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Schleswig-Holstein Rocker-Affäre: „Spiegel” muss Behauptungen unterlassen
Nachrichten Schleswig-Holstein

Der "Spiegel" muss Aussagen über KN-Berichte zur Rocker-Affäre unterlassen

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09:48 30.03.2021
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Das Landgericht Hamburg hat dem "Spiegel" untersagt, drei wesentliche Behauptungen über die KN-Berichterstattung zur Rocker-Affäre zu wiederholen.
Das Landgericht Hamburg hat dem "Spiegel" untersagt, drei wesentliche Behauptungen über die KN-Berichterstattung zur Rocker-Affäre zu wiederholen. Quelle: Matthias Hoenig/dpa / Ulf Dahl
Kiel

Wie berichtet, hatte das Magazin in seiner gedruckten Ausgabe vom 10. Oktober 2020 und auf Spiegel.de den Vorwurf erhoben, die Kieler Nachrichten hätten falsche Informationen in die Welt gesetzt. Wesentliche Behauptungen des Artikels muss der „Spiegel” nunmehr definitiv unterlassen.

Der "Spiegel" hatte von Fake News gesprochen

Dabei geht es zum einen um die Aussage, es handele sich um eine „Fake-News-Affäre” der Kieler Nachrichten - eine entsprechende Überschrift war in der Online-Ausgabe des „Spiegel” erschienen. Weiter hatten die Autoren des Beitrags geschrieben: „Mitten in der Coronakrise läuft an der Förde eine Schlammschlacht, die zu großen Teilen auf Fake News beruht.” Auch diese Behauptung darf nicht mehr wiederholt werden.

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Die KN verteidigten ihre Recherchen

Die KN hatten wegen des diskreditierenden Artikels einen Antrag auf Einstweilige Verfügung gestellt. Der „Spiegel” habe suggeriert, die KN hätten im Zuge der Rocker-Affäre bewusst Falschmeldungen verbreitet, hieß es im Antrag unserer Zeitung. Das Landgericht verpflichtete das Hamburger Magazin im November 2020 dazu, die Fake-News-Behauptungen zu unterlassen. Der „Spiegel” legte daraufhin Widerspruch ein. In einem im März 2021 geschlossenen Vergleich akzeptierte der „Spiegel” diese Entscheidung nun endgültig.

Lesen Sie auch: Vorwürfe im Spiegel zur Rocker-Affäre - Das sagen die Kieler Nachrichten

Der „Spiegel” hatte außerdem geschrieben, die KN hätten „von einem ,Netzwerk der Polizeiführer’ fabuliert”. Per Einstweiliger Verfügung hatte das Gericht im November 2020 auch diese Aussage als unzulässig bewertet. Im Zuge des Vergleichs verzichteten die KN bei diesem Punkt auf ihre ursprünglichen Rechte aus der Einstweiligen Verfügung, um den Rechtsstreit endgültig beizulegen

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