Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Demo in Kiel: Reisebüro-Mitarbeiter fordern mehr staatliche Hilfe
Nachrichten Schleswig-Holstein Demo in Kiel: Reisebüro-Mitarbeiter fordern mehr staatliche Hilfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:35 29.04.2020
Schleswig-Holstein, Kiel: Vertreter von Reiseveranstaltern und Reisebüros demonstrieren vor dem Kieler Landtag, um auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen. Wegen der geltenden Corona-Abstandsregeln waren maximal 30 Teilnehmer zugelassen. Quelle: Frank Molter/dpa
Anzeige
Kiel/Hamburg

In Kiel waren Mitarbeiter aus der Touristikbranche dafür bereits am Morgen auf die Straße gegangen, in Hamburg waren am frühen Nachmittag mehrere Betroffene dem bundesweiten Aufruf gefolgt. Wegen der Corona-Krise konnten lediglich rund 25 bis 30 Teilnehmer - in gebührendem Abstand zueinander - an den Demos teilnehmen.

„Wir fordern eine finanzielle Soforthilfe für die Vielzahl der touristischen Unternehmen, wie auch für uns Reisebüros. Diese Hilfe sollte zeitnah ausgezahlt werden und nicht rückzahlbar sein“, teilte das Aktionsbündnis „Wir zeigen Gesicht“ dazu in Hamburg mit.

Anzeige

Parteien zeigen Verständnis für die Forderungen

Hamburger Parteien zeigten Verständnis für die Forderungen der Demonstranten. „Die Reisebüros sind vom Shut-down besonders betroffen. Erst Stornos und dann keine Möglichkeit zur Buchung neuer Reisen - diese Kombination treibt viele Reisebüros in die Insolvenz“, sagte Götz Wiese, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, laut Mitteilung. Ziel müsse sein, dass Hotels und Gaststätten so schnell wie möglich wieder öffnen können. „Dann können auch wieder Reisen vermittelt werden.“

Von Seiten der Hamburger SPD hieß es dazu: Die Partei arbeite auf Bundes- und Europaebene gemeinsam mit der Bundesregierung intensiv an einer Gutscheinlösung. So könnten Umsätze für bereits gebuchte Reisen im Unternehmen verbleiben und diese stabilisieren, sagte Dorothee Martin, Tourismusexpertin der SPD-Bürgerschaftsfraktion. „Für uns als SPD ist völlig klar, dass es in der Krise Staatshilfen nicht nur für Global Player und Konzerne geben darf. In der Coronakrise stehen die Reisebüros nicht allein.“

Weitere Nachrichten aus Schleswig-Holstein lesen Sie hier.

Von RND/dpa