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Schleswig-Holstein Deutsche Krabbenfischer mit 2019 unzufrieden – drastischer Umsatzeinbruch
Nachrichten Schleswig-Holstein Deutsche Krabbenfischer mit 2019 unzufrieden – drastischer Umsatzeinbruch
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08:22 23.12.2019
Zwei Krabbenfischer sortieren frisch gefangene und bereits gekochte Krabben. Quelle: dpa
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Pellworm/Cuxhaven

Die Krabbenfischer sind mit den Mengen und Preisen 2019 unzufrieden. Zudem sind ihre Umsätze deutlich zurückgegangen: von mehr als 60 Millionen Euro 2018 auf geschätzte 25 Millionen Euro im laufenden Jahr. Sie liegen damit voraussichtlich unter den Umsätzen aus dem Krisenjahr 2011, wie die Erzeugergemeinschaft der Nord- und Ostseefischer GmbH in Cuxhaven mitteilte.

Die Erzeugerpreise gingen demnach von durchschnittlich 4 Euro im vergangenen Jahr auf 2,70 Euro pro Kilogramm zurück.

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Die deutschen Krabbenfischer von Nord- und Ostsee haben 2019 keine guten Geschäfte gemacht. Ihre Umsätze sind in diesem Jahr drastisch eingebrochen

Krabbenfischer mit Menge und Preis unzufrieden

„Weder Menge noch Preis waren 2019 zufriedenstellend“, sagte Geschäftsführer Kai-Arne Schmidt. Die Fischer sowie die Erzeugergemeinschaft hätten große Schwierigkeiten, sich den massiven Schwankungen anzupassen.

„Es geht allen gleich, denn der Handel schreibt uns die Fangmengen und die Preise vor“, sagte Fischer Birger Zetl von der nordfriesischen Insel Pellworm. Weil die Großhändler seit Freitagmittag keine Krabben mehr annehmen, lägen Schleswig-Holsteins Kutter bis zum 2. Januar im Hafen, hieß es.

Krabbenfischer: „Für mich bleibt nichts“

Doch schon in den Tagen zuvor seien einige Krabbenfischer wegen der geringen Fangmengen an Land geblieben. „Im Grunde könnte man sagen, es ist Schwachsinn loszufahren. Aber wir haben keine andere Möglichkeit“, sagte Zetl. Mit dem Einnahmen könne er zumindest seine Steuern zahlen, die Abträge an die Banken und die Versicherungen, und den Angestellten ihren Lohn geben.

„Aber für mich als Chef, als Selbstständiger, für mich bleibt nichts.“ Höchstens die Hoffnung. „Wenn ich nicht losfahre, weiß ich nicht, ob ich viel fangen könnte oder nicht. Vielleicht fange ich ja doch so viel, dass es sich lohnt. Doch das kann ich von Land aus nicht sehen.“

Von dpa/RND