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Schleswig-Holstein Jetzt kommen wieder die Deichgrafen
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09:41 18.03.2019
Von Thomas Paterjey
Schafe grasen auf einem Deich. In Schleswig-Holstein beginnen die Frühjahrs-Deichschauen. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Husum

Die Deichgrafen und Experten des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) sowie Vertreter lokaler Institutionen werden von Ende März an die Hochwasser-Dämme des Landes kontrollieren. Sie prüfen, ob Schleswig-Holsteins Deiche in einem guten und wehrhaften Zustand sind. Dabei suchen sie nach Schäden beziehungsweise Ablagerungen und anderen Veränderungen, die letztlich die Standsicherheit eines Deiches gefährden können. Die Kontrolle ist gesetzlich festgelegt und findet zweimal jährlich statt. Im Frühjahr wird die Überprüfung durchgeführt, damit Schäden beseitigt werden können, die von Herbst- und Winterstürmen verursacht wurden. Die Frühjahrsdeichschau startet nach Angaben des LKN am 26. März an den Deichen in der Krempermarsch. Beendet wird sie voraussichtlich am 4. Juni mit der Warftschau auf der Hallig Nordstrandischmoor.

Schleswig-Holstein liegt eingebettet zwischen zwei Meeren. Nach Angaben des Kieler Umweltministeriums schützen insgesamt 433 Kilometer Landesschutzdeiche mehr als 95 Prozent der insgesamt knapp 3950 Quadratkilometer überflutungsgefährdeten Küstenniederungen. Diese Deiche sollen einer Sturmflut standhalten, die statistisch einmal in 200 Jahren zu erwarten ist, sagte ein Ministeriumssprecher.

20 Millionen Euro für die Unterhaltung der Küstenschutzanlagen

Zusätzlich zu den Deichschauen wird den Angaben zufolge die Sicherheit der Landesschutzdeiche rund alle zehn Jahre gewässerkundlich überprüft. Die letzte Überprüfung im Jahre 2012 ergab, dass 93 Kilometer Landesschutzdeiche dem heutigen Sicherheitsstandard nicht mehr genügen und verstärkt werden müssen. «Allerdings bieten auch diese Deichabschnitte einen ausreichenden Schutz gegen die bisher aufgetretenen höchsten Sturmfluten», sagte der Sprecher.

In den vergangenen Jahren standen in Schleswig-Holstein nach Angaben des Umweltministeriums jährlich rund 63 Millionen Euro für den Küstenschutz zur Verfügung. Davon wurden rund 20 Millionen Euro für die Unterhaltung der Küstenschutzanlagen aufgewendet. Der Rest wurde für Maßnahmen zur Verbesserung des Küstenschutzes wie Deichverstärkungen und Sandaufspülungen eingesetzt.

Insgesamt sind den Angaben zufolge seit Erstellung des ersten Generalplans Küstenschutz Schleswig-Holstein im Jahre 1963 rund 1,95 Milliarden Euro zur Verbesserung des Küstenschutzes investiert worden. Dazu kommen noch die Ausgaben für die Unterhaltung der Anlagen.

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