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Schleswig-Holstein Drei U-Boote wieder seeklar
Nachrichten Schleswig-Holstein Drei U-Boote wieder seeklar
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21:18 28.03.2019
Von Frank Behling
Foto: "U 31" fährt in dieser Woche auf der Kieler Förde. Die Marine hat damit jetzt drei Boote am Start.
"U 31" fährt in dieser Woche auf der Kieler Förde. Die Marine hat damit jetzt drei Boote am Start. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Der 18. Oktober 2017 war für Vizeadmiral Andreas Krause einer der schwärzesten Tage seiner Dienstzeit als Inspekteur der deutschen Marine. An dem Tag wurde in Kiel auf der Werft TKMS das U-Boot „U 35“ aus dem Wasser gehoben und inspiziert. Die Ruderblätter waren nach einer Kollision mit einem Felsen vor Kristiansand in Norwegen verbogen.

18 Monate nur eingeschränkt einsatzfähig

Das Tragische: „U 35“ war das letzte fahrtüchtige U-Boot in der Flotte des Admirals. Vier Wochen zuvor musste er bereits „U 32“ mit defekten Fahrbatterien aus dem Einsatz zurückholen. 18 Monate sind seither vergangen, und in dieser Woche ist die Stimmung des Admirals wieder deutlich besser.

Erstmals seit der Außerdienststellung der sechs Boote der alten Klasse 206A im Herbst  2010 sind in dieser Woche drei U-Boote gleichzeitig in See gewesen. In Schottland ist „U 36“ in einem großen Seemanöver aktiv. Vor Bergen in Norwegen übt „U 33“ mit norwegischen Partnern, und in der heimischen Ostsee ist „U 31“ aktiv. Die Durststrecke der U-Bootfahrer ist überwunden. „Ich bin zufrieden, dass derzeit drei von sechs U-Booten der deutschen Marine gleichzeitig zur See fahren können. Dies zeigt, dass die Maßnahmen der Vergangenheit ihre Wirkung zeigen“, sagt Vizeadmiral Krause.

"U 34" wird auf die Rückkehr vorbereitet

Wie sieht es mit den übrigen drei Booten aus? Die Überholung von „U 34“ nähert sich bei TKMS dem Ende. Das Schwesterboot „U 32“ liegt nebenan in Kiel im Trockendock 7 bis Jahresende zur Grundinstandsetzung. Bei „U 35“ läuft die Vorbereitung für die Instandsetzung. Einen Sachstand zur materiellen Einsatzbereitschaft darf die Marine nicht mehr geben. Diese Informationen hat das Verteidigungsministerium am 11. März zur Geheimsache erklärt