelt.

Wie viele Pflegekräfte werden am UKSH gebraucht?

Nach Berechnungen der Gewerkschaft bräuchte es mindestens 420 Vollzeitkräfte mehr, um ihre aktuellen Forderungen nach einer Arbeitsentlastung des Pflegepersonals zu erfüllen. Ein Angebot des UKSH, 182 Pflegekräfte mehr zur Verfügung zu stellen, lehnte Verdi in den Verhandlungen ab.

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