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Schleswig-Holstein "Aidaperla" wettert in der Nordsee ab
Nachrichten Schleswig-Holstein "Aidaperla" wettert in der Nordsee ab
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08:33 17.03.2018
Von Frank Behling
Das Kreuzahrtschiff „AIDAperla“ muss den Sonnabend auf der Nordsee verbringen. Das Einlaufen in Hamburg musste wegen des Sturmes verschoben. Quelle: Frank Behling
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Hamburg

Das Kreuzfahrtschiff "Aidaperla" sollte mit dem Morgenhochwasser am Sonnabend in den Hamburger Hafen einlaufen und gegen 8 Uhr am Kreuzfahrtterminal Steinwerder festmachen. Das erst im vergangenen Jahr in Japan gebaute Schiff kommt von den Kanarischen Inseln und sollte am Sonnabend in die Sommersaison in Nordeuropa starten. Das verschiebt sich jetzt um einen Tag. "Wir wurden darüber informiert, dass der Hamburger Hafen und die Elbe geschlossen wurden", teilt die Reederei mit. Ursache ist die derzeitige Wetterlage mit Windstärken von 7 bis 8 aus östlicher Richtung. Da die 300 Meter lange "Aidaperla" zu den außergewöhnlich großen Fahrzeugen gehört, unterliegt sie besonderen Auflagen beim Ein- und Auslaufe.

Die rund 3000 Passagiere wollten eigentlich in Hamburg am Sonnabend aussteigen und die Heimreise antreten. Sollte der Sturm noch bis in den  Sonnabendabend andauern, müssen sie ihre Heimreise auf Sonntag verschieben. Die rund 3000 Passagiere, die am Sonnabend von Hamburg aus eine siebentägige Westeuropa-Reise mit der "Aidaperla" antreten wollten, müssen sich gedulden. Sie bekommen am Sonnabend bis 12 Uhr eine Zeit für den Check-in am Sonntag. Die Reederei geht im Moment davon aus, dass die "Aidaperla" spätestens in der Nacht zum Sonntag in Hamburg einlaufen kann.

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Das britische Kreuzfahrtschiff "Boudicca" hatte mehr Glück als die "Aidaperla". Das 206 Meter lange Schiff der Reederei Fred Olsen durfte am Freitagabend um 21 Uhr in die Elbmündung einlaufen und Kurs auf Hamburg nehmen. Das aus Southampton kommende Schiff ist ohne Passagiere unterwegs und steuert die Werft Blohm + Voss an, wo es bis Ende März überholt wird. 

Probleme mit dem Wind hatte in Hamburg im Oktober 2017 auch die "Queen Mary 2". Auch sie musste den Besuch in Hamburg um einen Tag verschieben, da der Wind ein sicheres Einfahren in die Elbmündung und den Hamburger Hafen nicht zuließ. Die "Queen Mary 2" wetterte damals die Sturmfront ebenfalls in der zentralen Nordsee souverän ab.